Siebter Mundartwettbewerb in Ortenberg-Gelnhaar

Wetterau
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Am Samstag, dem 15. Juni 2019 wird Platt geschwätzt. An diesem Tag findet der siebte Wetterauer Mundartwettbewerb im Ortenberger Stadtteil Gelnhaar statt.

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Wie Landrat Jan Weckler mitteilt, werden sich 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit selbstgeschriebenen, aber auch mit fremden Texten dem Urteil des Publikums stellen und um die Trophäe des Wetterauer Plattschwätzers ringen.

Die Mundart ist die Sprache des Herzens und die Sprache der Heimat. Allerdings wird sie immer seltener gesprochen. Mitunter gilt der Mundartsprecher als wenig intelligent. „Das ist ganz und gar nicht richtig“, weiß Landrat Jan Weckler. „Tatsächlich kann die Benutzung des Dialektes auch kulturelle Kompetenz und Vielfalt darstellen, wenn er angemessen zur Situation eingesetzt wird. Wer ein offizielles Schreiben aufsetzt oder einen Vortrag vor Fremden hält, nutzt die Standardsprache, aber im Gespräch zu Hause oder mit Freunden aus dem Ort ist der Dialekt sehr wohl angemessen“, findet Landrat Jan Weckler. „Eine PowerPoint-Präsentation stelle ich in Hochdeutsch vor, wenn ich mit engen Verwandten aus dem Dorf spreche, dann mache ich das eben im Dialekt.“

Theaterveranstaltungen im Dialekt und Mundartabende haben derzeit Konjunktur. „Babba Hesselbach“ kennen mittlerweile auch Jüngere und wo er auftritt, gibt es ein volles Haus. Das hat sicherlich auch etwas mit dem Bedürfnis nach dieser heimeligen Sprache zu tun, eine Sprache, die „für uns so herrlisch klingt, weil ihr ja Herz und Heimat mit ihrm ganze Zauber singt“, wie Walter Renneisen, Autor des Stücks „Deutschland, deine Hessen“ schreibt.

Wer den ersten Preis und den Wetterauer Plattschwätzer, eine von der Ortenberger Metallbildhauerin Ulrike Obenauer geschaffene Skulptur mit nach Hause nehmen kann, das entscheiden die Besucherinnen und Besucher am 15. Juni mit ihrer Stimme.

13 Beiträge

Insgesamt stellen sich 13 Männer und Frauen mit ihren Beiträgen vor. Die Themen sind vielfältig und handeln vom Schatz der Mundart und dem Wert der Heimatzeitung, von Schimpfnamen, die in Mundart gar nicht so böse klingen, von geheimnisvollen Mädchen, der Verkehrssünderkartei in Flensburg, von Bauern auf Freiersfüßen und von Wetterauer Plattschwätzern, die man sogar in Amerika trifft. Die Besucherinnen und Besucher erwarten vergnügliche Geschichten aber auch solche, die zum Nachdenken anregen.

Karten ab sofort erhältlich

Karten zum Preis von 8 Euro gibt es

  • im Info-Punkt der Friedberger Kreisverwaltung
    am Europaplatz, Gebäude A, Erdgeschoss,
  • im Landratsamt in Büdingen,
  • bei der Stadtverwaltung Ortenberg
  • bei der Zweigstelle der Sparkasse Oberhessen
    in Ortenberg,
  • im „Alles in einem“-Laden in Ortenberg-Gelnhaar und
  • an der Abendkasse .

Im Preis enthalten sind Wurstbrote für die Besucherinnen und Besucher.

Wer sich vorab ein Bild vom Wetterauer Mundartwettbewerb machen will, findet auf dem Videokanal von Robert Jung eine Zusammenfassung des letzten Wettbewerbs in Friedberg-Ockstadt. Im Internet auf YouTube einfach ‚Robert Jung Ockstadt‘ eingeben. Im Buchhandel ist zudem ein Buch mit allen Beiträgen der ersten fünf Wetterauer Mundartwettbewerbe erhältlich.

Foto: Landrat Jan Weckler freut sich auf den siebten Wetterauer Mundartwettbewerb in Ortenberg-Gelnhaar. Wer den Plattschwätzer erhält, das entscheiden die Zuschauerinnen und Zuschauer.

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