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Das Land ist bekannt für seine Maquiladoras – die weiterverarbeitende Industrie setzt Einzelteil zum Beispiel in der Automobilbranche zu Dreiviertel- oder Fertigware für den Export zusammen. Diese Fertigungsstandorte befinden sich zumeist entlang der Grenze zu den USA. Jedoch bietet Mexiko auch hervorragende Bedingungen für die eigene Produktion direkt vor Ort. Durch seine Nähe zu den USA und als Tor nach Südamerika sowie 46 verschiedene Freihandelsabkommen, bietet Mexiko den idealen Standort, um Waren zu produzieren und zu verschicken, aber auch die Erschließung des Binnenmarkts bietet erhebliches Potential und macht Mexiko zu einem attraktiven Produktionsstandort.

Infrastruktur in Mexiko

Mexikos Lage und die vorhandene Infrastruktur bieten neben Südamerika und den USA auch Zugang zu Kanada. Das ausgeprägte Netz mit über 1800 Flughäfen (und damit die drittgrößte Anzahl weltweit) ermöglicht das schnelle Versenden von Waren. Doch auch das Schienennetz wird eine immer wichtigere Rolle spielen – durch die Megafusion von Canadian Pacific und Kansas City Southern entsteht eine durchgehende Güterbahnverbindung von Mexiko über die USA bis Kanada. Güter werden durch das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) und bald das United States – Mexico – Canada Agreement (USMCA) einfach und schnell exportiert. Im Jahr 2017 wurden bereits 900 Millionen Tonnen Fracht transportiert und alle Orte in kontinental USA sind innerhalb von 48 Stunden zu erreichen. Des Weiteren sind Investitionen in Höhe von 40 Milliarden US-Dollar in die mexikanische Infrastruktur geplant.

Damit ist Mexiko ein attraktiver Standort für ausländische Investitionen, was auch eine Umfrage der Handels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen, welche die attraktivsten Länder für Investitionen in der Welt in den nächsten drei Jahren ermittelt, bestätigt. Mexiko, durch die Landesgrenze mit den USA sehr gut vernetzt, landet dort auf Platz 8. Auf der Weltrangliste für Export und Import liegt Mexiko auf Platz 12.

Industrien Mexikos

Ein weiterer Vorteil ist die hohe Diversität an Industrien. und damit Möglichkeiten von Synergieeffekten. Neben den traditionellen Exportgütern Öl und landwirtschaftliche Erzeugnisse haben auch viele andere Branchen Mexiko als Fertigungsstandort entdeckt. Die Automobil- und Zulieferindustrie ist ein wichtiges Standbein Mexikos mit Exportziel USA, bereits jedes zweite in Mexiko gefertigte Auto ist für den US-Markt bestimmt. Als Beispiel sei hier Audi genannt, der deutsche Automobilhersteller eröffnet sein 12. Werk in Mexiko, beschäftigt knapp 5300 Mitarbeiter und produziert über 150.000 Autos. Auch Daimler und BMW haben 2018 und 2019 neue Werke in Mexiko eröffnet. Weitere namhafte deutsche Unternehmen der Chemieindustrie haben Mexiko als attraktiven Standort wahrgenommen und produzieren hier: BASF, Beiersdorf und Bayer.

Produkte der Luftfahrzeugtechnik werden immer mehr gefragt und deren Exporte werden sich laut Prognosen verdoppeln. Mexiko ist bereits größter Exporteur von Flachbildfernsehern, die Elektroindustrie ist eine wachsende Branche und auch für Computer, Kopfhörer und Mikrophone nimmt Mexiko Platz 4 weltweit ein. Die Vielzahl an Unternehmen und Branchen ermöglichen Vorteile und potenzielle Supply Chain Partner folgen.

Politische Vorteile

Neben dem NAFTA und damit erleichterter Zugang zu den USA und Kanada hat Mexiko noch 45 weitere Freihandelsabkommen weltweit. Die EU ist seit 2000 ein wichtiger Handelspartner, allen voran Deutschland mit 19 Milliarden Euro Handelsvolumen im Jahr 2020. Diese Abkommen bieten vorteilhaften grenzüberschreitenden Handel mit geringer handelspolitischer Unsicherheit und steuerliche Vorteile sowie Zollbegünstigungen. Das Inflationsniveau ist ebenfalls stabil und nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds wird es nur zu Schwankungen von etwa 3% kommen. Im Doing Buisness Score erhält Mexiko 72 von 100 Punkten und macht es damit zu Platz 1 der lateinamerikanischen Länder.

Arbeitskräfte

Der Hauptgrund warum Unternehmen vermehrt in Mexiko produzieren liegt an den gut ausgebildeten Arbeitskräften. Wettbewerbsfähige Lohnkosten bei hoher Qualität sprechen für Mexiko. Der Großteil der mexikanischen Bevölkerung ist im produktiven Alter und damit bietet Mexiko sehr gute Standortvorteile im Bezug auf Humankapital. Jährlich bringen die Universitäten und Schulen 120.000 Ingenieursabsolventen hervor und das Land belegt damit Platz 8 weltweit. Audi hat beispielsweise ein eigenes Ausbildungszentrum im Land eröffnet. Dies zieht mehr und mehr Unternehmen nach Mexiko und lässt das produzierende Gewerbe wachsen.

Mexiko etabliert sich als sehr guter Produktionsstandort und kann mit einigen Standortvorteilen wie Humankapital und Infrastruktur auftrumpfen. Branchencluster und Freihandelsabkommen ermöglichen zudem einen einfachen Export und die Nähe zur USA ist ein entscheidender Kostenvorteil im Transport. Mexiko selbst bietet zudem ein großes Potential im Inlandsmarkt. Vor allem Automobilunternehmen haben diese Chancen erkannt und investieren vermehrt in mexikanische Produktionsstätten und nutzen auch schon die über Jahrzehnte aufgebauten Lieferantennetzwerke in die USA. Aber auch mittelständische Unternehmen zieht es vermehrt nach Mexiko, um die vielen wirtschaftlichen Potentiale des produzierenden Gewerbes auszuschöpfen.

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