"Der Kreisfeuerwehrverband Aschaffenburg e.V. als Interessenvertretung der Feuerwehren im Landkreises Aschaffenburg hat sich bislang nicht an der öffentlichen Diskussion beteiligt. Vor dem Bürgerentscheid am kommenden Sonntag möchten wir jedoch den Bürgerinnen und Bürgern Johannesbergs folgende Hinweise geben: Um den Brandschutz und die technische Hilfe mit ehrenamtlichen Einsatzkräften so effektiv wie möglich zu gestalten, haben sich in den letzten 25 Jahren schon auf freiwilliger Basis die vormals selbstständigen Ortsfeuerwehren Johannesberg, Oberafferbach und Breunsberg im jetzigen Gerätehaus in der Seestraße zur Freiwilligen Feuerwehr Johannesberg zusammengeschlossen.

Ausgangspunkt für die Diskussion um ein neues Feuerwehrhaus ist, dass die vorhandenen Feuerwehrhäuser in Johannesberg und Rückersbach nicht mehr den heutigen Ansprüchen gerecht werden und dass sich in einer verantwortungsbewussten Weise die drei noch verbliebenen Ortsfeuerwehren über ihre personelle Zukunftsfähigkeit selbst ernsthafte Gedanken gemacht haben. Man ist sich einig, auch wenn die Feuerwehr in Steinbach bis auf weiteres in ihrem Feuerwehrhaus in Steinbach bleiben möchte, dass in der Zukunft in Johannesberg mit den demographischen und gesellschaftlichen Entwicklungen die personellen Ressourcen nur noch für eine schlagkräftige Feuerwehr dauerhaft vorhanden sein werden.

Erklärtes Ziel war und ist es, einen Standort für ein neues Feuerwehrhaus zu finden, mit dem eine garantierte Hilfsfrist von 10 Minuten im gesamten Gemeindegebiet sichergestellt werden kann und der von allen Feuerwehrleuten aus allen Ortsteilen in einem späteren Endzustand als einziges Feuerwehrhaus akzeptiert werden kann. Der nun geplante Standort des neuen Feuerwehrhauses ist in jahrelangen Gesprächen und Planungen zwischen der Gemeindeverwaltung mit dem Gemeinderat, den Feuerwehren, der Kreisbrandinspektion und weiteren Fachbehörden einvernehmlich festgelegt worden und entspricht diesem Ziel.

Dabei wurden selbstverständlich zahlreiche Argumente für Alternativ-Standorte geprüft. Letztendlich waren sich alle Verfahrensbeteiligten einig, dass ausnahmslos der nun vorgesehene Standort auf der „grünen Wiese“ zwischen Oberafferbach und Sternberg als Standort des neuen Feuerwehrhauses in Frage kommt. Die Mitglieder des Gemeinderates als gewählte Vertretung der Bürgerschaft haben diesen Standort auch einstimmig befürwortet. Bei all den Standortdiskussionen wird stets nur auf das Gebäude verwiesen. Wer in dieses Haus einziehen wird, ist aus unserer Sicht völlig in den Hintergrund geraten.

Bei einem Feuerwehrhaus handelt es sich nicht nur um eine seelenlose Garage mit Gerätelager für feuerwehrtechnische Ausrüstung. Ein Feuerwehrhaus ist der belebte Mittelpunkt der Feuerwehrgemeinschaft. Die ehrenamtlichen, freiwilligen Feuerwehrleute müssen sich mit ihrem Feuerwehrhaus identifizieren können und müssen gerne dorthin gehen. Das Feuerwehrpersonal wird in einer Freiwilligen Feuerwehr von den Bürgerinnen und Bürgern aus Johannesberg auf ehrenamtlicher und freiwilliger Basis gestellt.

Wer denkt, dass er über die Köpfe von Ehrenamtlichen Entscheidungen treffen kann, die in den wesentlichen Punkten nicht mit den Vorstellungen dieser Ehrenamtlichen übereinstimmen, wird meist danach eines Besseren belehrt. Die Initiatoren des Bürgerentscheides können über andere Standorte für ein Feuerwehrhaus diskutieren. Die ehrenamtlichen Feuerwehrleute müssen aber später einen von ihnen nicht gewollten Standort akzeptieren und annehmen und das wird daher unter Umständen mit personellen Verlusten einhergehen. Ohne ausreichendes ehrenamtliches Personal ist aber jeder Standort für ein Feuerwehrhaus für eine Freiwillige Feuerwehr sinnlos.

Es ist schon nicht einfach, dort wo die Feuerwehrwelt in Ordnung ist, ausreichend ehrenamtliches Feuerwehrpersonal zu finden und zu halten. Überall kämpfen die Feuerwehren um Nachwuchs und verfügbares Personal. Mit dem von der Gemeinde geplanten neuen Feuerwehrhaus erhöht sich mit großer Wahrscheinlichkeit die Motivation der derzeitigen Aktiven und die Nachwuchsgewinnung wird in allen Ortsteilen um vieles leichter.

Schütten Sie mit einem erzwungenen Alternativstandort nicht das Kind mit dem Bade aus. Bürgermeister Peter Zenglein und der Gemeinderat stehen in dankenswerter Weise zu ihrer Feuerwehr. Sie wollen ein zukunftsweisendes, den heutigen Anforderungen entsprechendes Feuerwehrhaus für alle Bürgerinnen und Bürger in Johannesberg an einem geeigneten Standort zwischen Oberafferbach und Sternberg bauen.

Die Bürgerinnen und Bürger aus Johannesberg sollten sich darüber im Klaren sein, dass Sie mit ihrer Stimmabgabe möglicherweise auch über die Zukunft ihrer Freiwilligen Feuerwehr abstimmen. Sie stimmen für oder gegen die Feuerwehrleute in ihrer Nachbarschaft, die jederzeit bereit sind, ihnen ehrenamtlich und freiwillig in der Not zu helfen. Wer sonst soll denn in Johannesberg weiterhin bei Unglücks- oder Notfällen oder Bränden schnell und kompetent Hilfe leisten. Kein Feuerwehrfahrzeug fährt von alleine zur Einsatzstelle!

Wer für den zwischen allen Verfahrensbeteiligten festgelegten und vom Gemeinderat Johannesberg einstimmig verabschiedeten Standort ist, muss beim Bürgerentscheid am kommenden Sonntag mit NEIN stimmen", heißt es in einer Pressemitteilung.

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