Stadt erlässt Schutzmasken-Gebot für Hanau

am 30 März 2020 18:00

Das Tragen schon einfacher Schutzmasken für Mund und Nase im öffentlichen Raum hilft, das Risiko einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu verringern. Darin sind sich alle Fachleute einig. Um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen gilt weiterhin, soziale Kontakte zu vermeiden und dass die wichtigen Hygienemaßnahmen Händewaschen und Abstandhalten eingehalten werden. Jetzt bittet die Stadt Hanau zusätzlich ihre Bürgerinnen und Bürger, Schutzmasken zu tragen. Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) zu dem Gebot: "Wenn jeder eine Maske trägt, ist allen geholfen. Unser Gebot soll das Bewusstsein dafür schärfen, dass jeder von uns die Aufgabe hat, sich und andere zu schützen. Das macht die Ansteckung schwieriger und verlangsamt die Ausbreitung des Corona-Virus." Die Stadt Hanau arbeitet zurzeit an einer Nähanleitung, damit möglichst viele Hanauerinnen und Hanauer selbst Schutzmasken herstellen können. Viele Bürger nähen bereits selbst Masken.

OB Kaminsky freut sich über das Engagement: "Wir sind im Krisenmodus – da muss man pragmatisch sein." Bis spätestens Ende dieser Woche stellt der Hanauer Krisenstab eine eigene Nähanleitung für Atemschutzmasken zur Verfügung. Außerdem hilft er bei der Versorgung der Hanauer Hausärzte, Alten- und Pflegeheime, der mobilen Pflegedienste und Feuerwehren im Rahmen seiner Möglichkeiten. Kaminsky: "Unsere Maßnahmen entbinden den Bundesgesundheitsminister Spahn nicht von seiner Pflicht, die zugesagten Schutzmasken und Ausrüstungen zur Verfügung zu stellen." Neben dem Kauf von Atemschutzmasken und dem Selbstnähen, gibt es eine weitere Möglichkeit, die rar und teurer werdenden Masken zu bekommen: Ein Hanauer Nagelstudio hat dem Klinikum 2000 Mundschutzmasken gespendet. Zurzeit sind kosmetische Einrichtungen geschlossen. Volkmar Bölke, Geschäftsführer des Hanauer Klinikums: "Vielen Dank, darüber freuen wir uns sehr." Und weiter "Wir begrüßen außerordentlich, dass sich die Stadt Hanau so engagiert um Masken für ihre Bürgerinnen und Bürger kümmert."

Hanauer Wochenmarkt: Imbisswagen verboten

am 30 März 2020 18:00
Hanauer Wochenmarkt: Imbisswagen verboten

Das Coronavirus hält derzeit die Welt in Atem – auch die Bürgerinnen und Bürger in Hanau. Umso wichtiger sind Informationen zur Lage in der Stadt, Antworten auf vielfach gestellte Fragen und eine Übersicht der verschiedenen Hilfsangebote. Was sich in dieser Hinsicht in Hanau tut oder geplant ist, wird täglich aktualisiert.

Security sorgt auf Hanauer Wochenmarkt für Abstand

Bisher darf der Hanauer Wochenmarkt mittwochs und samstags unter strengen Auflagen zu Abstand und Hygiene weiter stattfinden, um die Nahversorgung mit Lebensmitteln sicherzustellen. Nachdem aber am vergangenen Wochenende an verschiedenen Stellen zu beobachten war, dass die Regeln zum Kontaktverbot nicht eingehalten wurden und sich Menschengruppen zusammenfanden, hat der Krisenstab entschieden, dass vom kommenden Mittwoch an keine zum sofortigen Verzehr zubereiteten Speisen mehr verkauft werden dürfen. "Die Beschicker bemühen sich nach besten Kräften darum, ihre Kunden an die Abstandsregeln zu erinnern. Sie trifft ausdrücklich keine Schuld an den Ansammlungen, die am Samstag zu sehen waren", bemerkt Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Es habe an verschiedenen Stellen aber Gruppen gegeben, die gemeinsam gegessen hätten. Um dies aufzulösen, dürfen Imbisse und der Espresso-Stand nicht mehr am Marktbetrieb teilnehmen. Zusätzlich werden von Mittwoch an vier Security-Kräfte verschärfte Kontrollen durchführen und eingreifen, wenn sie Verstöße gegen die Auflagen feststellen. "Abstand zu halten und die Sozialkontakte auf ein Minimum zu reduzieren, ist das Gebot der Stunde", unterstreicht Oberbürgermeister Claus Kaminsky und ergänzt, dass, wenn die Auflagen weiterhin in großem Umfang missachtet würden, keine andere Möglichkeit bliebe, als den Wochenmarkt zu schließen. "Das wollen wir im Interesse all jener Menschen, die hier einkaufen und sich dabei an die Regeln halten, und auch im Interesse der Marktbeschicker unbedingt vermeiden."

