Der große Trend - CBD Öl, doch was kann es wirklich?

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Cannabidiol (CBD) wird derzeit als eine Art Wundermittel angepriesen. Der nicht psychoaktive Wirkstoff der Cannabispflanze soll Krankheiten und Beschwerden lindern, den Schlaf fördern und findet auch in zahlreichen Kosmetika Verwendung. Was aber steckt wirklich hinter diesem Stoff und was sollte man in diesem Zusammenhang wissen?

Seitdem im Jahr 2011 medizinisches Cannabis auch in Deutschland verschreibungspflichtig erhältlich ist, hat es einige interessante Entwicklungen gegeben. In der breiten Öffentlichkeit werden die Pflanze bzw. ihre Blüten zwar immer noch hauptsächlich als illegale Droge wahrgenommen, doch die enthaltenen Wirkstoffe sind weitaus mehr als nur Rauchmittel. Neben dem Tetrahydrocannabinol (THC), welches hauptsächlich für die berauschende Wirkung verantwortlich ist, sind über 100 weitere Cannabinoide bekannt, die alle unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Eines dieser Cannabinoide ist das CBD.

Keine berauschende Wirkung

Cannabidiol ist also eines von über 100 Cannabinoiden, die aus der Cannabispflanze gewonnen werden können. Es kann in verschiedenen Formen konsumiert werden, etwa als Öl oder auch als Kapseln. Auch in Deutschland sind derartige Präparate frei verkäuflich, denn im Gegensatz zu THC weist CBD keinerlei berauschende Wirkung auf. Die Einsatzmöglichkeiten von CBD gehen weit über Kosmetika und Arzneien hinaus, inzwischen hat sich ein richtiger Hype um CBD Produkte entwickelt. Neben den Befürwortern und Konsumenten entsprechender Produkte gibt es allerdings auch Kritiker, die die Wirkung des CBD anzweifeln.

Wirksamkeit wissenschaftlich untersucht

Zwar ist CBD noch nicht so gut erforscht wie beispielsweise THC, dennoch liegen zahlreiche Studien in Bezug auf die Wirkmechanismen vor. Die positiven Wirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden konnten in diesen Studien belegt werden. Insbesondere können demnach Betroffene von ADHS, Fibromyalgie, Migräne, Rheuma, Parkinson sowie Schlaf- und Angststörungen von den positiven Wirkungen des CBD profitieren. Auch in Bezug auf Alzheimer, Krebs oder Schizophrenie werden entsprechende Studien durchgeführt, bislang noch ohne stichhaltige Ergebnisse. Die Wirkung des Stoffes ist jedoch unzweifelhaft wissenschaftlich bestätigt worden.

Absprache mit einem Arzt ist ratsam

Wer sich für CBD interessiert und die Wirkung selber erfahren möchte, sollte hierzu unbedingt einen Arzt aufsuchen und das Vorhaben mit ihm zusammen besprechen. Insbesondere bei vorliegenden Erkrankungen an der Muskulatur gilt es die Einnahme von CBD mit dieser Erkrankung abzustimmen und mögliche Nebenwirkungen auszuschließen. Wichtig ist es vor allem auch, CBD-Präparate zu verwenden, die als Arzneimittel gekennzeichnet sind. Aufgrund des aktuellen Hypes um CBD gibt es auch zahlreiche Anbieter, die zweifelhafte Präparate auf den Markt bringen. Wer auf Nummer sicher gehen will, konsultiert seinen Hausarzt und lässt sich ein offizielles CBD-Arzneimittel verschreiben.

Es bleibt abzuwarten, ob sich der CBD-Trend halten, etablieren oder abflauen wird. Man kann davon ausgehen, dass zukünftig neben CBD auch andere Wirkstoffe der Cannabispflanze und ihre Wirkmechanismen genauer erforscht werden. Bei der schieren Anzahl von Cannabinoiden ist es wahrscheinlich, dass im Rahmen dieser Untersuchungen neue wissenschaftliche Erkenntnisse über Wirkungszusammenhänge und medizinisches Potenzial der Cannabispflanze herauskommen. Vor allem die breite Legalisierung von Cannabis in den USA wird dieser Entwicklung entgegenkommen.

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