Wilke-Skandal im MKK: Ekelwurst auf Frühstücksbuffet im Hotel

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Noch Wochen nach bekannt werden des Wilke-Skandals wurde Wurst aus diesem Unternehmen im Main-Kinzig-Kreis angeboten. Das bestätigte der Kreisbeigeordnete Winfried Ottmann (CDU), zugleich Gesundheitsdezernent. Die Ware wurde demnach auf dem Frühstücksbuffet eines Hotels entdeckt. Anfang Oktober war erstmals über den Fund von Bakterien auf Wurst der Firma Wilke aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg, die inzwischen geschlossen wurde und sich in einem Insolvenzverfahren befindet,  berichtet worden.

Die betroffenen Produkte wurden mit Todesfällen durch Listerien in Verbindung gebracht, die bereits länger zurückliegen. „Den unserer Lebensmittelüberwachungsbehörde zugegangenen Rückrufmeldungen wurde schnell und kurzfristig nachgegangen, vorhandene betroffene Ware zurückgesendet oder sichergestellt“, erklärt Ottmann die im Anschluss durchgeführten Maßnahmen im Main-Kinzig-Kreis.

Umso größer war dann die Überraschung, als bei einer Routineüberprüfung in einem Hotel Wurst aus dem Unternehmen auf dem Frühstücksbüffet lag. Zumal diese leicht zu identifizieren war, da der Firmenname deutlich erkennbar war. Laut Auskunft der Kreispressestelle wurde die Ware beschlagnahmt und umgehend ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Hotelbetrieb eingeleitet. Um welches Unternehmen sich handelt oder in welcher Kommune der Fall eingetreten ist, will der Kreis nicht veröffentlichen.

„Eine Herausgabe von Informationen über Beteiligte des Verfahrens ist in diesem Rahmen nicht möglich. Wenn nach Abschluss der Ermittlungen feststeht, dass der Verstoß gegen Lebensmittelrecht gravierend war und mit der Verhängung eines Bußgeldes von mindestens 350 Euro zu rechnen ist, wird ein Verfahren zur Veröffentlichung nach § 40 Abs. 1a LFGB eingeleitet, in dem geprüft wird, ob eine Veröffentlichung in Frage kommt“, heißt es auf Nachfrage dazu offiziell.

Laut Kreisbeigeordnetem Ottmann wurden nach dem Fund der Wilke-Ware in dem Hotel sämtliche Lebensmittelspezialisten ausgesandt, um weitere Fälle im Kreisgebiet auszuschließen. Auch hierbei sollen noch einzelne Verstöße zum Vorschein gekommen sein. In einem Fall wurde einem Unternehmen sogar die Produktion von Wurst- oder Fleischwaren zwischenzeitlich untersagt. Ob weitere Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet wurden, ist bislang nicht bekannt.

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