Müller und Gnadl treffen „Omas gegen Rechts“

Wetterau
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Inspiriert von einer Gleichnamigen Gruppe aus Österreich gründeten sich im Januar 2018 in Form einer Facebook-Gruppe die „Omas gegen Rechts“.

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Mittlerweile gibt es im ganzen Land Regionalgruppen – so auch in der Wetterau. Kürzlich nutzten die örtlichen SPD-Abgeordneten aus Bund und Land, Bettina Müller und Lisa Gnadl, die Gelegenheit um sich über die Arbeit der „Omas“ zu informieren.

Die Aktiven „Omas“ (und „Opas“), alle im Alter zwischen 59 und 78, wollen sich in den politischen Diskurs einmischen. Dafür zeigen sie nicht nur bei Demonstrationen gegen rechte Gruppierungen Flagge, sie versuchen auch ihre Themen mit eigenen Aktionen in die Öffentlichkeit zu tragen. Wie die „Omas“ Angelika Ungerer, Birgit Schaffland und Yvonne Frische berichteten, beteiligt sich die Gruppe zum Beispiel mit einem eigenen Stand am Friedberger Weihnachtsmarkt, besucht Senioreneinrichtungen, spricht mit Zeitzeugen der NS-Diktatur und diskutiert mit Schülerinnen und Schülern. Mit anderen Gruppierungen wie der Antifaschistischen Bildungsinitiative, dem Büdinger Bündnis für Demokratie und Vielfalt, Demokratie Leben oder den jungen Demonstrantinnen und Demonstranten von „Fridays for Future“ ist die Gruppe außerdem in engem Kontakt.

Rechte Gruppierungen sind sehr selbstbewusst geworden, so die Feststellung der „Omas“. Diskriminierung fände mittlerweile im Alltag statt. Besonders die AfD trage durch ihr Auftreten dafür eine Mitverantwortung. Die regelmäßigen Tabubrüche, die man hinterher „ja gar nicht so gemeint habe“, hätten ihren Beitrag zur Diskursverschiebung nach rechts geleistet. Eine Einschätzung, die die Abgeordneten durch eigene Erfahrungen in Berlin und Wiesbaden teilen. „Hetze ist salonfähig geworden, Tabubrüche finden auf allen Ebenen statt. Die sozialen Netzwerke sind oftmals der Nährboden für rechte Hetze, Antisemitismus und Diskriminierung. Zivilgesellschaftliche Gruppen wie die „Omas“, die sich dem entgegenstellen, haben jede Unterstützung verdient“, so Bettina Müller.

Dem schließt sich auch Lisa Gnadl an: „Ich freue mich, dass es auch in der Wetterau eine aktive Gruppe der ‚Omas gegen Rechts‘ gibt. Gerade in einer Zeit, in der rechtsextreme und rechtspopulistische Gruppierungen wieder öffentlich Ausgrenzung, Hetze und gesellschaftliche Spaltung betreiben, ist dies besonders wichtig.“

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