Hochwasser in Langenselbold

Die Hochwasserlage ist auch am Samstag im Main-Kinzig-Kreis weiterhin angespannt. Nachdem es am Freitag im östlichen Kreisgebiet zu massiven Überschwemmungen kam, wurden in der Nacht zum Samstag unter anderem in Gelnhausen und Langenselbold die Höchststände erreicht. Am Samstagmorgen wurden allerdings wieder sinkende Pegelstände gemeldet. Zahlreiche Freiwillige Feuerwehren aus dem gesamten Main-Kinzig-Kreis sind bereits seit Freitag im Einsatz und wurden dabei vom Technischen Hilfswerk (THW) unterstützt. Tausende Sandsäcke wurden verteilt, Straßen mussten gesperrt und Keller ausgepumpt werden. Entwarnung kam am Samstagvormittag zunächst aus Wächtersbach, dort ist allerdings weiterhin die Zufahrt nach Neudorf über Aufenau wegen des Kinzig-Hochwassers gesperrt. Dies wird vermutlich auch noch einige Tage anhalten. Die Zufahrt nach Neudorf ist somit bis auf Weiteres nur über das Freischwimmbad und Weilers möglich.

Als Flaschenhals hat sich wieder Gelnhausen erwiesen, Burgbrücke und das Pumpwerk in der Burgstraße hielten allerdings den Wassermassen stand. In der Nacht wurde der Höchststand mit 4,54 Metern gemessen. Kritisch wurde es, als das Wasser kurzzeitig ins Ziegelhaus drückte, aber auch hier konnten laut Bürgermeister Daniel Glöckner (FDP) größere Schäden vermieden werden. Hinter Gelnhausen verteilte sich das Wasser dann wie erwartet auf einer größeren Fläche, dennoch waren auch in Langenselbold die Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft. Bürgermeister Timo Greuel (SPD) meldet am Samstagmorgen, dass durch die neuen Rückhaltebecken größere Überflutungen verhindert werden konnten. Die Gründau trat aber dennoch über die Ufer, am Marktplatz, Steinweg, Uferstraße und Wassergasse standen mehrere Keller unter Wasser.

Die Aufsicht über die Hochwassersituation liegt beim Regierungspräsidium Darmstadt, von dort wird am Samstagnachmittag die nächste Prognose erwartet.

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