Nächtliche Ausgangssperre im MKK wird vorbereitet

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Landrat Thorsten Stolz (SPD) und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (SPD) kündigen an, die am Dienstag vom Land Hessen offiziell bekanntgemachten weiteren Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit Covid-19 kurzfristig umzusetzen. Der Verwaltungsstab und das Rechtsamt werden eine entsprechende Allgemeinverfügung formulieren, um die neuen Vorgaben wie die nächtliche Ausgangssperre und ein erweitertes Alkoholverbot in dieser Woche verbindlich auf den Weg zu bringen.

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„Seit heute haben wir Klarheit über die zusätzlich geforderten Maßnahmen ab einer Inzidenz von 200 und werden diese für unsere 29 Städte und Gemeinden umsetzen“, erklären der Landrat und die Gesundheitsdezernentin. Genau vor vier Wochen, am Mittwoch, 12. November, hatte der Main-Kinzig-Kreis erstmals den Corona-Inzidenzwert von 200 überschritten. Seit dem Zeitpunkt war keine wesentliche Entlastung des Infektionsgeschehens zu spüren. Aktuell liegt der Sieben-Tage-Wert in 16 von 29 Kommunen im Man-Kinzig-Kreis über der 200er-Marke. Nun hat die Hessische Landesregierung ihr Eskalationskonzept mit der „schwarzen Stufe 6“ genau um diesen Schwellenwert ergänzt. Darin ist für betroffene Landkreise und kreisfreie Städte geregelt, dass „ab kumulativ 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten 7 Tage“ ergänzende Maßnahmen zu treffen sind.

Wie der Landrat und die Erste Kreisbeigeordnete informieren, werde man die konkreten Maßnahmen mit dem ebenfalls betroffenen Landkreis Offenbach und der Stadt Offenbach abstimmen. „Es braucht ein übergreifendes Konzept, was die gleichen Auflagen und Rahmenbedingungen enthält. Schon gestern hatten wir in Richtung Landesregierung adressiert, dass die Lebenswirklichkeit der Menschen nicht an Stadt und Kreisgrenzen aufhört“, so Stolz und Simmler. Die Details werden bis Donnerstag zwischen den Rechtsabteilungen festgelegt. Bereits am Dienstag wurde das die derzeitige Lage im Landkreis und die Notwendigkeiten  mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie auch dem Hanauer Oberbürgermeister erörtert.

Die von der Landesregierung beschriebene Ausgangssperre wird Bestandteil der Verfügung sein, wie auch der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum und die Abgabe von Alkohol zum Sofortverzehr soll voraussichtlich ganztags untersagt werden. „Wir bitten um Verständnis, dass wir die Regelungen und die jeweiligen Ausnahmen sehr sogfältig betrachten und formulieren müssen“, erklären Landrat Thorsten Stolz und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler. Eine Richtschnur sei dabei die Lebensrealität der Menschen.

„Die nächtliche Ausgangssperre hat aber natürlich auch Symbolkraft, um zu verdeutlichen, dass wir alle persönlichen Kontakte noch weiter reduzieren und einschränken müssen. Dabei dürfte auch jedem klar sein, dass dieser Schritt die letzte große Auflage vor der Schließung der Geschäfte, Schulen und Kindergärten ist“, betonen Landrat Thorsten Stolz und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler.

Das Gesundheitsamt hat am Dienstag an den Schulen im Main-Kinzig-Kreis neun Coronavirus-Fälle registriert. Davon betroffen sind: In Hanau die Erich-Kästner-Schule, die Hohe Landesschule, die Pflegeakademie, die Kaufmännischen Schulen und die Eugen-Kaiser-Schule, in Bruchköbel die Lichtenbergschule, in Gelnhausen die Beruflichen Schulen, in Bad Orb die Martinus-Schule und in Wächtersbach die Friedrich-August-Genth-Schule.

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