Martin Berg seit 25 Jahren an der Spitze des BWMK

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Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Ideen. Und so wurde das 25-jährige Wirken von Martin Berg im BWMK (Behinderten-Werk Main-Kinzig e.V.) nicht wie geplant mit einem großen Fest, sondern mit einem Corona-gerechten Überraschungs-Empfang im Inklusionsbetrieb Grün&Grün in Altenhaßlau gefeiert.

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Bis zur letzten Sekunde hatte es Berg für einen gewöhnlichen Besuch auf dem Wochenmarkt am Glashaus gehalten. Bis er unter einem Vorwand gebeten wurde, schnell mal das Betriebsgebäude der Inklusionsfirma aufzusuchen. Dort hatten gute Geister bereits alles für einen stilvollen Steh-Empfang vorbereitet – inklusive ausreichendem Sicherheitsabstand zwischen den Tischen. 25 Jahre im Einsatz für das BWMK, zunächst als Geschäftsführer und seit 2011 als Vorstandsvorsitzender – das wurde vom stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Joachim Schröck in einer ebenso persönlichen wie berührenden Rede gewürdigt. Martin Bergs Ehefrau Caroline, Personalchef Georg Hollerbach, Verwaltungsleiter Thomas Weber sowie Lilo Schaffer, die Vorsitzende des Lebenshilfe-Vereins Hanau, schlossen sich den herzlichen Worten und Glückwünschen an.

Die überaus erfolgreiche Entwicklung in der BWMK-Gruppe sei untrennbar mit dem Namen Berg verknüpft, betonte sein Stellvertreter. Er gratulierte insbesondere auch im Namen des Verwaltungsrates und dessen Vorsitzender Doris Peter, die an der Feierstunde nicht teilnehmen konnte. „Sie haben in den zurückliegenden Jahren dafür gesorgt, dass die BWMK-Gruppe regional, landesweit und bundesweit allerhöchste Anerkennung erfährt und in vielen Dienstleistungsbereichen als Trendsetter gesehen wird“, so Schröck. Darüber hinaus sei das Sozialunternehmen wirtschaftlich gut aufgestellt und ein verlässlicher Partner für Menschen mit Beeinträchtigungen sowie für Kunden und Kooperationspartner aus Wirtschaft und Gesellschaft.

Seit seiner Gründung 1974 habe sich das BWMK bemerkenswert entwickelt. Zur Gruppe zählen heute Beratungsstellen, Werkstätten, Wohnangebote, Kindertagesstätten, eine inklusive Grundschule, ein inklusiver Bildungscampus sowie sieben Tochterunternehmen. Das BWMK ist mit seinen Angeboten für Menschen mit Beeinträchtigungen sowie seinem Dienstleistungsspektrum für Kunden an mehr als 50 Standorten im Main-Kinzig-Kreis vertreten. Dass Martin Bergs Arbeitsjubiläum in einem Inklusionsbetrieb gefeiert wurde, passt zu einem Visionär, der konsequent die Arbeitswelt für Menschen mit Beeinträchtigungen erschlossen hat und immer wieder neue Wege geht, um durch Arbeit und Bildung Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Inklusionsbetriebe sind Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes und beschäftigen je zur Hälfte Menschen mit und ohne Behinderungen unter tariflichen Bedingungen. Der jüngste Inklusionsbetrieb in der Reihe der BWMK-Töchter ist die Westpark GmbH in Hanau-Steinheim. Deutschlands erstes inklusives Gesundheits- und Fitnesszentrum wurde unter großer Beachtung der Öffentlichkeit im Oktober 2019 eröffnet. Dort können Menschen mit Behinderung nicht nur in einem barrierefreien Umfeld etwas für die Gesundheit tun; auch das Team des Westparks besteht aus Kolleginnen und Kollegen mit und ohne Handicaps.

Leidenschaft und Innovationsfähigkeit zählen wohl zu den augenfälligsten Eigenschaften Bergs – und seine Liebe zum Fußball, die er seit vielen Jahren als Vorsitzender der SG Bad Soden lebt. Auch dort lässt ihn seine Berufung nicht so ganz los: Ihm ist es zu verdanken, dass die SG Bad Soden seit 2015 Deutschlands erste inklusive Fußballmannschaft in den regulären Spielbetrieb integriert hat.

Zur Person

Martin Berg, Jahrgang 1961, stammt aus Bad Soden-Salmünster. Von 1992 bis 1995 war er als Mitglied des Lebenshilfe-Vereins Schlüchtern ehrenamtliches Vorstandsmitglied des Behinderten-Werk Main-Kinzig e.V. und hatte das Amt des Schatzmeisters inne. Von 1995 an arbeitete er als Geschäftsführer des BWMK. Nach der Neuordnung der Vorstandsebene ist Martin Berg seit Juni 2011 amtierender Vorstandsvorsitzender. 2012 wurde er mit großer Mehrheit zum Vorstandsvorsitzenden der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen e.V. (BAG:WfbM) gewählt und im November 2016 in seinem Amt bestätigt. Er ist Aufsichtsratsvorsitzender der Genossenschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Mitte eG (GDW) sowie der Landesarbeitsgemeinschaft WfbM Hessen. Außerdem ist er Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Inklusionsbetriebe Hessen e.V.

Foto: Großes Lob und glückliche Gesichter (von links): Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Joachim Schröck, Personalchef Georg Hollerbach und Verwaltungsleiter Thomas Weber gratulierten Martin Berg zu 25 Jahren Wirken an der Spitze des BWMK.

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