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„Unser wesentliches Ziel ist es zurzeit, die Gesundheit der Menschen zu schützen, die von uns begleitet werden beziehungsweise in der BWMK-Gruppe arbeiten“, unterstreicht der Vorstandsvorsitzende Martin Berg, der auch dem Organisationsstab des BWMK (Behinderten-Werk Main-Kinzig e.V.) angehört.

Dieses Gremium wurde bereits im Februar 2020 gegründet, um in der jetzigen Situation schnell und zielgerichtet agieren zu können. Dem Organisationsstab gehören Vorstand, Betriebsrat und Personalchef sowie Vertreter der Abteilungen Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagement, Beschwerdestelle, Kommunikation und Grundsatzfragen an. „Information gibt Sicherheit“, so Berg. Es sei von Anfang an Ziel des Organisationsstabes gewesen, relevante Informationen und Entscheidungen zu bündeln und zielgerichtet an die Führungskräfte und Teams vor Ort weiterzugeben. Das Spektrum reiche von Hygienevorschriften über aktuelle Verordnungen des Landes Hessen, Regelungen für das Homeoffice bis hin zum Aktionsplan im Falle einer möglichen Corona-Erkrankung in den Wohnbereichen. Zusätzlich zu den Informationen, die auch im Intranet abrufbar sind beziehungsweise über die sozialen Kanäle des BWMK verbreitet werden, habe man ein Info-Telefon für interne und externe Anrufer eingerichtet. Dieses sei montags bis freitags von 8-18 Uhr unter 06051/9218 1999 zu erreichen.

Im Zweitagesrhythmus werden bei den Konferenzen des Organisationsstabes in den Zentralen Diensten des BWMK in Gelnhausen auf Basis der erhobenen Daten und der Sachlage Entscheidungen für die unterschiedlichen Bereiche des Sozialunternehmens getroffen. Abstimmungen, die zwischendurch nötig sind, erfolgen per Telefon oder auf digitalem Weg. Insbesondere die Situation in den Wohnstätten, Apartmenthäusern und Wohngruppen des BWMK zwischen Schlüchtern im Nordosten und Hanau im Südwesten des Main-Kinzig-Kreises erfordere viel Umsicht, so der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Joachim Schröck. Durch das Betretungsverbot der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM), Tagesförderstätten und Tagesstätten seien viele Menschen mit Beeinträchtigungen nun rund um die Uhr in den Wohnbereichen zu betreuen. Ein striktes Besuchsverbot für die Wohnbereiche hatte das BWMK bereits am 16. März beschlossen – und entsprechend alle Bewohnerinnen und Bewohner, Eltern, Angehörige, gesetzlichen Betreuer und das Personal informiert. „Wir wissen, dass das Besuchsverbot für alle eine große Belastung darstellt. Umso mehr freuen wir uns über das Verständnis, das für diese Entscheidung aufgebracht wird“, unterstreicht Martin Berg. Hinsichtlich Hygiene und Infektionsschutz werde alles getan, um die Menschen bestmöglich zu schützen. An diversen Standorten des BWMK werden auch Behelfs-Masken aus kochfestem Stoff hergestellt und an die Teams in den Wohnbereichen verteilt, um die Gefahr der weiteren Verbreitung des Virus zu verringern. Das Betretungsverbot für die Arbeitsbereiche bedeute nicht, dass dort alles stillstehe.

„Unser Personal hat sich so organisiert, dass die wichtigsten Dienstleistungen weiterhin erbracht werden können - zum Beispiel in der Reha-Werkstatt Groß-Auheim, die sich auf digitales Dokumentenmanagement spezialisiert hat“, berichtet Berg. Außerdem seien die Werkstätten verpflichtet, eine Notbetreuung für diejenigen Menschen mit Beeinträchtigungen aufrechtzuerhalten, die anderweitig keine Möglichkeiten hätten. Der Betrieb im Inklusionsunternehmen „Heinzelmännchen“ müsse ebenfalls weitergehen, weil dort unter anderem Wäsche aus Kliniken und Seniorenheime gewaschen werde. „Als Sozialunternehmen leisten wir natürlich auch in der Krise unseren Beitrag“, so Berg, „und zwar für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen.“ Zum Beispiel seien auch die beiden Supermärkte des BWMK-Tochterbetriebs „1+1 Markt- und Servicegesellschaft“ geöffnet. Die Märkte in Bad Soden-Salmünster sowie in Hanau-Kesselstadt haben bereits vor der Corona-Krise auf Bestellung Lebensmittel ausgeliefert, auch dieser Service steht weiterhin für alle zur Verfügung.

Foto: Der Organisationsstab des BWMK tritt regelmäßig zusammen, um den Herausforderungen der Corona-Krise für das Sozialunternehmen zu begegnen.

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