Alle Ausbildungsbetriebe geehrt

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Alle zwei Jahre ehrt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern Unternehmen, die aktiv ausbilden, mit Urkunden oder unterstützt deren Personalmarketing mit werbewirksamen Aufklebern.

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Damit hebt die IHK die hohe Bedeutung der beruflichen Bildung für die Fachkräftesicherung in den Unternehmen hervor.

Mittlerweile bewerten zwei Drittel der hiesigen Unternehmen, so viele wie nie zuvor, den Fachkräftemangel als ihr größtes Konjunktur-Risiko. Zugleich gibt es in allen Branchen kleine, mittlere und große Unternehmen, die sich dank einer guten Ausbildungs- und Personalpolitik deutlich leichter tun, Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Wichtige Instrumente dieser Unternehmen sind die duale Ausbildung und die darauf aufbauenden Weiterbildungen.

Wie gestalten solche Unternehmen ihre Personalpolitik? Was kann die IHK davon lernen und wie kann sie diese und andere Unternehmen unterstützen? Darüber informierten sich IHK-Präsident Dr. Norbert Reichhold, Vizepräsident Karl-Friedrich Rudolf, Hauptgeschäftsführer Dr. Gunther Quidde und Miriam Fuchs, Leiterin der IHK-Berufsbildung, bei Betriebsbesuchen in Hanau, Gründau, Steinau a. d. Str. und Sinntal. Sie übergaben den vier herausragenden Ausbildungsbetrieben ganz persönlich ihre Urkunden – als Dank für besonderes Engagement und stellvertretend für viele andere engagierte Ausbildungsbetriebe.

Moderne Kaffeeautomaten sind technische Wunderwerke
Noch immer vertreibt die Hanauer „Herbert Kämmerer & Söhne GmbH“ als regionaler Großhändler Tabakwaren. Bekannter ist der 65 Mitarbeiter zählende Mittelständer aber als Anbieter von Kaffeemaschinen sowie hochwertigen Kaffeesorten. Das Sortiment reicht von kleinen Vollautomaten über Maschinen für Büros und Geschäfte bis hin zu zur Spitzenklasse mit Brühleistungen von über 2.000 Tassen am Tag. Dank starkem Service, defekte Maschinen werden kundengerecht repariert, gehören selbst renommierte Ketten zu den Kunden.

Im Krisenjahr 2009 begann das Unternehmen, Automatenfachleute auszubilden. Schon damals war der Fachkräftemangel absehbar. Wie Geschäftsführer Gabriel Kämmerer berichtete, leidet das Image des anspruchsvollen Berufs, es geht um Elektronik und Mechanik, es fließt aber auch Wasser in den Geräten, noch immer darunter, dass viele Menschen bei dem Berufsbild zuvorderst an Spielhallen denken und nicht an Mechatronik. Dabei werden die Ausbildung und der Beruf durch die Integration neuer, bargeldloser Bezahlsysteme in die Maschinen noch hochwertiger.

Auch Chinesen schätzen die duale Ausbildung
Seit 1958 sorgen Putzmeister-Pumpen auf dem Bau für Arbeitserleichterung. Der Weltmarktführer für die Förderung, Verteilung und Einbringung von Beton und anderen Materialien übernahm vor rund 30 Jahren das Gelände der früheren WIBAU AG in Gründau, um dort zu produzieren. Seit 2012 gehört die „Putzmeister Concrete Pumps GmbH“ zur chinesischen „Sany Heavy Industry Co., Ltd.“, die Putzmeister zum Markenlieferanten für das Weltmarktgeschäft rund um Pump- und Fördersysteme außerhalb Chinas entwickelt.

Werkleiter Roman Riebenstahl berichtete der von IHK-Präsident Dr. Norbert Reichhold angeführten Delegation, dass im etwa 300 Mitarbeiter zählenden Werk in Gründau hinreichend Fachkräfte vorhanden sind. Lediglich in Einzelfällen mangele es an Spezialisten. Man zahle den hohen Metalltarif Baden-Württemberg und bilde vor allem Konstruktionsmechaniker aus. Die Vorteile der dualen Ausbildung seien der chinesischen Mutter gut zu vermitteln, leider verliere das Unternehmen gute Fachkräfte, die studieren, zu oft aus den Augen, klagte Riebenstahl.

