Kreiswerke erhöhen die Wasserpreise

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Zum 1. Januar 2019 reagieren die Kreiswerke Main-Kinzig auf Kostensteigerungen für Baumaßnahmen und notwendige Investitionsvorhaben in der Trinkwasserversorgung mit einer Anpassung ihres Grundpreises für Wasserzähler. Dieser steigt beispielsweise für einen Standardwasserzähler von 7,49 Euro auf 10,70 Euro brutto pro Monat, während der verbrauchsabhängige Arbeitspreis stabil bleibt. Eine Preisgarantie für die Trinkwasserversorgung bis Ende 2021 gibt den Kunden mittelfristig Planungssicherheit. Die Strompreise des regionalen Versorgers indes bleiben zum Jahreswechsel stabil.

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Die Erhöhung des Wassergrundpreises um monatlich 3,00 Euro netto bzw. 3,21 Euro inklusive 7 Prozent Mehrwertsteuer bedeutet für ein Einfamilienhaus mit einem exemplarischen Wasserverbrauch von 12.500 Litern im Monat bzw. 150 Kubikmetern pro Jahr eine Preissteigerung von 38,52 Euro auf insgesamt 428,54 Euro brutto im Jahr. Das sind tägliche Mehrkosten von 10 Cent für einen Beispielhaushalt, bzw. 9,9 Prozent. Gleichzeitig gibt das Unternehmen eine Preisgarantie bis Ende 2021.

Ein wesentlicher Grund für diesen Schritt liegt unter anderem, so Bernd Schneider, Geschäftsführer des regionalen Wasserversorgers aus Gelnhausen, in den deutlich gestiegenen Kosten für die Durchführung von Baumaßnahmen. Insgesamt hält das Unternehmen aktuell rund 35.000 Hausanschlüsse und ein Leitungsnetz von rund 1.100 Kilometern instand. Das Leitungsnetz wächst zudem stetig, da jährlich neue Baugebiete erschlossen werden. Die Kosten für die Bereitstellung der Infrastruktur, also für die Erweiterung, Instandhaltung und Erneuerung des Netzes sowie der Gewinnungsanlagen, werden im Wesentlichen über den Trinkwasserpreis auf alle Verbraucherinnen und Verbraucher umgelegt. Wasserversorgung funktioniert also nach dem Solidarprinzip. Die fortwährende Niedrigzinsphase habe dabei nicht nur zu mehr Erschließungsmaßnahmen geführt, sondern vor allen Dingen auch zu einer erhöhten Nachfrage nach Bauleistungen und damit zu steigenden Preisen. So seien alleine die Tiefbaukosten für Netzanschlüsse in den letzten Jahren um rund 27 Prozent gestiegen und müssten entsprechend weitergegeben werden.

Ein weiterer wichtiger Grund für die Erhöhung des Wassergrundpreises sind erforderliche Investitionen in das Wassernetz, um die Versorgung langfristig zu sichern und das Netz auch mit Blick auf kommende Generationen nachhaltig zu erneuern. „Im Idealfall müssten wir unser Netz einmal in 100 Jahren runderneuern. Das hieße, dass jährlich 1 Prozent unserer gesamten Vermögenswerte im Netz reinvestiert werden müsste. Tatsächlich  können wir auf Grundlage unserer aktuellen Preise nur eine Netzerneuerungsquote von 0,56 Prozent erreichen.“ Mit der anstehenden Preiserhöhung im Grundpreis für den Standardwasserzähler Qn 2,5  um 3,21 Euro steige diese Quote für das Jahr 2019 nun auf 0,82 Prozent und bewege sich damit perspektivisch in die richtige Richtung. Mit den zusätzlichen Erlösen schaffe man neben der kontinuierlichen Erneuerung des bestehenden Netzes auch die Grundlage, die Versorgung der expandierenden Gemeinden im Netzgebiet mit einer qualitativ hochwertigen Trinkwasserversorgung sicher zu stellen. Aber auch klimatische Veränderungen führten zu neuen Herausforderungen für die Trinkwasserversorgung und zu weiter steigenden Bedarfen. Mittlerweile könne man nicht mehr ausschließen, dass der Klimawandel auch hier spürbare Auswirkungen auf die Grundwasserpegel und die Grundwasserneubildung haben könnte. Im heißen Sommer 2018 konnten die Kreiswerke Main-Kinzig u. a. durch den verstärkten Zukauf von Trinkwasser die Versorgung sicherstellen, wodurch auch die externen Bezugskosten anstiegen. Vor dem Hintergrund dieser Rahmenbedingungen stehen u. a. mit der grundhaften Erneuerung des Brunnens in Roßdorf sowie der Quellfassung der Müllerquelle Lützel wichtige Investitionsvorhaben an, um auch in Zukunft die Versorgung im Netzgebiet der Kreiswerke Main-Kinzig sicherstellen zu können. Geschäftsführer Bernd Schneider erläutert, dass das Unternehmen zudem seine Prozesse regelmäßig kritisch analysiere, um noch effizienter zu arbeiten. Der hohe Bereitstellungsaufwand für die Infrastruktur und daraus resultierende Kostensteigerungen könnten durch interne Optimierungen jedoch nicht kompensiert werden. Für Geschäftsführer Bernd Schneider zeige der regionale Versorger mit dieser Preiserhöhung, dass er seinen Versorgungsauftrag ernst nehme: „Preiserhöhungen sind nie populär. Erforderliche Investitionen aufzuschieben und möglicher Weise nachfolgende Generationen damit zu belasten, stellt aus unserer Sicht keine Alternative dar“. 

Die Kreiswerke Main-Kinzig versorgen heute die Menschen in insgesamt 12 Kommunen des Main-Kinzig-Kreises mit mehr als 5 Millionen Kubikmetern Trinkwasser pro Jahr.

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