Eisdielen dürfen nicht öffnen

Das sonnige Wetter am Wochenende ließ es offenkundig werden: Entgegen der Verfügung der Stadt Hanau hatten verschiedene Eisdielen geöffnet. Der Krisenstab weist deshalb noch einmal nachdrücklich darauf hin, dass dieses für Eisdielen seit dem 23. März verboten ist. Darüber hinaus müssen auch Bars, Clubs, Diskotheken, Schankwirtschaften, Kneipen und ähnliche Einrichtungen geschlossen bleiben, wenn der Schwerpunkt nicht auf dem Anbieten von Speisen liegt. Restaurants und Speisegaststätten dürfen nur noch Abholung oder Lieferung von Speisen anbieten. Im Wartebereich muss ein Abstand von 1,5 Meter gewährleistet werden. Zudem gelten strenge Hygienemaßnahmen, die ausgehängt werden müssen. Es gelten die aktuellen Verordnungen des Landes Hessen sowie die Allgemeinverfügungen der Stadt Hanau, die auf der städtischen Homepage www.corona.hanau.de nachzulesen sind.

Magistrat gratuliert per Telefon

Sie sind gern gesehene Gäste bei hohen Geburtstagen oder Ehejubiläen, wenn sie im Auftrag der Stadt Glückwünsche überbringen. Doch in Zeiten von Corona dürfen auch die ehrenamtlichen Stadträte keine Besuche machen. Damit diese Ehrentage aber vonseiten der Stadt nicht ganz untergehen, gratuliert der Magistrat ab sofort telefonisch. Abwechselnd übernehmen Claudia Borowski, Wulf Falkowski, Günther Jochem, Franz Ott, Heinz Münch und Wulf Hilbig diesen Ehrendienst, der – sofern es von den Jubilaren gewünscht - beim 90. Geburtstag, beim 95. Geburtstag und vom 100. Geburtstag an jedes Jahr sowie bei Ehejubiläen von der Goldenen Hochzeit an erwiesen wird.

Süße Grüße an den Krisenstab

Schokoriegel, selbst gebackene Kuchen, Gummibärchen – zahlreiche süße Grüße erreichten den Krisenstab der Stadt Hanau in den vergangenen Tagen in der Feuerwache. Gestern überbrachte die ehemalige Oberbürgermeisterin Margret Härtel einen Korb voller österlicher Leckereien. "Eine wunderbare Geste", freut sich der amtierende OB Claus Kaminsky. Er richtet seinen Dank auch an die Stadtverordnete Hildegard Geberth, Kreistagsmitglied Christel Hesse und ihre Tochter Simone sowie Ortsvorsteher Reiner Dunkel, die in den vergangenen Tagen ebenfalls für Nervennahrung gesorgt hatten. Der Stadtverordnete Robert Erkan lieferte ein großes "Vier gewinnt" – "ein bisschen Entspannung tut zwischendrin gut", so Kaminsky. Fedi Choukair und Daniel Matthieu versorgten den Stab sowie das Klinikum Hanau zudem mit "Smartsleep" – einem Nahrungsergänzungsmittel, das dabei helfen soll, kurze Nächte auszugleichen. "Auch aus dem Kreis der städtischen Kolleginnen und Kollegen wurden wir mit Naschereien versorgt", richtet der OB einen weiteren Dank an Diana Müller und Wolfgang Herget.

