Grippewelle hat begonnen: Impfung weiter sinnvoll

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Die Zahl der gemeldeten Influenza-Fälle im Kreisgebiet steigt wöchentlich an. In den ersten drei Januarwochen wurden dem Kreisgesundheitsamt rund 50 Fälle gemeldet. Nun geht auch aus dem Wochen­bericht der Arbeits­ge­meinschaft Influenza des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor, dass die Grippewelle begonnen hat. Dennoch ist aus Sicht der Fachleute nach wie vor eine Impfung gegen Grippe sinnvoll.

Husten, Fieber, Gliederschmerzen: Viele Menschen müssen sich jetzt im Winter mit grippalen Infekten herumplagen. Doch bei manchen handelt es sich nicht nur um eine Erkältung, sondern und eine richtige Virusgrippe. Meist wird die Influenza durch eine Tröpfcheninfektion übertragen. Beim Niesen, Husten oder Sprechen gelangen kleinste, virushaltige Tröpfchen von Erkrankten in die Luft und können von anderen Menschen in der Nähe eingeatmet werden.

Auch über die Hände werden die Viren weitergereicht, wenn diese mit virushaltigen Sekreten in Kontakt gekommen sind. Werden anschließend Mund, Nase oder Augen berührt, können die Grippeviren über die Schleimhäute in den Körper eindringen. Daneben können die Viren auch an verunreinigten Türklinken, Haltegriffen, Treppengeländern oder ähnlichen Gegenständen haften und von dort über die Hände in den Körper gelangen.

Um sich vor einer Ansteckung mit Grippeviren zu schützen, gibt das Gesundheitsamt folgende Tipps:
- mehrmals täglich gründlich die Hände mit Seife und Wasser waschen, die Seife dabei 20 bis 30 Sekunden zwischen den Händen verreiben, sorgfältig abspülen und abtrocknen,
- in die Ellenbeuge statt in die Hand husten, da Hände ein häufiger Übertragungsweg sind,
- so wenig wie möglich die Schleimhäute von Mund, Nase und Augen berühren,
- bei einer Grippewelle Abstand zu niesenden und hustenden Personen halten und Händeschütteln vermeiden,
- nach Möglichkeit engen Kontakt zu Erkrankten vermeiden, auch im häuslichen Umfeld,
- große Menschenansammlungen und Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sofern möglich, eher vermeiden.

Hat es einen dann doch einmal erwischt, sollte die Erkrankung nicht auf die leichte Schulter genommen werden.  Nicht selten treten Komplikationen auf mit schlimmeren gesundheitlichen Folgen. Das wichtigste für den geschwächten Körper ist Bettruhe. „Es ist sehr wichtig, die Infektion richtig auszukurieren“, so Dr. Siegfried Giernat, Leiter des Gesundheitsamts.

Nach der Infektion ist die Stärkung des geschwächten Immunsystems mit einer ausgewogenen Ernährung mit viel Obst und Gemüse sehr wichtig. Dazu zählen ebenso Vitamine und Mineralstoffe. Ausreichender Schlaf regeneriert den Körper und regelmäßige Bewegung kurbelt den Stoffwechsel an. Spaziergänge an der frischen Luft tun dem Körper besonders gut. Auf den Konsum von Nikotin und Alkohol sollte verzichtet werden. Um seine Mitmenschen zu schützen, sollten Grippekranke an keinen Feiern oder Festen teilnehmen und große Menschenansammlungen meiden. Nur so kann die Weiterverbreitung verhindert werden.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt auch jetzt noch Impfungen gegen das Virus. Besonders Menschen über 60 Jahre, chronisch Kranke, Mitarbeiter medizinischer oder pflegerischer Einrichtungen und Personen, die im Job regelmäßig mit vielen Menschen in Kontakt kommen sowie Schwangere sollten sich schützen. Für Rückfragen steht das Kreisgesundheitsamt unter der Telefonnummer 06051 8511650 zur Verfügung.

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