Wiesenmeisterschaft: „Wer hat die Schönste im ganzen Land?“

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Im Rahmen des Projektes „Bergwinkelgrün“ hat der Landschaftspflegeverband Main-Kinzig-Kreis zum dritten Mal in Folge die Wiesenmeisterschaft veranstaltet.

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Unter dem Motto „Wer hat die Schönste im ganzen Land?“ galt der Aufruf Landwirten, deren Wiesen im Bergwinkel liegen. Ziel des Wettbewerbs ist, das Engagement der Bewirtschafter zu würdigen, denn sie tragen durch ihre vorbildliche extensive Bewirtschaftung ihrer Wiesen zum Erhalt des artenreichen Grünlandes bei. Den ersten Platz, dotiert mit 500 Euro, erzielte Andreas Blum mit seiner Wiese in Schlüchtern-Gundhelm. Das Areal auf Basalt zeichnet sich durch mehr als 45 Pflanzenarten aus. Darunter finden sich über 700 Exemplare des Breitblättrigen Knabenkrautes und andere geschützte Arten wie die Trollblume, das Wald-Läusekraut oder die Sparrige Binse.

Durch die schon langjährig bestehende extensive Bewirtschaftung wird ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt geleistet. Über den zweiten Preis (300 Euro) darf sich Christoph Müller freuen. Seine Wiese in Sinntal-Weiperz überzeugt durch ihren Strukturreichtum und die Artenvielfalt wie beispielsweise das Kleine Knabenkraut oder die Teufelskralle. Durch Beweidung mit Schafen wird diese Vielfalt mit 35 Arten erhalten und die Landschaft dadurch optisch aufgewertet. Auf den dritten Platz (200 Euro) kam Bernd Herbert. Seine Wiese liegt ebenfalls in Sinntal-Weiperz und beheimatet 30 verschiedene Arten. Dadurch ist sie nicht nur eine gute Bienenweide. Man kann direkt vor Ort frischen Honig kaufen oder den Artenreichtum der Wiese bestaunen. Die extensive Bewirtschaftung leistet einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.

An der Preisverleihung fand im Domizil des Landschaftspflegeverbandes im Schafhof in Jossgrund-Burgjoß statt. Allerdings war als einziger Preisträger der Zweitplatzierte Christoph Müller mit seinem Vater Erhard Müller vor Ort und konnte die Auszeichnung persönlich entgegennehmen. Um so größer war der Kreis der Gratulanten. „Mit dem Wettbewerb wollen wir zum Ausdruck bringen, was für gute Arbeit Landwirte für uns machen“, eröffnete Barbara Fiselius, Geschäftsführerin des Landschaftspflegeverbands Main-Kinzig-Kreis e. V. die kleine Feierstunde. Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (SPD), Klaus Schejna (SPD), Vorsitzender des Landschaftspflegeverbandes, und Karsten Dill vom Amt für Landwirtschaft des Main-Kinzig-Kreises hoben die Landwirtschaft als tragende Säule bei den Bemühungen um den Erhalt der Artenvielfalt sowie die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Landkreis und den Naturschutzverbänden hervor.

Auch LPV-Vorstandsmitglied Fritz Dänner, Eva Deuse-Wodicka vom Amt für Landwirtschaft sowie die Projektmitarbeiterinnen Maren Nowak und Mascha Werth vom Landschaftspflegeverband beglückwünschten die Preisträger. Anwesend war zudem Klaus Hemm, der den Erstplatzierten Andreas Blum für die Teilnahme am Wettbewerb vorgeschlagen hatte. Ein Juryteam aus Fachleuten des Landschaftspflegeverbandes und vom Amt für Landwirtschaft hatten die Wiesen der einzelnen Bewerber begutachtet. Die Zahl der gefundenen Arten, ob das Areal einen strukturierten Aufbau mit vielen Blühpflanzen hat, ob Zeigerpflanzen für mageren Boden sowie seltene und geschützte Pflanzen vorhanden sind, zählten zu den Kriterien für die Bewertung. Zusätzlich zum Preisgeld erhielten die Gewinner jeweils eine Urkunde und ein Hinweisschild. Unterstützt wird der Wettbewerb von der Kreissparkasse Gelnhausen und aus Lotto-Tronc-Mitteln.

Foto (von links): Mascha Werth, Eva-Deuse-Wodicka, Klaus Schejna, Maren Nowak, Christoph Müller, Erhard Müller, Karsten Dill, Susanne Simmler und Barbara Fiselius.

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