Montag: Elf neue Coronavirus-Fälle

am 30 März 2020 17:48
Montag: Elf neue Coronavirus-Fälle

Am vergangenen Wochenende konnte das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises insgesamt weitere 16 am Coronavirus erkrankte Personen für gesund erklären. Insgesamt haben inzwischen 27 Personen die Infektion überstanden. Die Zahl der bestätigten Fälle stieg am Montag um weitere elf Patienten an, so dass die addierte Zahl jetzt bei 162 liegt. Die neuen Meldungen kommen aus Maintal, Nidderau, Gelnhausen, Linsengericht, Rodenbach, Bad Soden-Salmünster und Hanau (5). Die Zahl der aktuell noch als infiziert getesteten Personen liegt aktuell bei 135.

Offenbach: Zahl der positiv Getesteten steigt auf 26

am 30 März 2020 16:16

In Offenbach wurden inzwischen insgesamt 26 Menschen positiv auf Covid-19 getestet. Seit Sonntag sind zwei neue bestätigte Fälle hinzugekommen. Acht Personen werden derzeit im Krankenhaus behandelt. Bei sieben Erkrankten ist der Zustand stabil, bei einer 78-jährigen Person mit diversen Vorerkrankungen ist der Zustand kritisch. Zehn weitere Menschen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Sieben Personen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher einen Todesfall.

Stadtbücherei Nidderau bietet kostenlosen Zugang zu digitalen Medien

am 30 März 2020 16:10

Für die Corona-Schließzeit öffnet der OnleiheVerbundHessen sein Portal. Bibliotheken, Buchhandlungen, Kinos und Konzerthäuser sind zurzeit wegen der Ausbreitung des Corona-Virus geschlossen. Lesen, Zuhause Filme schauen oder Musik hören kann aber jeder gut für sich allein oder im engsten Familienkreis. Die Stadtbücherei Nidderau bietet hierfür über den OnleiheVerbundHessen Tausende von digitalen Romanen, Sachbüchern, Kinderbüchern, Hörbüchern und vieles mehr. Um das Angebot nutzen zu können, benötigte man bisher einen Bibliotheksausweis. Jetzt können sich alle Leserinnen und Leser mit Wohnsitz in Hessen anmelden und während der Schließzeit ihrer Bibliotheken digital lesen. Die hessenweite Lösung ist eine Besonderheit. Möglich wurde sie durch die Unterstützung der Hessischen Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken. Das Angebot ist kostenlos und gilt bis zur Wiederöffnung der Stadtbücherei Nidderau, aktuell also bis zum 19.04.2020. Danach erlischt der Zugang automatisch, Folgekosten fallen nicht an. Interessierte können sich direkt beim OnleiheVerbundHessen registrieren: hessen.onleiheverbundhessen.de/ Weitere Informationen sind unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erhältlich.

Langenselbold: Stundung von Gewerbesteuer

am 30 März 2020 13:41

Durch den Corona-Virus ist eine nie da gewesene, bisher unbekannte Lage, eingetreten. Weitreichende Maßnahmenpakete wurden bereits durch Bund und Länder beschlossen. „In der aktuell für unsere Langenselbolder Betriebe und Unternehmen schwierigen Situation, braucht es möglichst unbürokratische Hilfestellungen, um dazu beizutragen, die wirtschaftlichen Auswirkungen für städtische Unternehmerinnen und Unternehmer abzufedern“, ist sich Erster Stadtrat und Kämmerer Timo Greuel sicher. Deshalb habe er unterstützende Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Liquidität der Unternehmen veranlasst. „Bei der Gewerbesteuer-Vorauszahlung ist die Stadt an die Bescheide des Finanzamts gebunden, daher bieten wir eine zinslose Stundung an.“, fügt der Greuel an. Der erforderliche Antrag könne direkt an die Stadtkasse gerichtet werden.

Das hierfür zur Verfügung stehende Formular steht auf der städtischen Homepage www.langenselbold.de zum Download bereit. Da die Bearbeitung dieser Anträge, auch vor dem Hintergrund der womöglich zu erwartenden Fülle von Stundungsanträgen, unter Umständen eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen wird, sieht die Stadtverwaltung bereits seit 10. März 2020 von Maßnahmen zur Realisierung Ihrer Forderungen ab. Sollten Steuernachzahlungen für vergangene Steuerfestsetzungsjahre fällig sein oder zukünftig fällig werden, können auch diese gestundet werden. Zinsen fallen auch hierfür vorerst keine an.

