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Gemeinsam fuhren diese zum Schullandheim Hobbach (Lkr. MIL) und bezogen dort reservierten Räumlichkeiten, nach dem Einrichten des Schulungsraum und dem ersten Abendessen, startete um 18:30 Uhr das erste Ausbildungsthema. Jean-Marcel Puff, Leiter des DB Betriebsbezirk 1 Hanau und zuständig für das DB Notfallmanagement in unserem Bereich, referierte über die Aufgaben eines DB Notfallmanagers. Die Schwerpunkte der Ausbildung bildeten die Organisation des DB Notfallmanagement, die Ausrüstung des Notfallmanagers und dessen Einsatzmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr.

Als nächster Punkt auf der Agenda für das Wochenende, stand die Diskussion und Fragerunde mit dem Vertreter der Kreisbrandinspektion, Kreisbrandinspektor Frank Wissel. Wissel lobte das Engagement der anwesenden Kameraden, an einem solchen Wochenende teilzunehmen und dankte für die stetige Bereitschaft zum Dienst am Nächsten. Es folgte das Vorstellen verschiedener Projekte im Landkreis, welche auch teilweise die Feuerwehr Gemeinde Karlstein betreffen. Im Anschluss wurde rege über das eine oder andere Ereignis diskutiert und auch Fragen der Teilnehmer von ihm beantwortet.

Der letzte Punkt am Freitagabend galt einem neuen Thema, das vor allem im Ausland die Feuerwehren schon länger beschäftigt - der Sicherheitsassistent. Der Sicherheitsassistent, im Ausland auch „Safety Officer" genannt, ist eine Person, welche dem Einsatzleiter den Rücken in Bezug auf die Sicherheit an der Einsatzstelle freihält. Ein interessantes Thema mit vielen Facetten, welches durch Zugführer Florian Faller vorgestellt wurde. Ob die Feuerwehr Gemeinde Karlstein einen Sicherheitsassistenten in Zukunft einsetzen wird, ist noch nicht beschlossene Sache. Es müssen zuerst noch verschiedene Eckpunkte besprochen und festgelegt werden. Auch gilt es das System zuerst einmal noch weiter bekannt zu machen, um Akzeptanz zu schaffen. Die Feuerwehr Gemeinde Karlstein wird das System, für ihr Einsatzgebiet, weiter ausarbeiten, aber auch die weitere Entwicklung in der weiteren Feuerwehrwelt beobachten. Um 22:00 Uhr endete der erste Ausbildungstag und ging in eine gemütliche Runde über.

Weiter ging es am Samstagmorgen, nach dem Frühstück, mit dem Thema Feuerwehreinsatzpläne und Brandmeldeanlagen. Kommandant Andreas Emge, stellte die beiden zugehörigen Merkblätter des ILS Bereich Bay. Untermain kurz vor. Danach musste jeder Teilnehmer am Seminar, einen Feuerwehreinsatzplan „studieren“ und verschiedene Informationen daraus der Runde mitteilen. Der Abschluss dieser Ausbildungseinheit, endete mit dem Vorstellen der über 20 Objekte in Karlstein, welche über eine VdS zugelassene Brandmeldeanlage verfügen. 

Ab 10:00 Uhr erhielt Herr Stefan Hofer von der Kriminalpolizei Aschaffenburg das Wort. Herr Hofer ist Brandermittler im K1 und berichtete über seine Arbeit. In einem sehr kurzweiligen Vortrag stellte er die Möglichkeiten der modernen Brandermittlung vor. Anhand vieler Fallbeispiele berichtete er über verschiedenste Möglichkeiten der Ermittlungen, Täterprofile und über das Strafmaß, welches Brandstifter zu erwarten haben. Ein Großteil der Ausbildung nahmen auch die Dinge in Anspruch, welche wir als Feuerwehr an Brandstellen beachten können. Hier kann vieles falsch gemacht werden, was unter Umständen den Erfolg der Brandermittler gefährdet. 

Nach dem Mittagessen wurde ein neues Löschmittel vorgestellt, welches Vorteile bei der direkten Brandbekämpfung bringen soll. Der Entwickler und auch Hersteller des Produktes „Trident“, wie auch der für uns zuständige Händler, stellten dieses neue Produkt vor. Ein interessantes Löschmittel, mit vielen Möglichkeiten! Der theoretischen Vorstellung des Produktes mit vielen Videos und Bildern, soll noch ein praktischer Versuch im neuen Jahr folgen. Erst danach, werden die verantwortlichen Personen der Feuerwehr Gemeinde Karlstein, über eine evtl. Einführung weiter nachdenken.

