Reaktivierung der Horlofftalbahn

Wetterau
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Sowohl im Wetteraukreis als auch im Landkreis Gießen haben die Kreistage beschlossen, die Horlofftalbahn im Abschnitt Wölfersheim-Södel bis Hungen zu reaktivieren.

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Jetzt hat der Kreisausschuss grünes Licht für das weitere Vorgehen mit dem Kreis Gießen und dem Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV) gegeben.

„Mit der geplanten Wiederinbetriebnahme der Verbindung von Wölfersheim-Södel bis nach Hungen und zur Berufsverkehrszeit weiter nach Lich erreichen wir gleich mehrere Ziele“, so Landrat Jan Weckler. Zum einen werde eine empfindliche Lücke im Nahverkehrsnetz auf der Schiene geschlossen, die Anbindung in das Rhein-Main-Gebiet werde deutlich verbessert und der Standortfaktor Mobilität der anliegenden Gemeinden und des umliegenden ländlichen Raums werde insgesamt gestärkt.

Kürzere Reisezeit

Die Reaktivierung der Horlofftalbahn verkürzt die Reisezeit auf den Strecken von Berstadt nach Friedberg und nach Frankfurt und verbessert den Komfort, weil künftig ein Umsteigen nicht mehr nötig sein wird. „Das hat eine große Bedeutung sowohl für den Pendler- und Schülerverkehr als auch den Freizeit- und Gelegenheitsverkehr, so dass auch eine Verlagerung vom Individualverkehr auf den öffentlichen Personennahverkehr zu erwarten ist“, so Landrat Weckler.

Der gesamtwirtschaftliche Vorteil wurde in einer Nutzen-Kosten-Untersuchung herausgearbeitet. Auf der Nutzenseite stehen neben den Verbesserungen für die Umwelt durch die Reduzierung des Individualverkehrs auch Reisezeitgewinne, vermiedene Pkw-Betriebskosten und vermiedene Unfallkosten. Auf der Kostenseite stehen die Betriebs- und Unterhaltungskosten der Bahninfrastruktur. Die Nutzen-Kosten-Untersuchung geht in einem Gutachten von werktäglich mehr als 800 zusätzlichen Fahrgästen im öffentlichen Personennahverkehr aus. „Selbst wenn in jedem Pkw zwei Personen sitzen würden, wäre das eine Autoschlange von zwei Kilometern, Stoßstange an Stoßstange“, rechnet Landrat Weckler vor.

Die Investitionskosten sind allerdings nicht gering. Sie liegen laut einer Kostenschätzung bei rund 20,7 Millionen Euro für Gleisanlagen, Signale, Bahnsteige und Ähnliches. Zudem sind Investitionen, etwa für Bushaltestellen sowie Parkplätze für Pkws und Fahrräder, zusätzlich von den Kommunen zu stemmen. Eine zentrale Voraussetzung für die Realisierung des Projekts ist freilich die Förderung durch das Land. Diese könne bis zu 85 Prozent der förderfähigen Investitionskosten betragen.

Weckler: „Eine der wichtigsten verkehrspolitischen Entscheidungen der nächsten Jahre!“

Auch die weitere Begleitung und Mitfinanzierung der Planungskosten durch den Rhein-Main-Verkehrsverbund ist Bedingung für die Realisierung des Projekts. „Die Reaktivierung der Horlofftalbahn ist eine der wichtigsten verkehrspolitischen Entscheidungen für die nächsten Jahre. Dass es mit dem Individualverkehr nicht immer so weitergeht, zeigen die täglichen Staus auf der A 5, die dann immer erhebliche Auswirkungen auf die Verkehrssituation in der Wetterau haben. Hier brauchen wir eine Entlastung, die mit der Horlofftalbahn unterstützt wird“, so Landrat Weckler abschließend.

Foto: Landrat Jan Weckler und der Wölfersheimer Bürgermeister Eike See tauschen sich über die Reaktivierung der Horlofftalbahn am Bahnhof in Wölfersheim-Södel aus.

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