„Die zur Eindämmung des Corona-Virus absolut notwendigen und sinnvollen Maßnahmen bedeuten insbesondere für unmittelbar von der Krise betroffene, kleine und mittelständische Unternehmen in Langenselbold eine große Belastung und Herausforderung. Es muss darum gehen, die heimische Wirtschaft zu unterstützen und auf diese Weise mittelbar dazu beizutragen, Arbeitsplätze zu erhalten.“, begründet Greuel abschließend die städtische Maßnahme.

Corona: Weiterer Todesfall in Hessen

am 29 März 2020 19:50
Corona: Weiterer Todesfall in Hessen

Die Zahl der Corona-Todesfälle ist am Sonntag um eine Person auf elf gestiegen. Die Zahl der bestätigten Fälle stieg um 167 auf 2.943 an. Der vom Hessischen Sozialministerium in der Tabelle angegebene Wert für den Main-Kinzig-Kreis (119) stimmt weiterhin nicht, hier sind es inzwischen 151 laborbestätigte Infektionen.

24 Menschen in Offenbach positiv getestet

am 29 März 2020 17:48

In Offenbach wurden inzwischen insgesamt 24 Menschen positiv auf Covid-19 getestet. Seit Freitag sind fünf neue bestätigte Fälle hinzugekommen. Sieben Personen werden derzeit im Krankenhaus behandelt, ihr Zustand ist stabil. Neun weitere Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Sieben Personen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher einen Todesfall.

Ausdrücklicher Appell an Pflegeheime

am 29 März 2020 16:38
Ausdrücklicher Appell an Pflegeheime

Die Altenheime und Pflegeeinrichtungen gelten in Corona-Zeiten als umso schützenswerter, als es sich bei den Bewohnerinnen und Bewohnern praktisch durchweg um Menschen aus Risikogruppen handelt. „Das hohe Alter, die vielzähligen Vorerkrankungen bei den Menschen, all das fordert vom Personal, den Angehörigen wie auch von den Menschen in den Einrichtungen selbst höchste Sensibilität und Vorsicht ab“, erklärt Sozial- und Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler (SPD). „Was für grundsätzlich alle Menschen in diesem Land gilt, gilt rund um die Pflegeeinrichtungen in noch mal strengerem Maße: Wir müssen die sozialen Kontakte reduzieren, alle Hygienestandards auf höchstem Level halten und die Gefahr einer Infektion mit allen Möglichkeiten, die wir haben, verhindern.“

Die Erste Kreisbeigeordnete hat in einem neuerlichen Schreiben an das Personal aller stationären und teilstätionären Einrichtungen am Donnerstag auf die veränderte Situation und erneut auf eine strikte Einhaltung bei den Besuchsbeschränkungen hingewiesen. Das sei notwendig, um die Menschen bestmöglich zu schützen, die ein ganz besonderes Risiko haben, „was unser aller oberstes Ziel derzeit ist“, so Simmler. „Meine Befürchtung ist, dass wir die besonders schweren Zeiten noch nicht hinter uns haben, sondern noch vor uns. Diese Zeit müssen wir bestmöglich nutzen, um uns vorzubereiten. Hierbei geht es um verlangsamen, verlangsamen, verlangsamen“, so Simmler zu den derzeitigen Vorbereitungen.

Jeder an seinem Platz und in Wahrnehmung seiner Verantwortung müsse jetzt vieles entscheiden, was vielleicht im Nachgang einmal von Bund oder Land kritisiert werde, führt Simmler weiter aus. Dabei sollen sich „aber bitte alle Verantwortlichen in den Pflegediensten, in den stationären Einrichtungen in den 29 Städten und Gemeinden immer von dem Schutz der Menschen leiten lassen“. Zudem habe Simmler als Gesundheitsdezernentin bereits vor einer Woche die Order ausgegeben, im Verwaltungsstab des Main-Kinzig-Kreises auch den Fall „Was wäre, wenn“ zu planen. Die Experten aus dem Gefahrenabwehrzentrum des Main-Kinzig-Kreises hätten sich daraufhin eine Strategie der Isolierung überlegt.

