Gynäkologisches Krebszentrum am Klinikum Hanau rüstet auf

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Sie beschützen die Lymphbahnen und die anderen Lymphknoten vor allem, was dort nichts zu suchen hat, egal ob Giftstoffe, Erreger oder gar wandernden Krebszellen und können so auch eine Ausbreitung des Tumors verhindern.

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Deshalb haben die Wächterlymphknoten auch ihren bildlichen Namen bekommen. Das gynäkologische Krebszentrum am Klinikum Hanau hat jetzt nicht nur seinen Laparoskopieturm aufgerüstet, so dass bei Bauchspiegelungen gestochen scharfe Bilder die Arbeit der Ärzte erleichtern, sondern gleichzeitig auch die sogenannte ICG-Technik neu eingeführt, die bei gynäkologischen Tumoren die Identifikation von Wächterlymphknoten vereinfacht. Dabei wird den Patientinnen der fluoreszierende, ungiftige Farbstoff Indocyaningrün (ICG) gespritzt, der von Tumorzellen befallene Wächterlymphknoten auf dem Bildschirm während der Tumor-Operation grün aufleuchten lässt. Die eingefärbten Knoten können dann gleich mit entfernt und die Betroffenen vor weiteren Komplikationen bewahrt werden. Gleichzeitig können die Ärzte so sicherstellen, dass nicht mehr als Lymphknoten als nötig entfernt werden. „Mit der Einführung der ICG-Methode bieten wir unseren Patientinnen die modernsten operativen Methoden und können eine radioaktive Belastung vermeiden“, erklärt Prof. Dr. med. Thomas Müller, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe und Leiter des zertifizierten gynäkologischen Krebszentrums.

Die ICG-Methode kommt hauptsächlich in der Behandlung von Tumoren in der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) oder im Gebärmutterhals (Zervix) zum Einsatz. Bei der bisherigen Behandlungsmethode wurde den Patientinnen zur Identifikation von Wächterlymphknoten eine kleine Menge Radioaktivität injiziert, die dann mit einer Sonde aufgespürt werden mussten. Das heißt, die Ärzte konnten die Knoten nicht sehen, sondern nur hören. „Der Einsatz von Indocyaningrün schont nicht nur die Patientinnen, sondern ist auch für uns eine große Arbeitserleichterung“, so Zentrumskoordinator Roland Fricker. Bereits seit 1998 gehört die Wächterlymphknotenmarkierung bei Brustkrebs am Klinikum Hanau zum Standard, damit hat das Haus schon damals eine Vorreiterrolle in der Bundesrepublik eingenommen.

Im zertifizierten gynäkologischen Krebszentrum, das eine GynOnko-Studienzentrale und –Ambulanz einschließt, werden die Betroffenen am Klinikum Hanau rundum betreut und finden alle Ansprechpartner unter einem Dach. Zusätzlich sorgen drei speziell weitergebildete Experten mit Schwerpunkt gynäkologische Onkologie sowie zwei weitere Kollegen in operativer Ausbildung und spezialisiertes Pflegepersonal dafür, dass sich die Patientinnen bestens aufgehoben fühlen. Zwei Studynurses, betreuen und sorgen für eine prüfgerechte Durchführung nationaler und internationaler klinischer Studien, so dass Betroffene schon heute von den Therapiemöglichkeiten von morgen profitieren können. Im wöchentlichen interdisziplinären Tumorboard werden die einzelnen Fälle von den Experten der betroffenen Fachbereiche besprochen und so die individuell beste Therapie für jede Patientin erarbeitet.

Foto: © Dr. Alessandro Buda / KARL STORZ SE & Co. KG

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