In Deutschland geht es den Menschen gut

Vogler
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In den letzten Tagen vor Weihnachten wird nicht allein in den Medien Rückschau gehalten, auch man selbst lässt das zu Ende gehende Jahr noch einmal Revue passieren.

Ob es für den Einzelnen ein eher gutes oder vielleicht nicht ganz so angenehmes Jahr war, obliegt der individuellen Betrachtung. Schaut man jedoch aus der Perspektive des gesamten Landes auf 2019 lässt sich unschwer feststellen, dass die vergangenen 12 Monate eigentlich gar nicht so schlecht waren. Das hat überdies nichts mit Zweckoptimismus zu tun. Fest steht: In Deutschland geht es den Menschen – gemessen an internationalen Standards – gut. Daran ändert auch nichts, dass sozial eher schwache Gruppen wie Rentner und Arbeitslose jeden Euro mehrfach umdrehen (müssen) ehe sie ihn ausgeben. Allerdings darf der leichte Abwärtstrend beim Wohlstand nicht übersehen werden.

Es waren allerdings ganz andere Themen, die in den Medien die Schlagzeilen machten. Zu Beginn des Jahres 2019 war es der „Feinstaub“. Der Dieselmotor wurde als „böser Bube“ herausgestellt. Mittlerweile hat sich eine differenziertere Betrachtung durchgesetzt. Die Dieselkritiker mussten einsehen, dass in Summe gesehen diese Technik eine recht ordentliche Gesamtbilanz in Sachen Mobilität aufweist. Dazu zählt unter anderem eine sehr effiziente Ausnutzung des eingesetzten Kraftstoffs.

Mit dem Sommer stellte sich bei den Medien – angeführt von den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten – ein neuer Hype ein: Der Klimawandel. Zu Wort kamen und kommen durchaus renommierte Wissenschaftler, die vor einem zu starken Anstieg der Temperaturen in der Erdatmosphäre warnend den Finger heben. Dabei gibt es durchaus auch Experten, die diese extremen Thesen nicht teilen – nur deren Einschätzung geht medial unter, weil Kinder, Jugendliche und andere selbst ernannte Weltverbesserer das große Wort führen. Manch einer fragt sich, was hat es mit einer „Weltklimakonferenz“ auf sich, wo Personen als „Autoritäten“ auftreten, die bislang keinen Schulabschluss – geschweige denn ein naturwissenschaftliches Fachstudium vorweisen können?

Mehr als 500 Wissenschaftler haben in einem Brief an UN-Generalsekretär António Guterres der These vom menschengemachten Klimawandel widersprochen. „Die Klimamodelle, auf denen die internationalen Politikansätze derzeit aufbauen, sind ungeeignet“, heißt es in dem Schreiben, das unter anderem die Unterschrift des früheren Hamburger Umweltsenators Fritz Vahrenholt (SPD) trägt und mit den Worten „Es gibt keinen Klimanotstand“ überschrieben ist. Dient hier nicht das Klima als ein Vehikel, um Forderungen und Schuldzuweisungen zu propagieren? Es wäre zumindest wünschenswert, konträre Meinungen widerzugeben und Andersdenkende nicht gleich in eine finstere politische Ecke zu stellen. Die in Deutschland vorgesehenen „Abgaben“ zum Beispiel auf CO2, füllen in erster Linie den Staatssäckel. Ob dadurch Luft und Klima verbessert werden, bleibt dahingestellt.

Unstreitig belastet die geplante CO2-Steuer sozial schwache Haushalte in einem ganz besonderen Maße. Bei steigenden Kosten für Heizung und warmes Wasser wird sich manch Rentnerhaushalt Gedanken machen, ob er sich eine warme Wohnung noch leisten kann oder ob die Raumtemperatur dem Geldbeutel angepasst werden muss. So gesehen wird manch Rentner hoffen, dass ihm die Erderwärmung hilft, einigermaßen über die kalte Jahreszeit hinweg zu kommen.

Zum Autor

Im Jahre 1971 startete Hans-Jörg Vogler (69) als nebenberuflicher Vereinsberichterstatter seine journalistische Karriere und nach Stationen als Redaktionsleiter und Mitarbeiter mehrsprachiger, internationaler Kundenmagazine sowie als Autor von vier Büchern arbeitet der gelernte Redakteur bis heute in Biebergemünd als "Freier Autor" für namhafte Fachpublikationen. Seine enge Verbundenheit zu den lokalen Medien hat er dabei nie verloren: Als Redakteur betreut er gegenwärtig das Mitarbeitermagazin "WIR" der Oikos-Gruppe (Bien-Zenker und Hanse Haus) und leistet für mehrere Unternehmen in ganz Deutschland "Formulierungshilfe" für deren Öffentlichkeitsarbeit. Von 1977 bis 2011 gehörte Vogler - mit einer kurzen Unterbrechung - als CDU-Abgeordneter dem Main-Kinzig- Kreistag an. Partei und aktiver Politik hat er seit langem den Rücken gekehrt.

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