Positive Bilanz nach erstem Handwerkskongress

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So viel Handwerk auf einem Fleck hat man in Hanau selten gesehen. Erstmals wagte sich die Kreishandwerkerschaft Hanau am Sonntag auf ein neues Parkett und veranstaltete im Congress Park Hanau (CPH) eine Zusammenkunft für die gesamte Branche.

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Meister, leitende Angestellte und deren Familien aus allen der Kreishandwerkerschaft angeschlossenen Verbänden und Innungen waren dazu eingeladen. Zwar waren dem Ruf der KH nicht alle gefolgt, doch für eine Premiere könne man wirklich zufrieden sein, bilanzierte Kreishandwerksmeister Martin Gutmann beim Blick in die gut gefüllten Reihen im großen Saal des CPH.

Für das Tagesprogramm aus Information und Unterhaltung hatten KH-Geschäftsführer Axel Hilfenhaus und sein Team unterhaltsame Gäste eingeladen: den HR1-Moderator Kai Völker, den FFH-Dummfrager Boris Meinzer, das Hanauer Comedy-Eigengewächs Andy Ost sowie als Gastreferent den Bestsellerautor und Dachdeckermeister Jörg Mosler. Dieser verriet den Unternehmern, was es alles braucht, um sich beim Tauziehen um qualifizierte Mitarbeiter gut in Position zu bringen: unter anderem Emotionen und ein klares Bild von dem, für was ein Unternehmen steht. Und auch im Foyer des CPH tat sich einiges. Mehr als 20 Dienstleister und dem Handwerk verbundene Unternehmen nutzten den sogenannten Marktplatz der Möglichkeiten, um sich an Informationsständen zu präsentieren.

Bei den Debatten auf der Bühne drehte sich alles um die Chancen und Herausforderungen des Handwerks. In Grüppchen diskutierten mit Moderator Kai Völker unter anderem Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky, IHK-Präsident Dr. Norbert Reichhold, der heimische Landtagsabgeordnete Heiko Kasseckert (CDU), die erste Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises, Susanne Simmler, Kreishandwerksmeister Martin Gutmann sowie Wolfgang Kramwinkel, der Präsident der Arbeitgeberverbände des Hessischen Handwerks.

Mehr als Chance denn als Bedrohung sahen die Diskutanten die Digitalisierung, die auch vor dem Handwerk nicht halt mache, wie alle Beteiligten übereinstimmend feststellten. „Neben einer Industrie 4.0 brauchen wir auch ein Handwerk 4.0“ sagte IHK-Präsident Reichhold: Wer - wenn nicht die Handwerker - soll die Technik der Smarthomes einrichten? Und Oberbürgermeister Kaminsky versprach, dass man im Zuge der im Regionalverband FrankfurtRheinMain anstehenden Verhandlungen um neue Gewerbeflächen alles tun werde, um den Unternehmen in Hanau weitere Entwicklungsmöglichkeiten zu geben.

Vom Format des Kongresses zeigten sich die Teilnehmer angetan. „Ich finde, da gehören viel Mut und Ideen dazu, solch eine Veranstaltung zu organisieren“, sagte Wolfgang Kramwinkel. Er betonte die Chancen für alle Gewerke durch eine engere Zusammenarbeit. Viele Kunden wünschten immer mehr Dienstleistungen aus einer Hand. „So ein Treffen des Handwerks bietet eine wunderbare Gelegenheit, Kollegen aus anderen Innungen kennenzulernen und Kontakte für gemeinsame Projekte zu knüpfen.“

Auch in den Innungen selbst war die Resonanz überwiegend positiv: “Wenn die Kollegen rufen, dann muss man doch dabei sein“, so der Ehren-Obermeister der Fleischer-Innung, Richard Kober, der vor Ort seinen 82. Geburtstag feierte. Michael Dörr, Obermeister der seit Kurzem wieder der Hanauer Handwerksfamilie zugehörigen Friseurinnung, befand, dass der Start durchaus gelungen sei und man darauf in den kommenden Jahren aufbauen könne. Mit Blick auf die Zukunft meinte Thomas Wenzel, Obermeister Metall-Innung Hanau: „Ich glaube, peppige Events wie diese tun dem Image des Handwerks gut.

Dass es dem Handwerk in der Region auch weiter gutgeht, dafür will auch Landrat Thorsten Stolz sorgen, der den Handwerkern per Video zugeschaltet wurde und versprach, dass auch weiterhin 80 Prozent aller öffentlichen Aufträge im Kreisgebiet an die heimischen Unternehmen gehen werden.

Innungen und Verbände

Beim 1. Handwerkskongress der Kreishandwerkerschaft Hanau beteiligten sich die Dachdecker Innung für den Main-Kinzig-Kreis, die Innung für Elektro- und Informationstechnik Main-Kinzig, die Gold-, Silberschmiede und Graveur-Innung für den Main-Kinzig Kreis, die Innung für das Maler- und Lackiererhandwerk Hanau, die Fleischer-Innung Hanau, die Innung für das Raumausstatter-Handwerk Hanau, die Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Hanau, die Metall-Innung Hanau, die Innung für das Tischler-Handwerk Hanau, die Innung des Bauhandwerks, der Landesinnungsverband des Gläserhandwerks Hessen sowie die Friseurinnung Hanau.

Die Aussteller beim Handwerker-Kongress

Angegliedert an den Kongress gab es einen sogenannten Markt der Möglichkeiten, an dem sich die Besucher rund um die Dienstleister und viele dem Handwerk eng verbundene Unternehmer informieren konnten. Dazu zählten: Allgemeine Mediation Rhein-Main-Neckar e.V., AOK Gesundheitskasse in Hessen, Agentur für Arbeit Hanau, edles electro distributiv Rhein-Ruhr GmbH, EnergieNetz GmbH, Frankfurter Volksbank, Gesellschaft für Wirtschaftskunde, Hanauer Anzeiger, IKK classic, die Junioren des Handwerks Hanau, Kommunales Center für Arbeit, MEWA, mp Group GmbH, Pilot - evangelische Fachstelle für Jugendberufshilfe Hanau, Signal Iduna Gruppe, Sparkasse Hanau, Stadtwerke Hanau, Wirtschaftsförderung Hanau.

Foto: Volles Haus beim 1. Hanauer Handwerkskongress im CPH.
Foto: Die Innungsobermeister mit Moderater Kai Völker (ganz links).

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