Bilanz der Polizei nach Eintracht-Spiel

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Nach dem gestrigen Europa League Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Olympique Marseille zieht die Frankfurter Polizei eine positive Bilanz. Durch das frühzeitige und konsequente Einschreiten der Kräfte konnte ein Aufeinandertreffen der gegnerischen Fangruppierungen verhindert und potentielle Straftäter von dem Stadion ferngehalten werden.

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Bereits auf der Anreise nach Frankfurt kontrollierten Beamte der Bundespolizei diverse Busse und Autos aus Marseille an der Grenze zu Deutschland. In drei Bussen und einem Pkw fanden die Bundespolizisten große Mengen von Vermummungsgegenständen, Pyrotechnik, Passivbewaffnung und Schlagstöcke. Da von friedlichen Absichten der Gastfans nun keine Rede mehr sein konnte, sprach die Frankfurter Polizei den Angehaltenen Aufenthalts- und Betretungsverbote für Frankfurt aus, die im Anschluss durch die Bundespolizei umgesetzt wurden.

Gegen Nachmittag erreichte ein Bus mit Fans aus Marseille den Börsenplatz in Frankfurt, wo dieser durch die Frankfurter Polizei einer Kontrolle unterzogen wurde. Auch hier wurden die Beamten schnell fündig: In dem Bus stellten die Polizisten einen Schlagring, ein Einhandmesser, diverse Böller, fünf Warnfackeln, einen Besenstiel aus Metall, eine Eisenstange und vier Holzlatten sicher.

Diese Gegenstände konnten zunächst keinen Personen zugeordnet werden. Zwei der Businsassen hatten jedoch Vermummungsgegenstände, Passivbewaffnung und Pyrotechnik einstecken. Sie wurden festgenommen und ihnen wurden ebenfalls Aufenthalts- und Betretungsverbote für Frankfurt ausgesprochen. Auch sie konnten das Spiel nicht sehen und so die friedlich feiernden Fußballfans nicht stören.

Über die gesamte Spielphase hinweg brannten beide Fangruppierungen immer wieder Pyrotechnik ab. Dies wurde durch die Frankfurter Polizei konsequent dokumentiert und wird strafrechtlich verfolgt. Ein Tatverdächtiger aus Kreisen der auswärtigen Fans konnte noch während des Spiels identifiziert und beim Verlassen des Blocks festgenommen werden. Gegen alle anderen Verursacher wurden die Ermittlungen eingeleitet. Die Abreise der Fans verlief aus polizeilicher Sicht störungsfrei.

Bilanz der Bundespolizei

Am 29. November 2018 kontrollierte die Bundespolizei an der deutsch-Französischen Grenze 213 Fußballfans, die auf dem Weg zum Europa-League Spiel nach Frankfurt am Main waren. Bei der Kontrolle von vier Reisebussen stellten die kontrollierenden Beamten der Bundespolizei am Grenzübergang "Goldene Bremm" 12 Messer, 13 Schlagstöcke, 25 Sturmhauben, vier Paar Handschuhe mit Schlagschutz, zwei Pfeffersprays, drei Mundschützer, 173 Bengalos, 26 Böller, Rauschgift und ein Beil fest. Die Gegenstände waren zum Teil in den Deckenverkleidungen der Reisebusse verbaut. Aufgrund der sichergestellten Gegenstände und des zum Teil aggressiven Verhaltens der Olympique Marseille Fans sprach die Polizei des Landes Hessen den Fußballanhängern ein Betretungsverbot für das Stadtgebiet Frankfurt am Main aus, was die Bundespolizisten den Fußballfans auch schriftlich ausgehändigten. Da mit diesem Betretungsverbot eine Teilnahme an der abendlichen Fußballbegegnung in der Commerzbank Arena in Frankfurt am Main ausgeschlossen war, entschieden sich die französischen Fußballfans dazu, wieder die Heimreise nach Frankreich anzutreten. Hierbei wurden sie von drei französischen Polizeistreifen begleitet.

Nur rund 300 Meter nach der deutschen Grenze, hielten die Busse auf französischem Gebiet unvermittelt an. Die Insassen verließen die Busse und fackelten Pyrotechnik in einem Umfang ab, dessen Schein noch auf der deutschen Seite zu sehen war. Um die französischen Polizisten zu unterstützen, sperrte die Bundespolizei, gemeinsam mit der saarländischen Landespolizei, die A6 Richtung Frankreich ab und fuhren auf französisches Hoheitsgebiet, wo die Fußball-Rowdies sogleich das erste Polizeifahrzeug mit Pyrotechnik beschossen. Erst nach Eintreffen weiterer deutscher Polizisten, bestiegen die angeblichen Fußballfreunde wieder ihre Busse und setzten ihre Heimfahrt fort. Obwohl die Bundespolizei die gefährlichen und pyrotechnischen Gegenstände sichergestellt hatte, hatten die Fans wohl weitere Böller und Bengalos an anderen Stellen der Reisebusse verbaut. Die abendliche Fußballbegegnung SG Eintracht Frankfurt gegen Olympique Marseille in der Commerzbank Arena verlief aus polizeilicher Sicht ohne besondere Vorkommnisse. Ein wesentlicher Grund dafür, dürften die intensiven Kontrollen der Bundespolizei an der deutsch-französischen Grenze gewesen sein, bei denen die Bundespolizei 144 Beamte im Einsatz hatte. Der Einsatz zeigte deutlich die gute Vernetzung und Zusammenarbeit der Bundespolizei mit den französischen Behörden, der hessischen und saarländischen Landespolizei, dem Technischen Hilfswerk sowie dem Fußballveranstalter.

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