Ärgernis für Fahrgäste im Wetteraukreis

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Landrat Jan Weckler erwartet von Hessischer Landesbahn, schnellstmöglich zu einem geregelten und verlässlichen Betrieb auf der Schiene zurückzukehren – Schienenersatzverkehr mit Bussen kann nur eine Übergangslösung sein.

„Ich kann den großen Unmut der Pendlerinnen und Pendler gut verstehen, wenn sie abends müde von der Arbeit in Frankfurt nach Hause wollen und dabei immer wieder mit Ausfällen und Verspätungen konfrontiert werden“, zeigt Landrat Jan Weckler Verständnis für die Kritik an der mangelnden Zuverlässigkeit der Hessischen Landesbahn (HLB) auch auf den Wetterauer Bahnlinien. Dass die HLB nun wegen des Ausfalls von Lokführern und den damit verbundenen Fahrtausfällen einen „planmäßigen“ Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet habe, zeige zwar, dass sie sich des Ernstes der Lage bewusst sei und versuche zu reagieren. „Das kann aber aus Sicht des Wetteraukreises nur eine kurzzeitige Lösung sein, da damit die berechtigten Fahrgastbedürfnisse nicht wirklich erfüllt werden“, ist Jan Weckler überzeugt.

Schienenersatzverkehr muss verlässlich sein

Wichtig sei in diesem Zusammenhang allerdings, dass dann auch der Ersatzverkehr zuverlässig funktioniere. „Wenn schon Fahrten auf der Schiene ausfallen und ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet wird, dann muss dieser auch verlässlich sein“, stellt Landrat Weckler klar. Hierzu gehören auch ausreichend dimensionierte Kapazitäten von Fahrzeugen „Darüber hinaus muss darauf geachtet werden, dass dort, wo zwischen Zug und Ersatzbus Anschlüsse vorgesehen sind, diese auch gehalten werden und die Busse auch auf Züge warten, die möglicherweise verspätet aus Frankfurt eintreffen“, so Landrat Jan Weckler weiter. Darum müsse sich die HLB bei den beauftragten Busunternehmen und deren Fahrern im Besonderen kümmern.

Der Arbeitsmarkt bei Lokführern sei zweifellos angespannt und man erkenne durchaus an, dass die HLB bereits Maßnahmen ergriffen habe, um den Unterbestand an Triebfahrzeugführern zu beseitigen. Trotzdem dürfe man sich darauf nicht ausruhen. Das Ziel müsse perspektivisch die Beseitigung der Personalprobleme sein. Dies gelte auch angesichts der Bedeutung des Schienenpersonennahverkehrs im Großraum Rhein-Main. „Über den RMV-Aufsichtsrat werden wir auch als Wetteraukreis die Situation im Blick behalten, damit die HLB wieder eine verlässliche Leistung auf der Schiene erbringt – im Sinne der Wetterauer Fahrgäste“, so Landrat Jan Weckler abschließend.

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