Pheromone und ihre Wirkung

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Obwohl es bei Männchen und Weibchen vieler Spezies verschiedenster Tierarten bekannt ist, dass diese mit Hilfe von chemischen Signalen, sogenannten Pheromonen, kommunizieren, so war es bisher nicht hundertprozentig gesichert, dass der Mensch genauso chemische Signale aussendet und wahrnimmt.

Schwedische Wissenschaftler haben durch gezielte Forschung am Gehirn mithilfe von Brain-Imaging Techniken neue Beweise gefunden, die dafür sprechen, dass der Mensch, sowohl Mann als auch Frau, in der Lage ist, unterbewusst Geruchssignale zu versenden und zu empfangen. Dabei hat man erkannt, dass jedes Geschlecht unterschiedlich auf solche Gerüche reagieren.

Mittlerweile machen sich auch Parfumproduzenten dies zunutze und stellen Düfte her, wie z.B. Alluramin, die Pheromone enthalten.

Definition Pheromon

Pheromone sind per Definition durch Luft übertragene Signale, die der Körper, zum Großteil, unbewusst und automatisch aussendet. Das kann über den Schweiß oder den Urin des Menschen erfolgen. Dabei wird ein physischer oder emotionaler Effekt bei Artgenossen derselben Spezies hervorgerufen.

Die meisten Tiere riechen bzw. nehmen Pheromone durch eine spezielle, halbmondförmige Struktur innerhalb der Nase wahr, mit dem Namen „vomeronasales Organ“. Durch das Nervensystem wird das empfangene Signal zur Verarbeitung in den Hypothalamus gesendet. Dieser ist dafür bekannt Emotionen und Hormone, die auf die Reproduktion und Sexualverhalten Einfluss haben zu beeinflussen. Gerüche, die kein Pheromon für die entsprechende Spezies enthalten, wie z.B. der Duft einer Blüte oder der Geruch nach frisch gekochtem Essen, werden in einem anderen Teil der Nase wahrgenommen, nämlich der Riechschleimhaut.

Erkenntnisse bezüglich des Einflusses von Pheromonen auf den Menschen

Ein starkes Indiz für die Wirkung bzw. des Einsatzes von Pheromonen beim Menschen wurde von Dr. Martha McKlintock aufgezeigt. Diese entdeckte 1998, dass der Menstruationsrhythmus von Frauen, die sehr viel Zeit miteinander verbringen oder zusammenleben, sich synchronisieren. Das liegt an chemischen Signalen im Schweiß der Frau, die hormonell einen Einfluss auf Artgenossinnen haben.

Eine weitere Studie im Journal Neuron, der Ausgabe des Augusts 2017, untersuchte 24 Männer und Frauen mit Hilfe von PET (positron emission tomography), einer Scanning Technik zum Analysieren von Gehirnaktivität, bezüglich der Reaktion der Testpersonen, während diese synthetisierte, aber chemisch idente Geschlechtshormone des Menschen, z.B. Estrogen und Testosteron beschnupperten.

Dr. David Berliner ist ein Experte auf dem Gebiet der chemischen Signale und Signalverarbeitung, sowie ein CEO von Pherin Pharmaceuticals, die synthetische Pheromone herstellen. Er behauptet, dass die aktuellen Studien stark dafürsprechen, dass menschliche Pheromone existieren und Frauen mit Männern, und umgekehrt, miteinander auf chemische Weise kommunizieren können. Es wurden besonders in der letzten Zeit sehr klare Indizien gefunden, die besagen, dass bestimmte Areale des Gehirns durch gewisse Pheromone aktiviert werden bzw. reagieren, so die Experten.

Dr. Ivanka Savic Leiter des Karolinska Instituts stellte fest, dass hormonähnliche Gerüche bzw. Pheromone den Hypothalamus im Gehirn, welcher normalerweise bei gewöhnlichen Gerüchen keine Reaktion zeigt, aktivieren. Gleichzeitig konnte man erkennen, dass die Gehirne von Mann und Frau komplett unterschiedlich auf Pheromone reagieren.

Pheromonprodukte für den Menschen

Immer deutlicher zeichnet sich die Tatsache ab, dass Pheromone noch immer eine gewisse Rolle im Leben der Menschen spielen. Kein Wunder ist es daher, dass sich Pharmafirmen diesen Fakt zunutze machen und Produkte herstellen die Pheromone enthalten. Dabei werden allerdings, wie in jeder Werbung häufig Versprechen getätigt, die zu schön sind um wahr zu sein. Deshalb leiden Pheromonparfüms oder ähnliches oftmals unter einem schlechten Ruf. Das ist auch mit gutem Grund so.

Allerdings sprechen die wissenschaftlichen Erkenntnisse immer stärker für die Wirksamkeit von Pheromonen. Wer darüber nachdenkt solche Pheromone kaufen zu wollen, dem sei geraten sich zuvor ausgiebig zu informieren und sich bei der Wahl des richtigen Produktes Zeit zu lassen.

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