Über 100-Millionen-Euro für Schulbau in der Wetterau

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Erster Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Jan Weckler kündigt das größte jemals geplante Investitionsprogramm des Kreises für den Schulbau an.

Grund dafür ist der erwartete Bevölkerungszuwachs um 30.000 Personen innerhalb von zehn Jahren.

Mit einem Investitionsprogramm von über 100 Millionen Euro für die nächsten vier Jahre will der Erste Kreisbeigeordnete Jan Weckler die Schulen des Wetteraukreises fit für eine Zukunft machen, die Prognosen zufolge von einem zehnprozentigen Bevölkerungswachstum in den nächsten zehn Jahren gekennzeichnet sein wird. „Bildung ist die Basis von allem: für die dauerhafte Sicherung unseres Wohlstands durch die rechtzeitige Ausbildung der benötigten Fachleute ebenso wie für Integration. Bildung ist auch Prävention. Wem ich durch Bildung eine Perspektive gebe, der ist weniger anfällig für Verführung, sei es durch ‚falsche Freunde‘, durch Betäubungsmittel oder durch Radikalisierung“, zeigte sich Weckler überzeugt.

700 Schülerinnen und Schülern mehr pro Jahrgang

Angesichts von kurz- und mittelfristig geplanten 11.000 zusätzlichen Wohneinheiten im Kreisgebiet und wieder steigenden Geburtenraten müsse in drei bis fünf Jahren mit einem Plus von 700 Schülerinnen und Schülern pro Jahrgangsstufe gerechnet werden, erläuterte Weckler in einem Gespräch mit dem Leiter der Augustinerschule Friedberg, Martin Göbler. Für den Schulbau bedeute dies eine gewaltige Herausforderung, zumal man bis vor kurzem noch von tendenziell sinkenden Schülerzahlen ausgegangen sei.

„Erste Priorität ist es, für die Schülerinnen und Schüler ein Dach über dem Kopf zu schaffen“, betonte Weckler. Wo notwendig, werde man deshalb auf Container als Übergangslösung nicht verzichten können. Im möglichst zügig folgenden zweiten Schritt müsse dann regulärer Schulraum in ausreichendem Umfang geschaffen werden. Danach werde man sich den notwendigen Sanierungen zuwenden. Ziel sei es, moderne und funktionale Bildungseinrichtungen vorzuhalten, in denen man sich wohl fühlen könne, gerade vor dem Hintergrund, dass die Kinder aufgrund der weiter auszubauenden Ganztagsangebote mehr Zeit in der Schule verbringen als früher.

Bildung bleibt Chefsache

Bildung und Schule werde auch im Fall seiner Wahl zum Landrat für ihn „Chefsache“ bleiben, versicherte Weckler. Alle Ausgaben für Bildung und Schule, beträfen sie nun den Schulbau an sich, den Ausbau der Ganztagsangebote oder die Stärkung der Schulsozialarbeit, seien in jedem Fall gut angelegtes Geld. „Alles, was mit Bildung zu tun hat, ist präventive Sozialpolitik. Es ist damit die bessere, weil nachhaltigere Sozialpolitik“, so Weckler.

Bildung und Schule seien ein Feld, das keineswegs nur Familien mit Kindern betreffe. Es sei vielmehr tief mit vielen Aspekten des gesamtgesellschaftlichen Lebens verbunden, von Inklusion und Integration über Ausbildung, Handwerk und Bauen bis hin zur Zukunft des unternehmerischen Mittelstandes und dem Erhalt des Erfindungsreichtums und der Innovationskraft, welche seit jeher die Basis bilde für die Wirtschaftskraft in Deutschland. Im Wetteraukreis würden gute und moderne Schulen zusätzlich zum Standortfaktor für die Ansiedlung von Unternehmen und damit insbesondere in bislang wirtschaftlich eher schwächeren Gebieten auch zum Hoffnungsträger.

Mehr Geld für Ganztagsangebote

Der Wandel der Gesellschaft erfordere auch einen Ausbau der Ganztagsangebote. „Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass sich die Realität von Familie gewandelt hat. Beispielsweise möchten gut ausgebildete Frauen nach ihrer Elternzeit selbstverständlich wieder in den Beruf zurückkehren, was angesichts des vielfach beklagten Fachkräftemangels auch gesamtgesellschaftlich durchaus wünschenswert ist. Auch wohnen nicht immer Großeltern in der Nähe, die willens und in der Lage sind, in der Kinderbetreuung einzuspringen“, hob Weckler hervor. Er habe deshalb bereits die Fördermittel für Ganztagsangebote an Schulen um 50 Prozent erhöht. Zudem seien die Stundenzahlen der Schulsekretariate aufgestockt und erstmals ein Muster-Raumprogramm für Grundschulen entwickelt worden. Damit gibt es echte Anreize, sich dem Ganztagsprogramm des Landes – inklusive des „Paktes für den Nachmittag“ anzuschließen.

Chancen für den ländlichen Raum

„69 Prozent der Hessen wollen einer Umfrage von Dezember 2017 zufolge lieber auf dem Land leben als in den Ballungszentren, weil ihnen der ländliche Raum eine privatere, natürlichere Umgebung, ein Gefühl von Heimat bietet. Für den Wetteraukreis insgesamt, vor allem aber für seine ländlicheren Regionen ist dies eine riesige Chance, die wir nutzen wollen und müssen, um der gesamten Region eine gute Zukunft zu sichern. Dabei ist der Bau und Erhalt guter und moderner Schulen ein essentieller Schritt“, so Weckler abschließend.  

Foto: Erster Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Jan Weckler tauscht sich mit Martin Göbler, Schulleiter der Augustinerschule in Friedberg über das Thema Schulbau aus.

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