Impfen – Errungenschaft der Zivilisation

Vogler
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Jetzt steht sie wieder vor der Tür: Die Zeit der Erkältungskrankheiten. Husten und Schnupfen sind die eher leichtere Form, die „echte“ Grippe zählt hingegen zu den bedenklichen Formen, dieser Infektionen.

Vor diesem Hintergrund bieten die gesetzlichen Krankenkassen ihren Mitgliedern an, sich immer dann kostenlos impfen zu lassen, wenn das Risiko einer Grippeerkrankung besonders groß ist. Zu den „Risikogruppen“ zählen Menschen im Alter von über 60 Lebensjahren und alle Personen, die von Berufswegen im Kontakt mit vielen Menschen kommen; Lehrer, Krankenschwestern und viele andere.

Durch Esoterik, Naturheilkunde und viele pseudo-wissenschaftliche Veröffentlichungen wird über Impfungen heute sehr kontrovers diskutiert. Die enormen und wissenschaftlich gut begründeten Vorteile einer Schutzimpfung werden häufig überlagert durch vermeintliche oder tatsächliche Risiken. Dabei wird häufig völlig vergessen, dass es der Impfschutz gewesen ist, der viele Krankheiten heute nahezu besiegt hat, die noch vor wenigen Jahrzehnten als „Geisel der Menschheit“ gegolten haben. Pocken, Kinderlähmung – um nur zwei Beispiele zu nennen – konnten auf ein marginales Maß zurückgedrängt werden.

Eine Grippeschutzimpfung wirke nicht, so manch ein Kritiker. Der Hinweis, dass diese Impfung „nicht richtig schützt“, weil Schnupfen und seine unerfreulichen Begleitumstände trotz des „Piekses“ in den Oberarm auftreten können, geht aber in die falsche Richtung. Grippe, oder fachlich richtig „Influenza“, ist weit mehr als eine noch so starke Erkältung. In Deutschland wurden zu Ende der Saison 2017/2018, in der seit 2001 die höchsten Fallzahlen gemeldet. Insgesamt waren es etwa 334.000 Fälle von ambulant Erkrankten mit Virus-Nachweis. Die außergewöhnlich starke Grippewelle 2017/18 hat nach Schätzungen rund 25.100 Menschen in Deutschland das Leben gekostet. so der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler.

Das Gefährliche an der Influenza sind oftmals nicht die Viren selbst, sondern die bakterielle Sekundärinfektion, die auf eine Grippeerkrankung folgen kann. Da der Organismus durch den Virus-Infekt bereits geschwächt ist, können Bakterien leichter in den Körper eindringen, sich vermehren und zu weiteren schweren Krankheiten führen. Doch bereits die „normale“ Grippe zeigt Symptome wie Fieber bis 40 Grad C, Schüttelfrost und dazu Kopf- und Gliederschmerzen. Das alles wiegt deutlich schwerer, als die von der Damenwelt häufig diagnostizierte „Männergrippe“. Und selbst diese ist für die Betroffenen schon schlimm genug …

Zum Autor

Im Jahre 1971 startete Hans-Jörg Vogler (69) als nebenberuflicher Vereinsberichterstatter seine journalistische Karriere und nach Stationen als Redaktionsleiter und Mitarbeiter mehrsprachiger, internationaler Kundenmagazine sowie als Autor von vier Büchern arbeitet der gelernte Redakteur bis heute in Biebergemünd als "Freier Autor" für namhafte Fachpublikationen. Seine enge Verbundenheit zu den lokalen Medien hat er dabei nie verloren: Als Redakteur betreut er gegenwärtig das Mitarbeitermagazin "WIR" der Oikos-Gruppe (Bien-Zenker und Hanse Haus) und leistet für mehrere Unternehmen in ganz Deutschland "Formulierungshilfe" für deren Öffentlichkeitsarbeit. Von 1977 bis 2011 gehörte Vogler - mit einer kurzen Unterbrechung - als CDU-Abgeordneter dem Main-Kinzig- Kreistag an. Partei und aktiver Politik hat er seit langem den Rücken gekehrt.

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