Bürgertelefon, CoroNetz, Faltblätter und Plakate

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Nachdem Anfang März der erste Fall einer Covid-19-Infektion im Main-Kinzig-Kreis bekannt wurde, begann eine umfangreiche Informationsarbeit der Kreisverwaltung.

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Bereits am 3. März war das Bürgertelefon einsatzbereit, das seitdem mehr als 11.000 Anrufe entgegengenommen und bearbeitet hat, wie Landrat Thorsten Stolz (SPD) berichtet. Insgesamt über 180 Beschäftigte aus allen Bereichen der Kreisverwaltung haben hier zur Unterstützung des Gesundheitsamtes ihren Dienst verrichtet.

In den ersten Tagen stieg das Informationsbedürfnis stetig an. Mitte März kamen über 9.000 Anrufe innerhalb einer Stunde auf der Hotline an. Auch wenn hier gleichzeitig bis zu zehn Personen im Einsatz waren, konnte der hohe Bedarf nicht annähernd bedient werden. Vor allem war eine medizinische Priorisierung auf diesem Weg nicht zu gewährleisten. „Genau vor diesem Hintergrund hatten wir uns entschieden, in eigener Verantwortung kurzfristig einen anderen Kommunikationskanal zu schaffen“, erläutert Landrat Thorsten Stolz (SPD). So entstand aus den Erfahrungen am Bürgertelefon, den relevanten Fragen des Gesundheitsamtes und der Auswertung der sozialen Medien die Informationsplattform „CoroNetz“ auf der Homepage des Main-Kinzig-Kreises. Zwei Mitarbeiterinnen im Referat für Presse und Information haben innerhalb von zwei Tagen eine entsprechende Schnittstelle mit Formularen und Fakten geschaffen. „Damit ist es auf einen Schlag gelungen, die Erreichbarkeit zu verbessern und sicherzustellen, dass uns möglichst keine wichtigen Hinweise verlorengehen“, beschreibt Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler das Konzept.

Entwickelt und gepflegt wird die Plattform weiterhin von einem vierköpfigen Team der Kreispressestelle. Viele Informationen kommen aus dem Gesundheitsamt, dem Wirtschaftsreferat sowie anderen offiziellen Quellen. „Die hohen Zugriffszahlen haben bestätigt, dass wir auf diese Weise auch ein wirksames Gegengewicht zu den vielen Halbwahrheiten, Gerüchten und Falschmeldungen schaffen konnten“, sagt Thorsten Stolz. Mehr als 6.000 echte Besucherinnen und Besucher nutzen pro Tag das Informationsangebot. Das ist der zehnfache Wert im Vergleich zu „normalen Tagen“ vor Ausbruch der Pandemie. Vor allem konnten über den digitalen Weg die Personen mit Verdacht auf eine Covid-19-Infektion schnell erfasst werden. Zu diesem Zweck entwickelte die Pressestelle gemeinsam mit dem Gesundheitsamt ein klar strukturiertes Abfrageprofil. Die entsprechenden Formulare gehen dann direkt in die priorisierten E-Mail-Postfächer. Auf diese Weise erhalten auch Ärzte, medizinisches Personal oder andere besondere Berufsgruppen einen schnelleren Zugang zum Gesundheitsamt.

Auch wenn sich die Situation auf den Informationskanälen inzwischen deutlich entspannt hat, so sind innerhalb von zwei Monate allein auf diesem Weg rund 850 Formulare im Gesundheitsamt eingegangen. „Für die weitere Bearbeitung wurde zusätzliches Personal aus anderen Bereichen umgesetzt und eingewiesen, um den hohen Rücklauf bewältigen zu können“, erläutert Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler (SPD). Die vorrangigen Aufgaben bleiben auch weiterhin „identifizieren, isolieren, informieren“. So hatte die Verwaltung zum Schulstart unter anderem Plakate, Handlungsanweisungen, Flyer und weitere Medien entwickelt und gestaltet, um die wesentliche Inhalte zu Hygiene und Abstandsgebot erfolgreich zu kommunizieren. Die Ergebnisse hängen in Schulbussen, in Klassenräumen, Rathäusern und in der Kreisverwaltung.

Plattform für lokalen Online-Handel zwischen Maintal und Sinntal

Darüber hinaus wurde in Kooperation von Pressereferat und Wirtschaftsförderung zur Unterstützung des lokalen Einzelhandels innerhalb kurzer Zeit ein „digitaler Markplatz geschaffen“. Quasi über Nacht entstand eine einfache Informationsplattform, um alle Geschäfte zu erfassen, die trotz der angeordneten Schließungen für ihre Kundinnen und Kunden im Einsatz waren. Ab dem 24. März hatten Anbieter aus dem Main-Kinzig-Kreis die Möglichkeit, sich hier kostenfrei registrieren zu lassen und ihre Waren zu platzieren. Innerhalb kurzer Zeit waren hier über 360 Einträge und über 3.000 Zugriffe pro Tag zu zählen, bestätigt Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann die hohe Akzeptanz dieser einfachen und wirkungsvollen Idee.

Die Konzeption, Umsetzung und Pflege liegt wie die Organisation des Bürgertelefons in der Verantwortung des Pressereferates, das mit „CoroNetz“ innerhalb kurzer Zeit eine effektive Informationsplattform rund um die neuartige Lungenerkrankung aufgebaut hat. Um diesen Service neben dem Alltagsgeschäft und der Pflege der sozialen Medien tagesaktuell zu leisten, wurde das Team der Pressestelle verwaltungsintern mit Internet-Redakteuren aus anderen Fachbereichen verstärkt. „Diese Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger leisten wir fast vollständig mit eigenen Ressourcen“, betont Landrat Thorsten Stolz. Lediglich eine freie Journalistin unterstützt vorübergehend bei der Sichtung und redaktionellen Aufbereitung der zahlreichen Verordnungen, Sonderprogramme und Hinweise.

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