Bis 2030 fehlen im MKK über 15.000 Fachkräfte

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Die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage an beruflich und akademisch qualifizierten Fachkräften wird, sofern die jetzigen Voraussetzungen konstant bleiben, in den kommenden Jahren immer größer. Dies belegt der von den hessischen IHKs aufgelegte Fachkräftemonitor, dessen aktualisierte Daten ab dem 06.06.2018 online abrufbar sind.

In diesem Jahr gibt es in ganz Hessen 2.192.000 Fachkräfte. Der Fachkräftemonitor schätzt, dass es im Jahr 2030 nur noch 1.746.000 sind – ein Rückgang um fast 20% in nur zwölf Jahren. Für den Main-Kinzig-Kreis prognostiziert der Fachkräftemonitor bis 2020 einen Fachkräfteengpass von rund 8.000 Personen. Bis 2030 könnte dieser voraussichtlich auf bis zu 15.400 Personen anwachsen.

Im Main-Kinzig-Kreis sind, wie in Hessen insgesamt, alle Branchen bei der Personalsuche vor Herausforderungen gestellt. Besonders deutlich zu spüren sein werden die Engpässe bei den Dienstleistungen. Übertroffen wird diese Fachkräftelücke bis 2030 nur noch im Gesundheits- und Sozialwesen, wo sie schon heute deutlich spürbar ist. Zwar besteht laut Prognose des Fachkräftemonitors auch ein Mangel an akademischen ausgebildeten Mitarbeitern, allerdings fällt dieser deutlich geringer als bei Personen mit dualer Ausbildung aus. Der Bedarf an technisch qualifizierten Fachkräften wird hessenweit als gleichbleibend bei circa. 52.000 Fachkräften jährlich projiziert.  

Die Belegschaften altern

Während das Angebot an Fachkräften abnimmt, steigt deren Durchschnittsalter immer weiter an. Vor zehn Jahren betrug dieses im Main-Kinzig-Kreis über alle Wirtschaftszweige hinweg 40,5 Jahre, heute liegt es bereits bei 44,4 Jahren. Bis 2030 steigt es voraussichtlich auf 46,8 Jahre. „Immer mehr Fachkräfte werden in den kommenden Jahren altersbedingt aus dem Berufsleben scheiden. Damit geht der Verlust von wertvollem Know-how einher“, warnt Dr. Gunther Quidde, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern. „Unternehmer sollten deswegen frühzeitig künftige Mitarbeiter anwerben oder, besser noch, selbst ausbilden. Hierbei muss es auch darum gehen, auch Bewerber zu berücksichtigen, die früher durchs Raster gefallen wären. ‚Frauen in Männerberufen‘, Ältere, Migranten – die Unternehmen merken bereits, dass sie flexibler werden müssen bei der Personalauswahl. Gemeinsam mit unseren Nachbar-IHKs und der Bundeswehr haben wir vor kurzem auf das Potential ausscheidender Zeitsoldaten hingewiesen. Wir stießen damit auf großes Interesse bei den Unternehmen.“ so Quidde.

Der IHK-Fachkräftemonitor ist eine Gemeinschaftsentwicklung der IHKs und der WifOR GmbH. Er dient als Informationsbasis für Politik und Unternehmen. Er ist ein Instrument, um regionale Entwicklungen von Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt besser zu erkennen und dadurch unternehmerische Entscheidungen zur Beschäftigtenstruktur zu erleichtern.

Die Prognosen basieren auf einem wissenschaftlich fundierten Modell. Berücksichtigung finden insbesondere die zeitliche Entwicklung sowie regionale und branchenbezogene Besonderheiten. Es fließen unter anderem die Ergebnisse der Konjunkturbefragung der Industrie- und Handelskammern ein, welche die Einschätzungen der Unternehmerinnen und Unternehmer vor Ort widerspiegeln.

Abgerufen werden kann die jährlich aktualisierte Version unter: http://www.fachkraefte-hessen.de/

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