Bessere Versorgung von Knochenbrüchen bei älteren Patienten

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Am 1. Oktober wird weltweit der „Tag der älteren Menschen“ begangen. Dieser Aktionstag wurde durch die UNO initiiert, um die Leistungen der Menschen höheren Lebensalters zu würdigen.

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Gleichzeitig soll er auf die besonderen Bedürfnisse der älteren Generation aufmerksam machen. Im Main-Kinzig-Kreis sind rund 22 Prozent der Einwohner über 65 Jahre alt. Es wird geschätzt, dass dieser Anteil bis zum Jahr 2030 auf rund 27 Prozent steigen wird. Im Main-Kinzig-Kreis werden dann rund 22.000 mehr über 65-Jährige leben als heute.

Wie wichtig es ist, sich auf diese Entwicklungen einzustellen, verdeutlicht auch die Situation an den Main-Kinzig-Kliniken: Allein in der Klinik für Unfall-, Gelenk- und Wirbelsäulenchirurgie in Gelnhausen sind aktuell rund 60 Prozent der Patienten über 65 Jahre alt. Von zentraler Bedeutung hierbei: „Die medizinisch-pflegerischen Bedürfnisse älterer Patienten unterscheiden sich zum Teil wesentlich von denen jüngerer Altersgruppen“, erklärt Dr. Artur Medwedowsky, Oberarzt und Sektionsleiter der Alterstraumatologie. Häufig treten mehrere Erkrankungen gleichzeitig auf, alters- und krankheitsbedingte Veränderungen wirken aufeinander ein.

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko gefährlicher Stürze und Knochenbrüche. Die Ursachen hierfür sind vielfältig: „Meist liegen mehrere Sturz-Risikofaktoren gleichzeitig vor: Verminderte Kraft und Koordination, Störungen des Gleichgewichts und Schwindel, verminderte Sehfähigkeit, Blutdruckschwankungen, aber auch bestimmte Medikamente“, so Dr. Medwedowsky. Zudem erhöht eine Osteoporose, der sogenannte Knochenschwund, der bei jeder dritten Frau und jedem fünften Mann über 50 Jahre auftritt, das Risiko für Knochenbrüche. 30 bis 40 Prozent der älteren Menschen erleiden innerhalb eines Jahres einen Sturz. „Nicht selten kommt es als Folge eines Sturzes zu einer deutlichen Beeinträchtigung der Lebensqualität mit Schmerzen und funktionellen Einschränkungen, die zu Hilfs- und Pflegebedürftigkeit führen können“, zeigt der Mediziner auf.

Eine besondere Herausforderung stellt die Behandlung älterer Patienten mit Knochenbrüchen dar, wenn unfallunabhängige Vorerkrankungen wie beispielsweise Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Herzschwäche, Polyneuropathie, Mangelernährung oder Demenz vorliegen. Die fachspezifische Betreuung in der Klinik für Geriatrie am Standort Schlüchtern hat zum Ziel, die Lebensqualität hochbetagter Patienten soweit zu erhalten, dass sie ihren Alltag weiterhin eigenständig bewältigen können. Die Spezialisten der unfallchirurgischen Klinik arbeiten sowohl mit der Geriatrie in Schlüchtern als auch mit anderen Fachabteilungen in Gelnhausen intensiv zusammen.

Die Bündelung der medizinisch-pflegerischen Kompetenzen kommt den betagten Sturzpatienten zugute. Als Beispiele nennt Dr. Medwedowsky die Notaufnahme, in der eine möglichst zügige Diagnostik, Erstbehandlung und OP-Vorbereitung durchgeführt wird, sowie die Klinik für Inneren Medizin. Wöchentlich erfolgt eine gemeinsame chirurgisch-internistische Visite bei Patienten mit typischen Brüchen älterer Menschen wie z.B. Oberschenkelhalsbrüchen. Anästhesisten sind beteiligt, wenn es um schonende Narkoseverfahren geht, Physiotherapeuten sorgen für eine möglichst schnelle Mobilisation. Die Mitarbeiter des Sozialdienstes besprechen mit Patienten und deren Angehörigen Versorgungsmöglichkeiten nach der Entlassung aus der stationären Behandlung.

„Auf diese Weise können in Gelnhausen in enger Zusammenarbeit auch komplexe Gelenk- und Extremitätenverletzungen, Wirbelsäulenbrüche und Beckenbrüche bei älteren Patienten erfolgreich versorgt werden,“, erläutert Dr. Medwedowsky, der über eine hohe Kompetenz und langjährige Erfahrung in der Alterstraumatologie verfügt. Er sagt: „Unser Ziel ist es, die heimatnahe und gleichzeitig qualitativ hochwertige Versorgung älterer Menschen weiter auszubauen, damit diese möglichst zeitnah in ihre gewohnte Umgebung zurückkehren können.“

Foto: Dr. Artur Medwedowsky, Oberarzt und Sektionsleiter der Alterstraumatologie, mit einer Patientin. Foto: Main-Kinzig-Kliniken

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