Stromnetz der Kreiswerke nicht auf dem neuesten Stand?

Vogler
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Ein Ausfall der Stromversorgung ist immer ärgerlich und kommt stets zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Im ländlichen Raum des Main-Kinzig-Kreises kam es bereits im vergangenen Jahr zu einigen Unterbrechungen bei der Lieferung von elektrischer Energie. Kabelfehler, Defekt im Umspannwerk oder Mängel an der Überlandleitung wurden dann als Begründung nachgereicht.

In der vergangenen Woche war es in Biebergemünd wieder einmal so weit: Ein leichtes Flackern der Beleuchtung und dann blieben die Lampen in der Abenddämmerung dunkel. Da mittlerweile der Sonnenstand deutlich höher ist, als im Winter, blieb den Betroffenen die Suche nach Taschenlampen und anderen Hilfsmitteln erspart. Nach rund 20 Minuten kam der Strom wieder. Was blieb, war die Neueinrichtung diverser Uhren an Elektroherd & Co.

Mit diesem rund 20minütigen Ausfall haben die Kreiswerke bereits im März 2019 den Durchschnittswert von Unterbrechungen bei der Stromversorgung klar übertroffen. Im vergangenen Jahr waren es bei den Kreiswerken als "Grundversorger" insgesamt deutlich mehr als 15 Minuten, die von der Bundesnetzagentur als durchschnittliche Stromausfallzeit (2016) angegeben werden. Gleichwohl ist die Stromversorgung in Deutschland sehr stabil. Die durchschnittliche Unterbrechungsdauer je angeschlossenem Letztverbraucher liegt bei 12,80 Minuten. Die Netzbetreiber müssen überdies der Behörde einen Bericht zu allen in ihrem Netz auftretenden Unterbrechungen, die länger als drei Minuten sind, vorlegen.

So gesehen werden der Aufsichtsbehörde des Bundes überdurchschnittlich diverse Berichte der Kreiswerke Main-Kinzig vorliegen. Glaubt man der hinter vorgehaltener Hand vorgetragenen Ursachenforschung, ist das Netz der Kreiswerke nicht gerade auf dem neuesten Stand. In den vergangenen Jahren habe es offenbar an den nötigen Investitionen gemangelt. Auf dem "flachen Land" gebe es durchaus noch eine Reihe von sehr betagten Leitungsmasten - oft aus witterungsanfälligem Holz - und die Technologie in den Umspannwerken sei ebenfalls erneuerungsbedürftig.

Gewiss, ein Versorger kann nicht überall gleichzeitig alle Leitungen modernisieren. Die sich häufenden Unterbrechungen deuten aber daraufhin, dass in der Vergangenheit zu wenig getan wurde, um die Versorgungssicherheit mindestens auf den Bundesdurchschnitt anzuheben. In Anbetracht der üppigen Strompreise ein sehr unbefriedigender Zustand.

Zum Autor

Im Jahre 1971 startete Hans-Jörg Vogler (68) als nebenberuflicher Vereinsberichterstatter sein journalistische Karriere und nach Stationen als Redaktionsleiter und Mitarbeiter mehrsprachiger, internationaler Kundenmagazine sowie als Autor von vier Büchern arbeitet der gelernte Redakteur bis heute in Biebergemünd als "Freier Autor" für namhafte Fachpublikationen. Seine enge Verbundenheit zu den lokalen Medien hat er dabei nie verloren: Als Redakteur betreut er gegenwärtig das Mitarbeitermagazin "WIR" der Bien-Zenker GmbH und leistet für mehrere Unternehmen in ganz Deutschland "Formulierungshilfe" für deren Öffentlichkeitsarbeit. Von 1977 bis 2011 gehörte Vogler - mit einer kurzen Unterbrechung - als CDU-Abgeordneter dem Main-Kinzig- Kreistag an. Der aktiven Politik hat er seit langem den Rücken gekehrt.

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