Corona-Verordnungen: „Unverhältnismäßig und trotzdem nicht ausreichend“

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„Weitere Maßnahmen sind sicherlich notwendig, um die zunehmende Ausbreitung des Covid-19-Virus zu erschweren, aber die getroffenen Maßnahmen sind größtenteils unverhältnismäßig“, erklärt Michael Graf, Kreisgeschäftsführer des BVMW (Bundesverband mittelständische Wirtschaft), Kreisverband Main-Kinzig, nach den Vorgaben der Bundesregierung vom vergangenen Mittwoch.

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So sei es nicht nachvollziehbar, warum über die gesamte Gastronomie-Branche oder auch über Gesundheits- und Fitnessstudios ein generelles Tätigkeitsverbot verhängt werde. Die meisten Gastronomen hätten sich in den vergangenen Wochen als äußerst verantwortungsbewusst und kreativ gezeigt und teilweise Hygienekonzepte entwickelt, die über das geforderte Maß hinaus gingen, sagt Graf: „Es ist mir kein einziger Fall bekannt, in dem sich Menschen in einem unserer seriösen und gediegenen Gaststätten und Restaurants infiziert haben. Ebenso verhält es sich mit Fitnessstudios, die sogar einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Immunstärke leisten können.

Vielmehr sieht Graf die Gefahrenquellen im Bereich der privaten geselligen Zusammenkünfte und auch dem Schulbetrieb. Hier sei es nicht der Unterricht selbst, sondern die schulische Umgebung: der Schulbus, der Pausenhof, der Schulweg. Der BVMW-Kreischef: „Da fehlt die Kontrolle des Staates. Es reicht nicht, durch härtere Maßnahmen immer mehr Unternehmen die Existenzgrundlage zu nehmen, wenn nicht durch die Exekutivorgane des Staates die Einhaltung durchgesetzt wird.“ Vielmehr würden die vorhandenen Maßnahmen durchaus ausreichen, die Pandemie einzudämmen, wenn nur die Umsetzung konsequenter erfolgen würde.

Im Sinne der Mittelständler fordert der Verband die Politik auf, die neuen Verordnungen nochmals zu überdenken. Michael Graf: „Es müssen Konzepte entwickelt werden, mit denen die tatsächlichen Infektionsherde wie private Feiern, Verantwortungslosigkeit im Umgang mit den Grundregeln und die Gefahr durch den Schulbetrieb in den Griff bekommen werden.“ Nur so könne man der Pandemie dauerhaft Herr werden, ohne Dutzenden von Betrieben die Grundlage ihres Wirkens zu entziehen.

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