Freitag: 39 Corona-Fälle im MKK, neue Maßnahmen angekündigt

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Der Main-Kinzig-Kreis hat am Freitag die dritte Corona-Warnstufe überschritten. 39 neue Infektionsfälle wirken sich auf den für das Mehrstufenkonzept maßgeblichen Inzidenzwert aus, der nun bei 40 liegt.

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„Wir verzeichnen einen fortlaufenden Anstieg der Infektionszahlen und auch des Inzidenzwerts. Mit dem Überschreiten der nächsten Schwelle müssen wir nun eine Reihe von Maßnahmen auf den Weg bringen, die zwischen Bund und Ländern und zwischen Land Hessen und den Kreisen am Donnerstag vereinbart worden sind. Es geht klar darum, die Corona-Pandemie beherrschbar zu halten, das Wiederanfahren der Wirtschaft nicht zu gefährden sowie Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen offenzuhalten. Dazu ist es notwendig, private Kontakte zu reduzieren. Genau hier setzen die Vereinbarungen zwischen Bund und Ländern an“, sagte Landrat Thorsten Stolz (SPD).

Konkret gilt ab dem kommenden Montag zum Wiederbeginn des Unterrichtsbetriebs die Maskenpflicht in Schulen ab der fünften Jahrgangsstufe. Eine entsprechende Allgemeinverfügung hat der Kreis am Freitag herausgegeben, sie tritt zum Montag für zunächst 14 Tage in Kraft. Der Verwaltungsstab des Kreises bringt darüber hinaus am Wochenende – auf Grundlage der Bund-Länder-Vereinbarungen – weitere Maßnahmenverschärfungen in eine rechtssichere Form, die zeitnah in Kraft treten sollen:

  • für Feierlichkeiten im Familien- oder Freundeskreis im öffentlichen Raum gilt eine Begrenzung auf höchstens 25 Personen (z.B. Hochzeits- und Geburtstagsfeiern in Gaststätten, Bürgerhäusern etc.),
  • für Feiern im privaten Raum gilt die dringende Empfehlung, sie auf 15 Personen zu begrenzen,
  • in der Gastronomie gilt eine Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr,
  • die Teilnehmerzahl für öffentliche Veranstaltungen wird weiter begrenzt.

Der Main-Kinzig-Kreis erwartet noch das überarbeitete Eskalationskonzept des Landes Hessen, das zum Wochenende angekündigt ist. Und daraus abgeleitet werden die weiteren Maßnahmen konkretisiert. „Wir wollen mit der kurzfristigen Einführung der Maskenpflicht im Unterricht den sensiblen Bereich Schule besser schützen. Darüber hinaus müssen wir es schaffen, eine Weiterverbreitung im privaten und Freizeitbereich deutlich zu reduzieren. Noch sind wir von Inzidenzwerten wie in Frankfurt und Offenbach entfernt. Aber die Entwicklung bei uns im Landkreis ist derzeit äußerst dynamisch und muss mit Blick auf die Tendenzen im Rhein-Main-Gebiet insgesamt als sehr besorgniserregend eingestuft werden“, begründete Landrat Stolz das Maßnahmenpaket.

Die Neuinfizierten wohnen in Hanau (14), Maintal (8), Nidderau, Schöneck (je 3), Gründau (2), Bad Orb, Bad Soden-Salmünster, Birstein, Freigericht, Gelnhausen, Hammersbach, Langenselbold, Linsengericht und Wächtersbach. Die Gesamtzahl der Fälle seit Ausbreitung im März stieg damit auf 1.686, davon gelten 1.281 als genesen. 352 Fälle sind „aktiv“. Stationär behandelt werden derzeit acht Patientinnen und Patienten aus dem Main-Kinzig-Kreis.

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