Dazu gehören Arbeitsaufträge zu erledigen, gemeinsam mit allen essen und dabei Hilfestellung geben, zur Toilette gehen oder die Kinder wickeln und natürlich mit den Kindern spielen. Aber auch Spülen nach dem Unterricht und Kehren des Klassenraumes gehören dazu“, berichtet Anna-Klara Semmler, die in diesem Schuljahr ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Heinrich-Hehrmann-Schule leistet, über ihre Aufgaben im hauswirtschaftlichen, pflegerischen und erzieherischen Bereich.

In diesem Schuljahr absolvieren in der Heinrich-Hehrmann-Schule insgesamt vier junge Leute ihr Freiwilliges Soziales Jahr. Dieses stellt für Menschen bis zum 27. Lebensjahr nach Abschluss ihrer Vollzeit-Schulpflicht eine Chance dar, sich selbst persönlich weiterzuentwickeln und darüber hinaus anderen zu helfen.

Die Heinrich-Hehrmann-Schule in Schlüchtern wird von Schülerinnen und Schülern mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen besucht, die unterschiedliche Unterstützungsbedarfe aufweisen. Jede Lerngruppe wird von multiprofessionellen Teams gefördert, die sich aus unterschiedlichen Berufsgruppen zusammensetzt. Das bietet dem FSJler/der FSJlerin vielfältige Möglichkeiten der beruflichen Orientierung. So fühlt sich Romina Hagemann in ihrem Berufswunsch bestätigt, Förderschullehrerin zu werden. Anna-Klara Semmler ergänzt: „Nach meinem Abi wollte ich Sozialarbeit studieren, doch ich habe keinen der Studienplätze angenommen. Diese Entscheidung war auch gut. Durch das FSJ konnte ich mir mehr Gedanken um meine Zukunft machen. Bei der Berufswahl wurde ich durch die Teamer in den Seminaren unterstützt, aber auch durch die Kolleginnen und Kollegen. Jetzt bewerbe ich mich um einen Studienplatz für Pädagogik und Förderschullehramt.“

Aber auch für die persönliche Weiterentwicklung bietet das FSJ eine große Chance. So berichtet Romina, dass sie „sich selbst weiterentwickelt“ habe und „erwachsener und selbstbewusster“ geworden sei: „Außerdem hat sich meine Einstellung gegenüber den wirklich wichtigen Dingen im Leben, wie Gesundheit, Empathie und Dankbarkeit geändert.“ Anna Klara stellt fest: „Ich habe sehr viel gelernt. Ich konnte mir von den Kollegen und Kolleginnen viel fachliches Wissen aneignen, aber auch verschiedene Umgangsformen mit Kindern lernen. Ich habe auch sehr viel über mich selbst gelernt und bin noch mehr an mir selbst gewachsen.“

Auch schwierige Situationen lernen die jungen Menschen in der Zeit des FSJ zu meistern: „So wie an jedem Arbeitsplatz, kann es auch bei mir anstrengend werden. Dafür gibt es viele Gründe. Wenn ein Kollege mal krank ist oder die Kinder sehr aufgeweckt sind, kann es schnell stressig werden. Oft kommt dann alles gleichzeitig. Aber diese Tage gehen auch vorbei und es passiert immer etwas Schönes, sodass der Tag doch schön endet.“

Von der Zusammenarbeit mit ihren Kollegen ist Anna-Klara angetan: „Wir gehen immer nett miteinander um. Wir respektieren uns und unsere Bedürfnisse. Wir können nicht nur gemeinsam, effektiv und aktiv arbeiten, sondern haben dabei noch Spaß an der Arbeit. Ich hatte nie das Gefühl ich könnte etwas nicht fragen und das finde ich super.“ Auch die Mitarbeiter der Heinrich-Hehrmann-Schule freuen sich jedes Schuljahr erneut auf die Zusammenarbeit mit den jungen FSJler/innen. Über die Unterstützung in ihrer schulischen Arbeit hinaus bereichern sie den schulischen Alltag mit ihrem Elan und Engagement.

Abschließend rät Anna-Klara: „Wenn du dir nicht 100% sicher bist, was du später machen möchtest, dann kann ich dir nur ein FSJ empfehlen. Wenn du gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeitest und du verschiedene Altersgruppen kennen lernen möchtest, ist die Heinrich-Hehrmann-Schule eine gute Wahl. Hier gibt es Schüler von klein bis groß. Aber nicht nur das Alter ist sehr differenziert, sondern auch die verschiedenen körperlichen und geistigen Einschränkungen. So kannst du viele verschiedene Erfahrungen sammeln und bekommst einen breiten Einblick. Das alles wird durch das super Team unterstützt. Ich habe mich selten an einem Ort so wohl gefühlt, wie in der Heinrich-Hehrmann-Schule. Also vielen Dank an das gesamte Team der Schule für diese wunderschöne und unvergessliche Zeit bei euch.“

Das FSJ kann über zwei unterschiedliche Bildungsträger BDKJ in Fulda oder Volunta durchgeführt werden. Interessenten für ein FSJ können sich jederzeit auch direkt an die Heinrich-Hehrmann-Schule (Telefon: 06661-4091) wenden. Die Schulleitung steht gerne für weitere Beratungen sowie zur Kontaktaufnahme zu den Bildungsträgern zur Verfügung.

Foto (von links): Anna-Klara Semmler, Sally Kirchner, Luise Hohmann, Romina Hagemann.

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