Diese Strategie beinhalte unter anderem auch, bei einem möglichen Eintrag des Coronavirus in eine stationäre Pflegeeinrichtung im Main-Kinzig-Kreis auf schnellstem Wege eine Isolierung der zu Pflegenden in einer derzeit freien Reha-Klinik im Main-Kinzig-Kreis vorzunehmen. „Ich danke ausdrücklich den Reha-Kliniken unserer Region, dass wir hier auf offene Ohren gestoßen sind. Es ist unsere Verantwortung, auch diese Szenarien zu planen und damit vorbereitet zu sein für einen Fall, der hoffentlich nicht eintreten wird“, macht Simmler deutlich. Daher begrüße sie auch, dass einige Städte und Gemeinden in einen engen Austausch mit den Einrichtungen getreten seien. Dies führe im Ernstfall dazu, dank der Vernetzung wertvolle Zeit zu gewinnen. Die Hinweise zum Schutz der Einrichtungen vor einem Coronavirus-Fall und einer möglichen Verbreitung gehen seit dieser Woche auch noch einmal gezielt an die Bewohnerinnen und Bewohner. „Wir sind hier natürlich auf die Mitarbeit der Seniorinnen und Senioren angewiesen, einerseits. Ich appelliere aber auch an die Angehörigen, mit Verständnis und Bekräftigung unserer Maßnahmen in unser aller Sinne auf die Bewohnerinnen und Bewohner einzuwirken, dass sie sich selber auch komplett an diese notwendigen Regeln halten“, ergänzte Simmler.

Susanne Simmler verband ihr Schreiben an die Alten- und Pflegeeinrichtungen mit einem ausdrücklichen Dank ans Personal. Es gebe derzeit „systemwichtige“ Bereiche in der Gesellschaft, „die jetzt unter Volllast fahren, Bereiche, die für das Fortbestehen unserer Gesellschaft, die für die Gesundheits- und Daseinsfürsorge unverzichtbar sind, Bereiche, die in der Zwischenmenschlichkeit und der Sorgekultur eben keine Distanz wahren können und wollen, die anpacken, um anderen Menschen zu helfen“. Dafür bedanke sie sich bei all jenen, die in diesen Bereichen arbeiteten und für das Wohl anderer einträten, nun auch unter verschärften Sicherheitsbedingungen: „Ich danke Ihnen dafür, dass Sie gerade auch jetzt Ihre Abläufe, Vorkehrungen und auch Ihr Engagement noch einmal ausbauen“, heißt es in dem Schreiben an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der stationären und ambulanten Pflege im gesamten Main-Kinzig Kreis. „Es muss uns gelingen, die Versorgung aufrechtzuhalten. Deswegen werden wir uns ab der kommenden Woche auch – genau wie wir das bei den Ärztinnen und Ärzten tun – einen Überblick verschaffen über die Versorgungssituation mit Schutzmaterialien“, kündigte sie für den Main-Kinzig-Kreis an. Der Kreis fordere weiterhin von Land und Bund, für Versorgungssicherheit zu sorgen, aber die Region könne „auch auf die Hilfe des Main-Kinzig-Kreises bauen“: „Wir tun das, was notwendig und uns möglich ist. Das gilt für die ambulanten medizinischen Strukturen genau wie für die ambulanten und stationären Strukturen in der Pflege“, so Simmler abschließend. 

Foto: Das „Leben mit anderen“, von dem hier auf einem Flur einer APZ-Einrichtung in Rodenbach die Rede ist, beinhaltet derzeit auch höchste Sicherheitsvorkehrungen für Bewohner und Pflegepersonal.

Infektionsschutz: Unternehmen zur Mithilfe aufgerufen

am 29 März 2020 16:37
Infektionsschutz: Unternehmen zur Mithilfe aufgerufen

Um den Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus unvermindert fortsetzen zu können, wird der Main-Kinzig-Kreis sich in eigener Verantwortung weiter für die Bereitstellung von Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel einsetzen. Als weiteren Schritt hat Landrat Thorsten Stolz (SPD) jetzt gemeinsam mit der Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler (SPD) und dem Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann (CDU) die heimischen Unternehmen zur Mitwirkung aufgerufen. In einem Schreiben über die Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern sowie die beiden Kreishandwerkerschaften Hanau und Gelnhausen/Schlüchtern werden die Unternehmen aus dem Main-Kinzig-Kreis gebeten, die Bestände an Infektionsschutzmaterial, die dort nicht dringend benötigt werden, dem Gefahrenabwehrzentrum zur Weiterleitung anzubieten. „Nach unserer Einschätzung könnten wir damit den vorhandenen Versorgungsengpass wirkungsvoll überbrücken und Arztpraxen, Krankenhäuser, Rettungsdienst und Pflegeeinrichtungen zwischen Maintal und Sinntal ausstatten“, erläutert die Kreisspitze.

