Grundschulkindern gesundes Frühstück näher bringen

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Vormittags gesund essen und dadurch eventuell ein Frühstück gewinnen – an diesem Wettbewerb haben sich im vergangenen Herbst 40 zweite Klassen im Main-Kinzig-Kreis beteiligt.

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Coronabedingt fand die Preisverleihung erst kürzlich statt.

Ziel des Arbeitskreises Jugendzahnpflege (AKJ) im Main-Kinzig-Kreis ist es, die Kinder schon früh für ein mundgesundes Verhalten und eine gesunde Ernährung zu sensibilisieren und zum Mitmachen zu animieren. „Das gelingt am besten, indem die Kinder spielerisch an das Thema herangeführt werden und wenn sie dabei erleben, dass gesundes Frühstück durchaus schmeckt und das jeden Tag“, erklärt Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler.

Zu den Aktivitäten gehörte im vergangenen Jahr deshalb die Apfelplakat-Aktion „zuckerfreier Vormittag“, an der sich 40 zweite Klassen im Landkreis beteiligt haben. Die Kinder erhielten von den Prophylaxeberaterinnen ein Plakat mit einem starken Zahn und 30 leeren Apfelsymbolen. „An jedem Tag, an dem alle Kinder der Klasse ein zuckerfreies Frühstück dabeihatten, durfte ein Apfel ausgemalt werden“, erläutert Dr. Gunda Adolphi, Geschäftsführerin des Arbeitskreises Jugendzahnpflege und Sachgebietsleitung Zahnärztlicher Dienst. Waren alle Äpfel bunt, wurde das Plakat an die Geschäftsstelle des Arbeitskreises Jugendzahnpflege gesandt. Damit nahmen die Klassen an der Verlosung eines Klassenfrühstücks teil. „40 toll gestaltete Plakate haben wir in der Geschäftsstelle bewundert“, so Maria Bilz, Mitarbeiterin der Geschäftsstelle des Arbeitskreises Jugendzahnpflege.

Die drei Hautgewinne − ein Frühstück für jedes Kind der Klasse, bestehend aus einer gefüllten Frühstücksbox mit Brot, Käse, Gurken und Tomaten und einem Apfel − haben die zweite Klasse der Herzbergschule Gelnhausen Roth, die Klasse 2c der Geschwister-Scholl-Schule Großkrotzenburg und die Klasse 2a der Grundschule am Hasenwäldchen Birstein gewonnen.

Ein Apfelpaket mit Schneidebrett und Apfelteiler für die ganze Klasse haben gewonnen:

  • Klasse 2a, 2b, 2c der Martinus-Schule in Bad Orb
  • Hasenklasse der Alteburg-Schule in Biebergemünd-Kassel
  • 2. Klasse der Verbundschule Sinntal-Sterbfritz in Mottgers
  • 2. Klasse der Sprachheilschule Sinntal
  • 2. Klasse der Grundschule Herolz in Schlüchtern
  • Klasse 2b der Grundschule am Hasenwäldchen Birstein
  • Klasse 2b der Struwwelpeterschule in Niederdorfelden
  • Klasse 2c der Erich Kästner-Schule in Hanau
  • Klasse 2a der Pestalozzischule Hanau
  • Klassen 2a, 2b, 2c der Fritz-Schubert-Schule Maintal
  • Klasse 2a der Büchertalschule Maintal

„Ohne die gute Zusammenarbeit mit den Schulen wären solche Aktionen nicht möglich“, betont Dr. Gunda Adolphi. Sie freue sich darüber, dass trotz Pandemie der Kontakt zu den Kindern nicht abgebrochen sei und das Thema Zahnpflege in ihrem Alltag seinen Platz habe. Auch Sonja Litzenberger, Leiterin des Staatlichen Schulamts für den Main-Kinzig-Kreis, betont, wie wichtig solche Projekte vor Ort in den Schulen sind: „Gerade in der Gruppe lernen Kinder sehr stark voneinander und üben gemeinsam ein, dass ein Frühstück eben nicht immer süß sein muss. Sie verinnerlichen durch das aktive Erleben mit allen Sinnen dieses Wissen und werden dies somit hoffentlich über die folgenden Schuljahre nicht vergessen.“  

Fest steht: Nur gesunde Milchzähne bilden die Basis für eine lebenslange Zahngesundheit, da sie Platzhalter für die kommenden Zähne sind und die Entwicklung von Kiefer und Sprechen fördern. „Sind die Milchzähne gesund, beträgt die Wahrscheinlichkeit auf eine lebenslange Zahngesundheit 90 Prozent“, fasst Dr. Adolphi zusammen. Daher sei es so wichtig, durch spielerische Aktivitäten die Kinder an ein zahngesundes Verhalten heranzuführen. Der zuckerfreie Vormittag etwa ist ein wichtiger Bestandteil des Programms. „Dabei geht es darum, durch die Nacht und den Vormittag eine längere Pause von zuckerhaltigen Lebensmitteln zu bekommen, denn durch Zucker entsteht auf den Zähnen Säure und diese schafft die Lebensgrundlage für Karies“, erklärt Dr. Adolphi.

Der Zahnärztliche Dienst und der Arbeitskreis Jugendzahnpflege begutachten jedes Jahr die Zahn- und Mundgesundheit von rund 18.000 Kindern und Jugendlichen im Landkreis und veröffentlichen die Ergebnisse in der Gesundheitsberichterstattung. Dazu kommen Aktionen, in denen Kindern und Eltern Wissen zur Mundgesundheit und Ernährung vermittelt wird.

Basis der Arbeit des AKJ ist das hessische Konzept der Gruppenprophylaxe „Fünf Sterne für gesunde Zähne“: Dazu gehört das Zähneputzen der Kinder mit Hilfe der Eltern nach dem Frühstück und nach dem Abendessen. Vormittags wird nur zuckerfrei gegessen und bei Süßigkeiten nachmittags Maß gehalten. Zwei Mal jährlich sollte eine zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung stattfinden.

Der Arbeitskreis Jugendzahnpflege (AKJ) setzt sich zusammen aus Vertretern der gesetzlichen Krankenkassen, der zahnärztlichen Teams der Gesundheitsämter, den Zahnärzten und Zahnärztinnen in freier Praxis (= Patenschaftszahnärzte/-zahnärztinnen) und allen Gruppenprophylaxe-Multiplikatoren. Die Gruppenprophylaxe-Teams beraten die Kindertagespflegepersonen, Krippen, Kindertagesstätten und Schulen im Main-Kinzig-Kreis. In Hessen gibt es 20 Arbeitskreise für Jugendzahnpflege, die sich gemeinsam mit der Landesarbeits­gemeinschaft für Jugendzahnpflege in Hessen (LAGH) für die Mundgesundheit der hessischen Kinder engagieren. Ihr Auftrag ist es, allen Kindern bis zwölf Jahre eine Chance auf gesunde Zähne zu geben. Diese Aufgabe ist auch im Sozialgesetzbuch und im Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan aufgeführt.

Foto: Mit mehreren zuckerfreien Vormittagen haben sich diese zweiten Klassen erfolgreich am Wettbewerb „Apfelplakat“ beteiligt.

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