Zugführer Klaus Müller, verantwortlich für den Bereich der Gemeindlichen Führungsstelle (GFS), stellte das neue Konzept zum Betrieb der GFS vor. Erste Erfahrungen mit den neuen Formularen, konnten schon beim Unwetter am 18.08.2019, gesammelt werden. Es wurden noch einmal die „Laufwege“ vorgestellt und besprochen, um das System weiter abzurunden. Ob alles so funktioniert wie gedacht, müssen die nächsten praktischen Übungen zeigen. Weiter ging es mit Zugführer Guido Kaiser und dem Leiter Atemschutz Klaus Weis. Seit Mitte 2018 arbeitet die Feuerwehr Gemeinde Karlstein, an einem Sonderprogramm zur Erhöhung der Anzahl an Atemschutzgeräteträgern in unserer Feuerwehr. Guido Kaiser stellte das bisher Geleistete, in Wort und Bild vor und gab auch einen Ausblick in das kommende Jahr 2020. Klaus Weis belegte den Erfolg in Zahlen. Zum Jahresende 2019 wird die Anzahl der nach FwDV 7 zugelassenen Atemschutzgeräteträger, um etwa 1/3 höher liegen als zum Jahresende 2018. Eine weitere Erhöhung zeichnet sich bereits jetzt für das kommende Jahr 2020 ab.

Wespenberater Patrick Müller, brachte uns als nächstes wertvolle Informationen zum Thema „Umgang mit Wespen und Hornissen im Feuerwehreinsatz“. Für viele von uns war dies absolutes Neuland. Tatsächlich erfuhren wir sehr viel über den Lebenszyklus der Tiere und die Arterkennung der gleichen. Abgerundet wurde das ganze durch Fallbeispiele aus dem Feuerwehralltag.

Besonders erfreut waren wir, dass auch Karlsteins Bürgermeister Peter Kress, uns in Hobbach besuchte. Nach dem Abendessen um 18:00 Uhr, führten wir eine Diskussionsrunde über Feuerwehrthemen aber auch sonstige Dinge, das Gemeindegebiet Karlstein betreffend, durch. Jeder hatte hier die Chance, Themen einmal anzusprechen welche ihn beschäftigten und/oder interessieren. Gegen 19:30 Uhr wurde dann die Diskussionsrunde, im gemütlichen „Felsenkeller“ des Anwesens fortgeführt. Bis spät in die Nacht hinein, wurde dann diskutiert und debattiert, gemütlich gegessen und getrunken, was auch zu einem solchen Wochenende dazu gehört.

Am Sonntagmorgen ging es dann pünktlich um 09:00 Uhr weiter. Alle anwesenden Gruppenführer mussten einfache Kleineinsätze als Planspiel durchführen. Immer wieder interessant waren die Ansätze und Lösungen der Kameraden, aber bekanntlich führen ja viele Wege nach Rom. Ziel dieser Planspiele waren vor allem die Lösungsansätze, wie die Kameraden die Sache angingen. Der zweite Schwerpunkt hierbei lag, welche Maßnahmen durch externe Kräfte zu leisten sind bzw. welche externen Stellen zumindest informiert werden müssen. Dies alles zu beachten, bedarf schon viel Fachwissen und Erfahrung, welches durch solche Planspiele vermittelt werden soll. 

Ab 11 Uhr stellte der stellvertretende Kommandant der Feuerwehr Gemeinde Karlstein, Thomas Merget, die fertige Ausschreibung des neuen Einsatzleitfahrzeuges ELW 1 vor. Viel Elektronik, viel EDV, viel Technik wird darin enthalten sein. Ein sehr komplexes Fahrzeug mit noch komplexerer Technik, welches für die Zukunft viel Neues bringen wird. Mit etwas Glück wird der ELW 1, am nächsten Führungskräfteseminar 2020, zur Verfügung stehen.

Der letzte Punkt vor dem Mittagessen, galt der Aussprache. Kommandant Andreas Emge bedankte sich bei allen Teilnehmern für das erfolgreiche und sehr konstruktive Wochenende, am Ende wünscht er allen Kameraden ein schönes Wochenende mit Ihren Liebsten. Nach dem Mittagessen erfolgte das Räumen der Zimmer und der Ausbildungsräume, das Gepäck wurde verladen und gemeinsam wurde die Heimfahrt nach Karlstein angetreten.

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