Mit mehr Sport Auswirkungen von Corona bekämpfen

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Mit dem Appell, ab Dezember wieder einen an coronabedingte Notwendigkeiten angepassten Vereins- und Breitensport zu ermöglichen, hat sich der Landessportbund Hessen e.V. (lsb h) an Hessens Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) gewandt und in einem Brief die Rückkehr zu einem „verantwortbaren Sportbetrieb in den Vereinen“ gefordert. Dazu gehört für den lsb h die Ermöglichung des Trainingsbetriebs im Kinder- und Jugendsport – unter Einhaltung der Hygienekonzepte.

Außerdem sei die Rückkehr zu der aus dem Frühjahr bekannten und bewährten Begrenzung von Gruppengrößen beim Sporttreiben nötig. Schwimmbäder sowie Gesundheits- und Fitnessstudios sollten in der hessischen Corona-Verordnung den Sportstätten gleichgestellt und deren Öffnung damit möglich werden. Letztlich sollte der Schul-, Reha-, Spitzen- und Profisport weiter möglich bleiben. Generell, so der Landessportbund, sollte mittels stärkerer Differenzierungen der Corona-Auflagen mehr Sport gestattet werden.

„Es ist unstrittig, dass Sport einen zentralen Beitrag zur physischen und psychosozialen Gesundheit leistet. Zudem muss bei politischen Entscheidungen der Blick viel stärker als bislang auf die Gesundheits- und Bildungsfunktionen, die der Sport insbesondere für Kinder und Jugendliche bereithält, gerichtet werden. Insgesamt sollten die Potenziale des Sports zur Bekämpfung der Pandemie und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen stärker genutzt werden. Unsere Sportvereine und Sportverbände haben im Übrigen bewiesen, dass sie anspruchsvolle Hygienekonzepte umsetzen und Kontakte nachvollziehen können“, begründete Präsident Rolf Müller (Gelnhausen) das Ansinnen des Landessportbundes.

„Die 7.600 hessischen Sportvereine werden ausbluten, wenn es für sie keine Perspektiven geben wird“, sagte lsb h-Präsident Dr. Rolf Müller in Frankfurt weiter. Vor allem die seit September geltenden regionalen Einschränkungen und der seit Anfang November verordnete Breitensport-Lockdown machten den Vereinen erheblich zu schaffen und belasteten auch deren Mitglieder. Sollte der aktuelle Breitensport-Lockdown bis ins neue Jahr fortgeführt werden, „dann droht unserem bewährten und für unsere Gesellschaft gerade jetzt besonders wichtigen Vereinssystem nachhaltiger Schaden“, fürchtet der lsb h-Präsident. Um diesen Schaden abzuwenden, müssten bei den Hilfsprogrammen des Bundes zudem die spezifischen Rahmenbedingungen der Sportvereine, und zwar gerade die der mittleren und großen Vereine, die eigene Sportstätten bewirtschafteten, stärker berücksichtigt werden. „Die Entwicklung, die wir zurzeit sehen, gleicht einer langsamen Auszehrung. Deshalb müssen die bisherigen wirtschaftlichen Nothilfen des Bundes in eine finanzielle Förderung zur Strukturerhaltung überführt werden“, so Müller.

Mit Blick auf die Umsetzung zukünftiger Corona-Verordnungen bot Müller abschließend die Unterstützung des Landessportbundes „bei der Entwicklung einer dringend notwendigen, mittelfristigen Perspektive für Sportvereine und damit auch für mehr Lebensqualität in Hessen“ an.

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