An Wochenende wurden über das Gefahrenabwehrzentrum mit Unterstützung der Städte und Gemeinden sowie der Freiwilligen Feuerwehren vor Ort bereits aus eigenen Reservebeständen des Main-Kinzig-Kreises zahlreiche niedergelassene Ärzte im Kreisgebiet mit Nachschub versorgt. „Mehr als 200 Pakete mit insgesamt circa 21.000 Schutzmasken und etwa 12.000 Overalls wurden ausgegeben, um hier die Arbeit sicherzustellen“, berichtet Kreisbrandinspektor Markus Busanni am Sonntag in der Sitzung des Verwaltungsstabes. In den kommenden Tagen erwartet der Main-Kinzig-Kreis dann auch den bereits vor Tagen bestellten Nachschub, um die Verteilung auch langfristig sicherzustellen. „Wir schöpfen hier derzeit alle Möglichkeiten aus, um die Arztpraxen, die Kliniken und auch die Altenpflegeheime mit den unverzichtbaren Schutzausrüstungen versorgen zu können“, berichtete Landrat Thorsten Stolz über die intensiven Anstrengungen, auf unterschiedlichen Wegen an die Schutzausrüstungen zu gelangen.

Mit der erhofften Beteiligung der heimischen Unternehmen und Betriebe werde nun eine weitere Option ins Spiel gebracht. „Wir setzen auch hier auf kurze Wege und eine direkte Verteilung an die Stellen, wo ein kurzfristiger Engpass droht. Was die Unternehmen aus dem Main-Kinzig-Kreis zur Verfügung stellen, kommt auch eins zu eins vor Ort an“, erläutert der Landrat. Dazu wurden in den vergangenen Tagen eine logistische Infrastruktur sowie ein gut funktionierendes Kommunikationsnetz auch zu den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern aufgebaut.

Landrat Thorsten Stolz, Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann richten ihren Dank an die IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern sowie die beiden Kreishandwerkerschaften Hanau und Gelnhausen/Schlüchtern, die über ihre Kanäle die wichtige Botschaft an die Unternehmen und Betriebe weiterleiten. Benötigt werden unter anderem Atemschutzmasken der Klasse FFP2 und FFP3, chirurgischer Mundnasenschutz sowie weitere persönliche Schutzausrüstung wie Schutzbrillen, Vollgesichtsmasken, Schutzkittel, Ganzkörperschutzanzüge und Einmalhandschuhe. Die jeweiligen Meldungen sind per Mail zu richten an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Sonntag: Drei neue Coronavirus-Fälle

am 29 März 2020 16:36
Sonntag: Drei neue Coronavirus-Fälle

Die Zahl der laborbestätigten Fälle von Coronavirus im Main-Kinzig-Kreis ist am Sonntag um drei Personen gestiegen. Diese kommen aus Niederdorfelden, Hanau und Gelnhausen. Die Gesamtzahl der positiv getesteten Personen im Main-Kinzig-Kreis stieg damit auf aktuell 151. Die Zahl der als genesen beurteilten Fälle bleibt zunächst unverändert bei 11. Die Zahl der stationär behandelten Corona-Patienten wird jetzt mit 17 angegeben, davon liegen jeweils drei Personen auf Intensivstationen in den Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen sowie im Klinikum Hanau.

Inzwischen zehn Corona-Tote in Hessen

am 28 März 2020 21:44
Inzwischen zehn Corona-Tote in Hessen

Es wurden, Stand 28. März 2020, 14:00 Uhr, in Hessen insgesamt 2.776 SARS-CoV-2-Fälle bestätigt. Im Main-Kinzig-Kreis sind es nicht, wie in der Liste aus dem Hessischen Sozialministerium aufgeführt 113 Fälle, sondern bereits 148 Infektionen. Die Anzahl der Todesfälle in Hessen ist auf 10 gestiegen.

Naturfreunde bieten Kuchen "TO GO" an

am 28 März 2020 21:26

Ab dem 5. April bieten die Naturfreunde Hanau-Rodenbach immer sonntags von 14:00 -16:00 Uhr am Naturfreundehaus in Oberrodenbach frischen Bienenstich und Streuselkuchen im Straßenverkauf an. Dies geschieht natürlich unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen in Sachen Corona.

