Auf dem Weg zur MPU in die Polizeikontrolle

Wetterau
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Jeder kennt wohl diese Tage, an denen man einfach im Bett hätte bleiben sollen - oder um es aus polizeilicher Sicht zu sagen:

An denen man sich besser an die Rechtslage gehalten hätte. Wirklich dumm lief es für einen 18-jährigen Niddataler gestern, als er in eine Polizeikontrolle geriet, weil er eben nicht lief - jetzt aber sehr viel länger laufen muss. Aber mal von vorne.

Gemeinsam mit Beamten der Bereitschaftspolizei aus Kassel führten die Polizisten des Verkehrsdienstes Wetterau gestern in Friedberg und Butzbach Kontrollen durch. Rund 50 Fahrzeuge hielten sie dabei zwischen 09 und 12 Uhr in der Burgfeldstraße in Friedberg und zwischen 12.30 und 15 Uhr in der Butzbacher Straße in Butzbach an, weil sie einen Verkehrsverstoß feststellten. Nicht angelegte Sicherheitsgurte, die Nutzung des Handys während der Fahrt und ungesicherte Ladung stellten sie dabei in der Hauptsache fest. Einem Senior, der in Butzbach angehalten wurde, untersagten die Polizisten die Weiterfahrt. Aufgrund einer Arm-Operation und den Folgen konnte er das Fahrzeug nicht sicher führen, schlecht zu Fuß war er obendrein, das Autofahren traute er sich aber offenbar fälschlicherweise noch zu. Er fiel übrigens auf, weil er nicht angeschnallt war, was ihm aufgrund der Einschränkungen durch seine OP nicht möglich war.

Das traurige Highlight aber stellte ein Zweiradfahrer bereits am Morgen in Friedberg auf. Der Motorradfahrer versuchte sich der Kontrolle zu entziehen, umfuhr den Polizisten, der ihn anhalten wollte und versuchte sich aus dem Staub zu machen. Die Beamten aber nahmen blitzschnell seine Verfolgung auf und konnten ihn am Ortseingang von Ockstadt stoppen. Dort endete seine Fahrt für längere Zeit. Der gerade volljährige Niddataler ist nämlich nicht im Besitz eines Führerscheins. Doch damit nicht genug, er wird auch so schnell keinen bekommen. Er befand sich nämlich gerade auf dem Weg zur Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung (MPU), um überhaupt einen Führerschein erwerben zu dürfen, was ihm nach einer Straftat in jungen Jahren zunächst untersagt blieb. Den Weg konnte der 18-Jährige sich nun sparen. In nächster Zeit steht "laufen" an.

Die regelmäßigen Kontrollen dienen der Verkehrssicherheit und werden an unterschiedlichen Stellen zu unterschiedlichen Zeiten durchgeführt. Mal aus dem fließenden Verkehr heraus, mal stationär, müssen Verkehrsteilnehmer überall und jederzeit damit rechnen. Ihnen gemeinsam ist ein Ziel: Jeder, der auf den Straßen unterwegs ist, soll am Ende des Tages wohlbehalten nach Hause kommen - einschließlich der Polizistinnen und Polizisten, die dort beruflich im Einsatz sind.

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