Direktere Hilfe für Pflegebedürftige und Angehörige

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Der Main-Kinzig-Kreis gehört zu den wenigen Landkreisen in Hessen, in denen eine Reihe von pflegenden Angehörigen noch direktere praktische Hilfe und Begleitung erhält als das sonst üblich ist.

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Das individuelle „Case Management“ als zusätzliches Beratungsangebot wird seit dem 1. Juli erprobt. Aus den ersten Fällen konnte das Team um die Projektkoordinatorin Silke Heller bereits erste Erkenntnisse ziehen und sie nun zusammen mit Irmhild Neidhardt, Leiterin der Abteilung Leben im Alter in der Kreisverwaltung, teilen, und zwar mit dem Rheingau-Taunus- und dem Schwalm-Eder-Kreis, die ebenfalls Modellkreise sind.

Unter der für die Koordination des Case Managements in der Kreisverwaltung zuständigen Silke Heller werden individuelle Fälle analysiert, ein Versorgungsplan erstellt und die Hilfesuchenden bei allen Schritten der Organisation notwendiger pflegerischer Versorgungsmaßnahmen begleitet. „Uns geht es darum, dass wir so tiefgehend wie möglich alle Prozesse begleiten und reflektieren. Wir wollen herausfinden, wo wir diese Schritte für die Betroffenen noch vereinfachen oder eben durch weitere Angebote von außen die Situation erleichtern können“, erklärt Silke Heller.

Dazu gehört, von Grund auf feste Abläufe in den Prozessen zu etablieren und etwa Hausärzte und Sozialdienste der Krankenhäuser mit einzubinden. „Jeder Fall bleibt individuell“, betont Irmhild Neidhardt. „Wir haben uns aber entschieden, zum Zwecke der Vergleichbarkeit und auch als verlässliche Struktur für die Betroffenen die Abfragen und die Orientierung in der Pflegelandschaft zu vereinheitlichen. Das könnte auch ein erstes oberes Ziel sein, dass wir sozusagen eine Einstiegshilfe in die neue und meist überfordernde Situation für pflegende Angehörige schaffen.“

Mit den beiden anderen Landkreisen besprachen Irmhild Neidhardt und Silke Heller die ersten Erfahrungen, die im Main-Kinzig-Kreis noch etwas größer ausfielen als in den anderen Landkreisen. Das liegt daran, dass der Main-Kinzig-Kreis direkt zum Start des Modellprojekts mit einer fest zugeordneten Projektleitung gestartet ist und auch die Arbeit unmittelbar aufnehmen konnte. In den anderen Landkreisen konnte etwa die Projektleitung erst im September beziehungsweise zum Monatsanfang Oktober vergeben werden. Dennoch entspann sich ein intensiver Austausch darüber, wie man die Zielgruppen für das Projekt erreicht, zum Beispiel über einen intensiveren Kontakt zu den Krankenhäusern und dem Entlassmanagement. Ein anderer Weg könnten gut genutzte Netzwerke innerhalb der Verwaltung sein.

„Im Main-Kinzig-Kreis beschreiten wir diese beiden Wege schon und haben auch starke Netzwerke, auf die wir in dem Modellprojekt gerne zurückgreifen. Wichtig ist, dass die Netzwerkpartner von den Angeboten der anderen Partner wissen und Betroffene und Angehörige darauf verweisen können, am besten in einem einheitlichen und individuell-sensiblen Verfahren“, fasste Irmhild Neidhardt zusammen.

Foto: Den individuellen Fall vertiefen, um im Ganzen Erleichterungen zu schaffen, das ist das Ziel der Arbeit in den Modellkreisen. Von links: Henning Pfannkuch, Annika Quanz (Schwalm-Eder-Kreis), Silke Heller (Projektbeauftragte Case Management im Main-Kinzig-Kreis), Elke Jörg-Piper (Rheingau-Taunus-Kreis), Irmhild Neidhardt (Abteilungsleitung Leben im Alter) und  Carmen Matthias (Rheingau-Taunus-Kreis).

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