Die im März verschenkte Stunde ist wieder da und nicht nur die Langschläfer konnten sich im Bett nochmals umdrehen und das ganz ohne Zeitverlust. Doch da war doch noch was. Gab es nicht vor gut einem Jahr eine Abstimmung, wonach die Zeitumstellungen im Frühjahr und Herbst abgeschafft werden soll?

Zur Erinnerung: in Deutschland haben sich die Menschen im Rahmen einer europaweiten Umfrage dafür ausgesprochen, dass künftig das ganze Jahr über nur eine Zeit gelten soll. Die üblichen Umstellungen sollten danach entfallen. Es waren auch nur die Deutschen, die sich in nennenswerter Zahl an dieser Meinungsforschung beteiligt haben. In den meisten anderen Staaten dominierte - höflich gesagt – Gleichgültigkeit gegenüber diesem Vorhaben. Erst nachdem die Abstimmung gelaufen war, und die EU-Kommission sich anschickte das Votum umzusetzen, gab es Widerstand.

Derzeit gibt es in der EU drei Zeitzonen. Wenn es beispielsweise zur „ewigen“ Sommerzeit kommt, dann ginge etwa in Spanien im Winter die Sonne erst gegen 10 Uhr auf. Einige Staaten erwägen daher, die Zeitzone zu wechseln, andere wollen erst Expertenkommissionen einberufen. Zudem halten die nationalen Regierungen eine Abstimmung mit den Nachbarländern für dringend notwendig. Ein harmonisierter, gut koordinierter EU-weiter Ansatz sei unverzichtbar, um einen „Flickenteppich von Zeitzonen“ zu vermeiden, so die weitgehend übereinstimmende Darstellung in den Medien.

Geht es nach der europäischen Kommission und dem Parlament, soll 2021 Schluss sein mit der halbjährlichen Zeitumstellung. Einige Regierungen haben grundsätzliche Bedenken, inzwischen auch im einflussreichen Nachbarland Frankreich. In Dänemark rebelliert bereits das Parlament gegen den EU-Plan. Diplomaten in Brüssel erklären, das Ende der Zeitumstellung zu beschließen, sei eines. Doch parallel müsse jeder einzelne Mitgliedstaat die heikle Frage klären, ob auf seinem Territorium künftig Sommer- und Winterzeit gelten soll – was bei näherer Prüfung ausgesprochen schwierig ist. So gesehen spricht vieles dafür, dass alles so bleibt, wie es gerade ist…

Zum Autor

Im Jahre 1971 startete Hans-Jörg Vogler (69) als nebenberuflicher Vereinsberichterstatter seine journalistische Karriere und nach Stationen als Redaktionsleiter und Mitarbeiter mehrsprachiger, internationaler Kundenmagazine sowie als Autor von vier Büchern arbeitet der gelernte Redakteur bis heute in Biebergemünd als "Freier Autor" für namhafte Fachpublikationen. Seine enge Verbundenheit zu den lokalen Medien hat er dabei nie verloren: Als Redakteur betreut er gegenwärtig das Mitarbeitermagazin "WIR" der Oikos-Gruppe (Bien-Zenker und Hanse Haus) und leistet für mehrere Unternehmen in ganz Deutschland "Formulierungshilfe" für deren Öffentlichkeitsarbeit. Von 1977 bis 2011 gehörte Vogler - mit einer kurzen Unterbrechung - als CDU-Abgeordneter dem Main-Kinzig- Kreistag an. Partei und aktiver Politik hat er seit langem den Rücken gekehrt.

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