Top-Qualität verlangt gute Mitarbeiter
Historische Fassade im Bauhaus-Stil mit teilweise als Museum dienendem Bürotrakt, dahinter aber eine hochmoderne Produktion und Entwicklung: Die Steinauer „Dreiturm GmbH“ ist längst keine einfache Seifenfabrik mehr, sondern ein bedeutender Lohnhersteller und Abfüller von nicht sterilen Arzneimitteln in flüssiger und halbfester Darreichungsform. Das Unternehmen glänzt in Europa und darüber hinaus ferner als Full-Service-Anbieter von Kosmetikprodukten, Reinigungs- und Pflegemitteln und chemisch-technischen Produkten.

Wie Geschäftsführer Hans-Jürgen Schuder und Personalleiterin Iris Falatik der IHK-Spitze berichteten, bildete das Unternehmen viele der rund 350 Mitarbeiter selbst aus, zum Beispiel zu Chemikanten. Weil das so gut läuft, wird überlegt, künftig zusätzlich Maschinen- und Anlagenführer auszubilden. Für engagierte junge Mitarbeiter werden zudem Weiterbildungs- und Studienangebote vorgehalten. Angesichts des hohen Fachkräftebedarfs wurden die Möglichkeiten, Flüchtlinge auszubilden und zu beschäftigen, sorgfältig erörtert.

Saubere Luft, weniger Lärm, viel Fachwissen
Die vor 25 Jahren in Sinntal gegründete „AIR-SONIC GmbH“ entwickelt und konstruiert große Katalysatoren und Schalldämpfer zur Luftreinhaltung und Lärmbekämpfung. Die gemeinsam mit Partnerfirmen hergestellten Produkte finden sich in vielen großen stationären und mobilen Industriemotoren, zum Beispiel in Blockheizkraftwerken oder Biogasanlagen. Längst erfolgen sowohl die Herstellung als auch der Vertrieb der Abgasstrecken europaweit, die Produkte des Zulieferers für den Maschinen- und Anlagenbau sind aber weltweit im Einsatz.
Auch kleinere Unternehmen können sehr gut ausbilden, wie dieses Sterbfritzer Beispiel mit 15 Mitarbeitern belegt. Gründer Ernst Walter, er ist Maschinenbau-Ingenieur, bildet gemeinsam mit Konstrukteur Eric Schülein derzeit zwei Auszubildende aus – eine Kauffrau für Büromanagement und einen Produktdesigner. Ziel ist es unter anderem, altersbedingt ausscheidende Kollegen zu ersetzen. Das Unternehmen vergibt darüber hinaus auch Studienarbeiten. Positiv bewertet Walter zudem die Ausbildung zum Maschinenbau-Techniker in Schlüchtern.

Foto: Von IHK-Präsident Dr. Norbert Reichhold (r.) und Hauptgeschäftsführer Dr. Gunther Quidde (2.v.l.) sowie Miriam Fuchs (l.), Leiterin der IHK-Berufsbildung, ausgezeichnet wurde die Herbert Kämmerer & Söhne GmbH. Geschäftsführer Gabriel Kämmerer (3.v.l.) freute sich sehr über die Urkunde.

Foto: Roman Riebenstahl (3.v.l.), Leiter im Gründauer Putzmeister-Werk.

Foto: IHK-Vizepräsident Karl-Friedrich Rudolf (2.v.r.) überreichte die Urkunde für vorbildliche Ausbildungsbetriebe an Personalleiterin Iris Falatik (3.v.l.) und Dreiturm-Geschäftsführer Hans-Jürgen Schuder (3.v.r.) im Beisein von zwei Auszubildenden sowie von Hauptgeschäftsführer Dr. Gunther Quidde sowie Miriam Fuchs, Leiterin der IHK-Berufsbildung.

Foto: Auch AIR-SONIC-Geschäftsführer Ernst Walter (Mitte) und der für die Ausbildung verantwortliche Mitarbeiter Eric Schülein freuten sich über die Urkunde und den Gedankenaustausch mit der IHK.

Foto-Quelle: IHK

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