„Das Hafen-Projekt ist eine beispielhafte Leistung“

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Eine mit 5.000 Euro dotierte Anerkennung hat die Baugesellschaft Hanau beim 2. Hessischen Preis für Innovation und Gemeinsinn „Miteinander im Quartier“ des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen für ihr Konzept „Kunst und Kultur im Hafenquartier in Hanau“ erhalten.

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„Diese Würdigung durch Staatsminister Tarek Al-Wazir zeigt einmal mehr, wie innovativ und zeitgemäß die Baugesellschaft Hanau arbeitet. Das Hafen-Projekt ist eine beispielhafte Leistung, von der die Stadtgemeinschaft profitiert und die jetzt auch seitens des Landes hohe Wertschätzung erfahren hat“, freut sich der Aufsichtsratsvorsitzende und Oberbürgermeister der Stadt Hanau, Claus Kaminsky (SPD), über die Anerkennung.

Der Hessische Preis für Innovation und Gemeinsinn wurde zum zweiten Mal ausgelobt und stand unter dem Motto „Miteinander im Quartier“. Gesucht wurden hier Konzepte oder Konzeptansätze für generationengerechtes Wohnen im Quartier. Der Preis wurde mit insgesamt 75.000 Euro Preisgeld ausgestattet. Damit will das Land die weitere Ausarbeitung und Konkretisierung konzeptioneller Überlegungen unterstützen und so zu deren späterer Verwirklichung im Quartier beitragen.

„Wir haben unser Konzept ‚Kunst und Kultur im Hafenquartier in Hanau‘ eingereicht“, erläutert Jens Gottwald, Geschäftsführer der Baugesellschaft, und ergänzt, dass das zuerkannte Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro für die Umsetzung der geplanten Projekte im Hafenquartier, die das Miteinander der bunt gemischten Bewohnerschaft fördern und die Gemeinschaft stärken sollen, eingesetzt wird. Mit ihrem Projekt „Hühner erobern die Stadt“ hat die Baugesellschaft Hanau ein Stück Natur in die Stadt geholt und ermöglicht es Mietern, in Wohnanlagen mit mehrgeschossigem Wohnungsbau gesunde Hühner zu halten. Ziel des Projekts sind ökologische und soziale Aspekte, wie die Stärkung des sozialen Zusammenhalts und der Mietergemeinschaften, aber auch Senioren ein sinnvolles Hobby zu geben und Stadtkindern Kontakt zur Tierwelt zu ermöglichen. Selbstverständlich steht das „antibiotikafreie“ Huhn im Vordergrund.

Das Projekt „Ehemalige Hafenkneipe als Ort der Begegnung“ wird durch die Bewohner des Hafens eigenverantwortlich aktiv mitgestaltet. Das nachbarschaftliche Zusammenleben soll durch gemeinsame Aktivitäten gefördert werden. Das BWMK (Behinderten-Werk Main-Kinzig e.V.) entwickelt derzeit gemeinsam mit dem Verein LebensGestaltung e.V. ein Konzept für einen Ort der Begegnung für alle Bewohner und Menschen aus dem näheren Sozialraum des Hafens in den Räumlichkeiten der ehemaligen „Hafenkneipe“. Die Art der Begegnung ist hierbei in verschiedenen Formen und Angeboten angedacht, beispielweise ein offener Treff für die Umsetzung von Projekten in Form von Ausstellungen, Literaturvorstellungen, Büchertausch, Theater oder Musik, aber auch ein Ort um sich an bestimmten Tagen auf einen gemeinsamen Kaffee zum gegenseitigen Austausch zu treffen. „Sozialunternehmen wie das BWMK tragen dazu bei, dass das Miteinander von unterschiedlichen Menschen mit und ohne Behinderungen gelingt. Vielfalt wird als Potenzial wahrgenommen und bereichert das Zusammenleben im Quartier“, unterstreicht Joachim Schröck, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des BWMK, die Bedeutung der Kooperation.

In der Erdgeschosszeile am Hafenplatz entstehen zehn Künstlerateliers, die zu besonders günstigen Mietpreisen, je nach Renovierungszustand ab 1,60 €/m² angemietet werden können. Die Fenster werden zu bodentiefen Schaufenstern vergrößert, um die Ateliers zum Hafenplatz zu öffnen. Durch kreative Aktivitäten, wie Ausstellungen oder andere öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen, sollen die Künstler das Hafenquartier beleben. Geprüft wird derzeit die Umsetzung der Projektidee „Freizeitplatz für Alle (inklusiver Spielplatz)“. Grundgedanke ist dabei, dass ein inklusiver Spielplatz beispielsweise ein Ausflugsziel für umliegende Schulen für Kinder mit und ohne Behinderung werden und Menschen über das Hafenquartier hinaus ansprechen.

Bereits seit einigen Jahren laufen umfassende Sanierungsarbeiten an und in der Liegenschaft am Hanauer Mainhafen. Die Baugesellschaft Hanau hatte sich als Eigentümer des denkmalgeschützten Gebäudekomplexes, der 1924 bis 1927 erbaut wurde, für eine Aufwertung des einst hochangesehenen Quartiers entschieden, in dem seinerzeit Arbeiter, Angestellte und Beamte des Hanauer Mainhafens und dort angesiedelter Unternehmen wohnten. Mit innovativen Konzepten, die unter anderem günstige Wohnungen zum Selbstausbau vorsahen, und der Idee, „Kunst und Kultur am Hafen“ anzusiedeln, wurde erfolgreich für eine Wiederbelebung gesorgt. Über die positive Entwicklung freut sich auch nur Jens Gottwald: „Die Zeit des großen Leerstandes am Hafentor ist zu Ende. Wir arbeiten heute mit zahlreichen Projektpartnern zusammen und haben gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen das richtige Konzept gefunden, um den Hafen wieder zu beleben. Darauf können wir gemeinsam stolz sein und ich bedanke mich beim Land Hessen für diese Anerkennung.“

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