Mit Anstand und Austausch gegen Hass und Hetze

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„Nach dem Anschlag in Hanau merkte man den Schulterschluss aller demokratischen Kräfte im Bundestag gegenüber undemokratischen Tendenzen fast physisch“, so beschrieb Omid Nouripour eines der Erlebnisse, in dem sich der gesellschaftliche Zusammenhalt für ihn besonders gezeigt habe.

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Der außenpolitische Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion sprach auf Einladung der Grünen Main-Kinzig über Integration, Spaltung und Verständigung in unserer Gesellschaft. Über 30 Teilnehmende, darunter die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten für die Kreistagswahl, Viola Haßdenteufel, Reiner Bousonville und Mahwish Iftikhar, nahmen an der vom Sprecher des Kreisverbandes Günther Koch moderierten Online-Veranstaltung unter dem Titel „Gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern“ teil. Der Anschlag in Hanau sei das Ergebnis eines in unserer Gesellschaft vorherrschenden Hasses, der bestimmte Gruppen ausgrenze, so Nouripour: „Genau dort beginnt die Arbeit. Dieser Hass erfordert einen ‚Aufstand der Anständigen‘ und der fängt damit an, Menschen, die sich zum Beispiel rassistisch äußern, direkt anzusprechen und solche Äußerungen zu unterbinden. Das gilt auch in der Kantine des Bundestages.“

Allein die acht Millionen Freiwilligen, die 2015 die neu angekommenen Geflüchteten unterstützten, hätten gezeigt, dass die Anständigen in unserem Land überwiegen, meinte Nouripour. „Für starken gesellschaftlichen Zusammenhalt spielt auch Integration eine wichtige Rolle. Voraussetzung dafür sind soziale Chancengleichheit und ein Recht, das von allen verstanden und akzeptiert wird.“ Gerade im Bildungssystem, aber auch in anderen Bereichen der Gesellschaft, herrsche jedoch große Ungleichheit.

Nouripour stellte fest: „Integration sollte als Prozess begriffen werden, bei dem es auch Rückschritte gibt.“ Dem stimmte Mahwish Iftikhar zu: „Integration wird oft wie ein Sprung ins Wasser wahrgenommen. Viele vergessen, dass man erstmal schwimmen lernen muss.“ Iftikhar benannte die fremdenfeindlichen Anschläge, die sich in den vergangenen Jahren im Main-Kinzig-Kreis ereigneten und wies auf die Verantwortung des Kreises hin, gegen Rassismus und Diskriminierung vorzugehen: „Wir Grünen haben gemeinsam klare Ziele für den Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung aufgestellt und in unserem Wahlprogramm festgehalten. So wollen wir beispielsweise eine Stelle im Kreis schaffen, die sich hauptamtlich mit dem wachsenden Problem der Diskriminierung und des Rassismus beschäftigt“, so Iftikhar.

In der anschließenden Diskussion sprachen die Teilnehmenden darüber, wie man den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort stärken könne. Gerade während der Corona-Pandemie scheint dieser Austausch besonders schwer. Denn die Begegnungen in Vereinen oder Bildungseinrichtungen, die für Integration und Verständigung in Deutschland in der Vergangenheit eine große Rolle spielten, sind zurzeit fast nicht möglich. „Unsere Aufgabe als Partei ist es, vor Ort aktiv zu sein und das Vertrauen in die Institutionen zu stärken und so einen positiven Beitrag zum Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu leisten“, erklärte Nouripour abschließend.

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