13 neue ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen

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Einfühlsame Gespräche, Selbsterfahrung und Trauerarbeit: Es ist ein intensives Jahr, das hinter den Teilnehmern des Ausbildungskurses für ehrenamtliche Hospizbegleiter liegt. Bei einer Abschiedsfeier in der Gaststätte „Zum Paradies“ wurden die elf Damen und zwei Herren nun offiziell in das Team der Arbeitsgemeinschaft Hospizdienst in Trägerschaft des Caritas-Verbandes für den Main-Kinzig-Kreis übernommen.

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Dabei durfte auch ein Blick auf die gemeinsamen Erlebnisse während des vergangenen Jahres nicht fehlen.

„Vor einem Jahr war jedes Gesicht fremd für mich, für uns und für euch“, blickt Annette Böhmer, Fachbereichsleiterin der Arbeitsgemeinschaft Hospizdienst, zurück. Dies habe sich im Laufe des Ausbildungsjahres zur Hospizbegleiterin geändert. „Jetzt seht ihr in das Gesicht des anderen und euer Blick auf den anderen ist gefüllt mit Geschichten.“ Denn die Ausbildung zum Hospizbegleiter ist eine intensive Erfahrung, bei der die Teilnehmer nicht nur fachlich auf ihre Aufgabe vorbereitet werden. Es geht auch viel um Selbsterfahrung und Sensibilisierung. Um Kommunikation und darum, sich in sein Gegenüber hinein versetzen zu können. Dabei sind es vor allem die praktischen Erfahrungen, die den Blick der angehenden Sterbebegleiter schärfen und verändern. Einen lebhaften Eindruck davon vermitteln auch die Bilder aus dem zurückliegenden Jahr, die Koordinatorin Inge Olbrich für die Abschiedsfeier noch einmal zusammengestellt hat. Mit verbundenen Augen oder Ohrstöpseln simulierten sie die eingeschränkte Wahrnehmung, die auch viele ihrer Patienten haben und erfuhren dabei sehr eindrucksvoll, wie wichtig hier gute Kommunikation ist, wenn es um das Anreichen von Speisen oder den gemeinsamen Spaziergang geht. Die Erinnerung an diese Erfahrungen sorgt für so manches Schmunzeln im Raum. Denn auch wenn es während der insgesamt 160 Stunden des Kurses viel Fachwissen für die angehenden Hospizbegleiter zu lernen gab, so seien es doch grade jene Erfahrungen ohne Block und Stift gewesen, die für die angehenden ehrenamtlichen Hospizbegleiter so wertvoll gewesen seien, weiß Böhmer. „Alles, was ihr für die Sterbebegleitung braucht, tragt ihr in euch.“ Aufgabe sei es nur gewesen, dieses wertvolle Können gleich einem Archäologe mit feinem Pinsel freizulegen. Hierfür sorgten auch die beiden Psychologinnen Karin Ruch und Rosemarie Kemmler-Drews, die ebenfalls gerne zur Abschiedsfeier des Hospizbegleiterkurses gekommen waren.

„Es ist eine intensive Erfahrung“, berichtet Kemmler-Drews, die den Kurs von ihrer Kollegin aus gesundheitlichen Gründen übernommen hatte. Eine intensive Erfahrung, die an niemandem spurlos vorbei gehe und die auch zur persönlichen Entwicklung eines jeden Teilnehmers beitrage. Kemmler-Drews nutzte die Gelegenheit, sich für diese gemeinsame Erfahrung und das ihr hierbei entgegen gebrachte Vertrauen zu bedanken. Ruch gab den frisch gebackenen Hospizbegleitern dabei noch einmal abschließend das Wesentliche mit auf den Weg: „Es geht um das Fragen und darum, sich in den anderen hinein zu fühlen, nicht um Antworten.“

Dass bei aller Ernsthaftigkeit der Aufgabe auch der Spaß im Ausbildungskurs nicht zu kurz gekommen ist, belegten die Worte von Teilnehmerin Maren Schmidt, die in flotten Reimen alle Persönlichkeiten des Kurses treffend skizzierte und für so manches Lachen bei ihrem Vortrag sorgte. Die herzliche Atmosphäre der kleinen Abschiedsfeier machte deutlich, dass aus den anfangs beschrieben Fremden im Laufe der zwölf Monate tatsächlich eine eingeschworene Gruppe geworden ist. Eine Gruppe, die das bestehende Team von rund 100 Ehrenamtlichen in den drei Regionalgruppen im gesamten Main-Kinzig-Kreis künftig ergänzen wird. „Wir freuen uns sehr, euch als aktive Hospizbegleiterinnen in unserer Mannschaft begrüßen zu dürfen“, stellte Böhmer mit Freude fest. Mit der Überreichung des entsprechenden Zertifikates, dem offiziellen Ausweis und dem Namensschild für die neuen Hospizbegleiterinnen wurden diese dann offiziell in das Team aufgenommen.

Foto: Das Team der Arbeitsgemeinschaft Hospizdienst freut sich über den Zuwachs der 13 frisch ausgebildeten ehrenamtlichen Hospizbegleiter.

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