Ordnungshüter auf Fahrradstreife im Wetteraukreis

Wetterau
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Manch ambitionierter Radfahrer dürfte nicht schlecht gestaunt haben, als er in den letzten Tagen auf Polizeibeamte des Regionalen Verkehrsdienstes traf, die sich kurzerhand auf E-Bikes geschwungen hatten und einige Stunden entlang des Vulkanradweges auf Streife waren.

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Jeweils zwischen 10 Uhr und 15 Uhr waren die uniformierten Radler am Mittwoch (27. Mai) und Donnerstag (28. Mai) zwischen Stockheim und Ortenberg unterwegs.

Schwächere Verkehrsteilnehmer im Mittelpunkt

Mehrmals nutzten die Ordnungshüter*innen die Gelegenheit, um bei bestem Wetter auch sogenannte "Standkontrollen" durchzuführen. Dabei führten sie das ein oder andere nette Gespräch mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Ebenfalls an der Tagesordnung: Die Überprüfung der angehaltenen Drahtesel hinsichtlich Verkehrssicherheit.

Mit erfreulichem Ergebnis: Von mehr als 30 in Augenschein genommenen Rädern war ein Großteil in einwandfreiem Zustand. 7 Räder wiesen nur geringe Mängel auf, auf deren Behebung die Ordnungshüter hinwiesen. Lediglich 3 Radler müssen ihre fahrbaren Untersätze in den kommenden Tagen nochmals bei einer Polizeidienststelle vorführen, nachdem sie größere Beanstandungen behoben haben.
In 5 Fällen erhoben die Schutzleute ein Verwarngeld. Bei Bedarf konnte man von den Fahrradpolizist*innen auch nützliche Informationsbroschüren rund um das Thema "Rad" erhalten.

radelndes Streifenteam auch in Büdingen

Auch Büdinger Schutzleute waren am Mittwochvormittag (3. Juni) im Stadtgebiet unterwegs. Mit dem Rad erregten sie schnell reges Interesse bei interessierten Passanten und konnten so, neben der Überprüfung beliebter "Hotspots", auch das ein oder andere nette Bürgergespräch führen. "Die Fahrradstreife wurde durchweg positiv wahrgenommen", bilanziert Kriminalhauptkommissarin Linda Löw freudig.
"Die nicht alltägliche Aktion kam sehr gut an!"

Was sagt die Statistik?

Im Jahr 2019 ereigneten sich 123 Verkehrsunfälle, an denen Radfahrer beteiligt waren. 100 Radler wurden verletzt; 24 davon schwer. Im Vergleich zu 2018 sank die Zahl der Unfälle mit Fahrädern um 28; die Anzahl der Verletzten um 24.
Erfreulich ist zudem, dass 2019 kein Radler sein Leben verlor (2018: 1).

Seit 28. April gilt

Mit Inkrafttreten der StVO-Novelle am 28. April 2020 gelten unter anderem auch neue Regelungen zur Stärkung des Radverkehrs: Beispielsweise müssen Kraftfahrzeugführer beim Überholen sogenannter schwächerer Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Führer von Elektrokleinstfahrzeugen sowie Radfahrern) fortan einen Mindestabstand von (innerorts) 1,5 Metern bzw. (außerorts) 2 Metern einhalten.
Auch gilt nun ein generelles Halteverbot auf Schutzstreifen für den Radverkehr.Radfahrern ist es künftig erlaubt, nebeneinanderzufahren, sofern andere Verkehrsteilnehmer dadurch nicht behindert werden.

Neben den hier beispielhaft angeführten Neuerungen erhalten Sie weiterführende Informationen bezüglich der 54. Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften auf der Internetpräsenz des Verkehrsministeriums (www.bmvi.de).

Und übrigens

Auch im Jahr 2020 vergibt das Polizeipräsidium Mittelhessen unter anderem in der Wetterau wieder Termine zur Fahrradcodierung. Machen Sie Fahrraddieben das Leben schwer, lassen Sie Ihren Drahtesel kennzeichnen!

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