Palliativversorgung und Schmerztherapie

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Um Menschen mit einer nicht mehr heilbaren Erkrankung und begrenzten Lebenserwartung eine spezialisierte medizinische Versorgung und fürsorgliche Betreuung zu ermöglichen, haben die Main-Kinzig-Kliniken in Schlüchtern in diesem Jahr eine neue Station eröffnet: die Palliativstation.

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Damit umzugehen, wenn die Möglichkeiten der modernen Medizin zur Heilung ausgeschöpft sind, ist für Betroffene, Angehörige, aber auch die an der Behandlung Beteiligten eine anspruchsvolle Aufgabe. „Die Befreiung bzw. Linderung von schwerwiegenden Symptomen steht im Mittelpunkt der Behandlung“, so die Ärztliche Leiterin der Palliativstation Dr. Diana Mäser. Daher wird der kommende „Arzt im Dialog“-Abend nicht nur das Thema Palliativversorgung, sondern auch die Schmerztherapie in den Fokus rücken. Die Veranstaltung mit Dr. Mäser sowie Oberarzt Frank Thiel, Leiter der stationären Schmerztherapie, findet am Donnerstag, den 7. November um 19 Uhr im Vortragsraum der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Schlüchterner Krankenhauses statt.

Auf der Palliativstation arbeiten mehrere Berufsgruppen eng zusammen: Palliativärzte und sogenannte „Palliative Care Pflegekräfte“ gemeinsam mit Physio- und Ergotherapeuten, Seelsorgern, Sozialarbeitern und Psychologen. Sie alle eint der Anspruch, die Bedürfnisse des Patienten in den Mittelpunkt zu stellen, um ihm zu einer letzten Lebensphase in Würde, Selbstbestimmung und mit bestmöglicher Lebensqualität zu befähigen. Auch bei der Behandlung chronischer Schmerzen ist die Zusammenarbeit unterschiedlicher medizinischer Fachbereiche nötig, um einen dauerhaften Erfolg sicherzustellen. Seit dem Jahr 2014 bieten die Main-Kinzig-Kliniken die Behandlungsoption der „Multimodalen Stationären Schmerztherapie“ (MSS) an. „Ärzte und Therapeuten verschiedener Fachrichtungen arbeiten gemeinsam mit dem Patienten an der Verbesserung der jeweiligen Schmerzsituation“, so Oberarzt Frank Thiel. In verschiedenen Studien konnte nachgewiesen werden, dass beispielsweise Schmerzempfinden, Vitalität, Wohlbefinden und Arbeitsfähigkeit durch Schmerztherapie deutlich verbessert wurden und auch über einen längeren Zeitraum stabil blieben.

Im Rahmen des Informationsabends wird auch darauf eingegangen, für welche Patientengruppen die Aufnahme auf einer Palliativstation in Frage kommt, welche räumlichen Gegebenheiten und Abläufe die Betroffenen in Schlüchtern erwarten können und wie die Angehörigen betreut werden. All dies wird gut verständlich und anhand von Beispielen erläutert. Auch für die Fragen der Besucher nehmen sich die Mediziner selbstverständlich Zeit. Der Besuch der Informationsveranstaltung ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.

Fotos: Dr. Diana Mäser, Ärztliche Leiterin der Palliativstation, und Frank Thiel, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie.

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