Freitag: Inzidenzwerte im MKK, "Bündel an Maßnahmen" gefordert

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Die Sieben-Tagesinzidenz des Main-Kinzig-Kreises liegt am Freitag bei 174,0. Der hessenweite Inzidenzwert liegt bei 165. Das Infektionsgeschehen im Main-Kinzig-Kreis bewertet Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler (SPD) als „äußerst besorgniserregend“.

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„Wir verzeichnen in vielen Bereichen anhaltend negative Trends. Die Zahl der freien Intensivbetten bewegt sich gegen Null. Es kann bei etwa jeder dritten Infektion nicht ermittelt werden, wo die Ansteckung stattgefunden hat. Wir sehen einzelne Ausbrüche in Unternehmen und in Kitas, im Wesentlichen verbreitet sich das Virus aber in der Fläche, in allen Generationen, häufiger bei den mobileren Jüngeren, in allen Kommunen und schwerpunktmäßig über private Kontakte“, fasste die Erste Kreisbeigeordnete am Freitag die „für die Systeme des Gesundheitsbereichs extrem angespannte Situation“ zusammen. Es gehe in höherem Maße als noch vor einigen Wochen darum, die intensivmedizinische Versorgung sicherzustellen: „Das Infektionsgeschehen von heute sind die Corona-Zahlen in ein bis zwei Wochen und die Belastung der Krankenhäuser in etwa vier Wochen. Entspannung ist leider überhaupt nicht in Sicht.“

Der Verwaltungsstab hat die vielschichtige Gemengelage in seiner Sitzung am Freitag bewertet. Es sei dringend notwendig, die Kontakte und Treffen im privaten Bereich zu reduzieren, und bei Appellen könne es in dieser Situation nicht bleiben, sagte Landrat Thorsten Stolz (SPD) im Anschluss. „Es ist nicht die Zeit, die Ausnahmen und Möglichkeiten auszureizen, sondern eine gemeinsame, einheitliche Anstrengung zu erreichen, auch mit einem Bündel an Maßnahmen“, so der Landrat. „Notwendiger denn je ist eine schnelle und klare Beschlussfassung und Umsetzung bundeseinheitlicher Regelungen. Jeder Tag, der hier verstreicht, ist ein verlorener Tag in der Corona-Pandemie.“

Von über 56.400 Menschen sind im Main-Kinzig-Kreis Corona-Schutzimpfungen registriert (Erstimpfquote: 13,4%). In den Krankenhäusern in Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern werden im Zusammenhang mit Covid-19 insgesamt 76 Patientinnen und Patienten medizinisch versorgt. Darunter sind 67 Personen, die im Main-Kinzig-Kreis wohnen. Intensivmedizinische Betreuung benötigen 17 Menschen, auf ein Beatmungsgerät angewiesen sind 7 Patienten und Patientinnen.

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