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Dieser übernimmt die Planung nach den individuellen Vorstellungen des Bauherren und entwirft die Grundrisse, berücksichtigt die gewünschten Materialien und geht auch auf ganz besondere Wünsche ein.

Architektenhaus – wie läuft das ab?

Architekten und Kunden erfassen im Vorfeld alle relevanten Daten. Dazu gehören Grundstücksgröße und Lage, gewünschte Baumaterialien und Nutzungszwecke und natürlich das Budget. Die Vorstellungen vom eigenen Haus sind so individuell wie der Kleidungsstil. Der eine liebt es funktional, der andere den Glitzer. Letztendlich schlägt sich das in den Kosten nieder. Hier lassen sich Einsparungen vornehmen, wenn Fertigbauweisen durch Architekten individualisiert werden, statt von A bis Z auf ein Architektenhaus zu bestehen.

Bei beiden Bauplänen steht natürlich der Erwerb des Grundstücks an erster Stelle. Denn von ihm hängt ab, ob die Wünsche realisiert werden können. Jede Lage hat Besonderheiten, die berücksichtigt werden müssen.

Was kostet der Architekt?

Als grobe Richtlinie kann die Honorarordnung für Architekten (HOAI) gelten. Allerdings können Architekten die Honorare zwischen dem Mindest- und Höchstsatz der HOAI auch frei bestimmen und mit dem Bauinteressenten aushandeln. Wie hoch das Honorar am Ende sein wird, richtet sich nach dem Umfang der Leistungen des Architekten. Die sind in Leistungsphasen aufgeschlüsselt und werden prozentual berücksichtigt. Die Höhe der anrechenbaren Baukosten und der Kompliziertheit des Baus an sich, sind ebenfalls für das Honorar relevant.

Es heißt für ein Einfamilienhaus ist mit ca. 12 bis 15 % der Gesamtbaukosten als Honorar für den Architekten zu kalkulieren. Das kann natürlich variieren, wenn nicht alle neun Leistungsphasen vom Architekten betreut werden.

Die Architektenkosten gelten als Baunebenkosten, hier kommen aber auch noch weitere hinzu (Statiker, Energieausweis, Versicherungen etc.).

Warum der Architekt wichtig ist?

Sollen die individuellen Wünsche fachgerecht und sicher umgesetzt werden, kann auf die Erfahrung eines Architekten nicht verzichtet werden. Planungsfehler sind am Ende oft teurer als das Architektenhonorar. Außerdem bringt der Architekt ein Netzwerk mit, mit dem er gut zusammenarbeitet. Er würde niemanden empfehlen, der seinem Image schadet. Zudem kann er ggf. bei den Dienstleistern auch günstigere Angebote einholen, als der Bauherr als Neukunde.

Gerade die aktuelle Zeit in der Pandemie macht deutlich, dass es nicht so einfach ist, an Materialien heranzukommen oder Handwerker beschäftigen zu können. Selbst für Kommunen eröffnen sich hier Schwierigkeiten. Mit einem kompetenten Architekten an der Seite werden sich eher Lösungen finden lassen, als als Einzelkämpfer.  Dies hilft dann vor allem bei der Einhaltung des Zeitplans. Denn die Handwerksbetriebe planen langfristig und wenn der Zimmermann den Dachstuhl nicht aufbringen kann, weil das Haus noch nicht steht, können Wetterbegingen oder volle Auftragsbücher erhebliche Zeit kosten.

Fazit: Ein Architektenhaus ist einerseits zwar ein kostenintensives Projekt, bietet aber auf der anderen Seite die bestmöglichen Bedingungen für ein einzigartiges Bauwerk. Zudem ist der Architekt ein Ansprechpartner für alle Themen rund um den Bau, kann einschätzen, was realisiert werden kann und Empfehlungen für Baumaterialien geben, die haltbarer oder leistungsfähiger sind. Einsparungen in der Planung können sich bitter rächen und die Architektenkosten bei Weitem übersteigen.

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