Samstag: 22 neue Coronavirus-Fälle

am 28 März 2020 16:51
Samstag: 22 neue Coronavirus-Fälle

Im Main-Kinzig-Kreis gibt es 22 weitere Coronavirus-Fälle, die das Gesundheitsamt am Samstag gemeldet hat. Die Gesamtzahl der laborbestätigten Fälle stieg damit auf aktuell 148*, 11 davon hat das Gesundheitsamt bereits wieder als genesen in den normalen Alltag entlassen. Die neuen Meldungen kommen aus Hanau (7), Jossgrund, Maintal, Rodenbach (je 2), Bad Soden-Salmünster, Brachttal, Gelnhausen, Linsengericht, Nidderau, Schlüchtern, Schöneck, Sinntal und Wächtersbach.

Landrat Thorsten Stolz (SPD) hat eine positive Zwischenbilanz der Kreisinitiative gezogen, mit der über das Wochenende eine Reihe von niedergelassenen Ärzten im Kreisgebiet mit Schutzausrüstung versorgt werden. „Wir haben bis Samstagmorgen schon einen Großteil der Lieferungen an die Städte und Gemeinden verteilt, darunter an die größten Städte Hanau und Maintal. Es ist stark und wichtig, dass die örtlichen Krisenstäbe die Aktion mit unterstützen und das Material weiterleiten und pünktlich dorthin bringen, wo es gebraucht wird. Alle Arztpraxen können also kommende Woche aufmachen und mit notwendigen Schutztextilien arbeiten“, sagte der Landrat.

Der Verwaltungsstab des Main-Kinzig-Kreises unter der Federführung der Kreisspitze erstellt zur Versorgungslage der Arztpraxen regelmäßig ein eigenes Lagebild. Daraus ergab sich aus Sicht des Kreises zuletzt ein immer drängenderer Handlungsbedarf, was die Versorgung mit Schutzmaterial anbetrifft. Versuche der Kreisspitze, über die politische Ebene die Beschaffung zu beschleunigen, blieben bisher erfolglos.

Eine große Zahl an Arztpraxen verfügt nach diesem Lagebild zwar noch über genügend Ausrüstung, bei einem anderen Teil wurde das Material jedoch äußerst knapp. „Bei mindestens 180 niedergelassenen Ärzten drohten schon in wenigen Tagen Schließungen, da wollten wir nicht sehenden Auges drauf zusteuern. Daher lassen wir genau diesen Praxen über das Wochenende gezielt und schnell Schutzmaterial zukommen“, so Thorsten Stolz am Samstag. Mit den Lieferungen von Kreis-Seite seien Praxis-Schließungen kurzfristig abgewendet worden, „aber klar ist auch, dass der Nachschub über die offiziellen Versorgungslinien schnell wieder laufen muss“.

Einen Dank richtete Landrat Thorsten Stolz an alle Beteiligten dieser Initiative. Bis in die Nacht hinein seien am Freitag die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gefahrenabwehrzentrums im Kreisgebiet unterwegs gewesen. Für die weitere Verteilung dankte Stolz ebenso den Rathauschefs und Mitgliedern der örtlichen Krisenstäbe.

*Hinweis: Die Gesamtzahl der Coronavirus-Erkrankungen umfasst alle laborbestätigten Fälle von Menschen aus dem Main-Kinzig-Kreis seit Beginn der Verbreitung. Gelegentlich muss die Statistik angepasst werden, etwa bei zunächst nicht eindeutigen Adressmeldungen aus den Laboren oder einer erst nachträglichen Aufklärung über den Erstwohnsitz durch die Patienten. Die Fälle werden somit bundesweit einheitlich nur einmal gezählt. Heute wurde ein Fall aus Bad Soden-Salmünster abgezogen.

122 Covid-19 Patienten in Hessen auf Intensivstation

am 27 März 2020 20:43
122 Covid-19 Patienten in Hessen auf Intensivstation

Derzeit müssen zwölf Covid-19-Patientinnen und -Patienten aus dem Main-Kinzig-Kreis stationär behandelt werden. Das Hessische Sozialministerium hat jetzt auch Zahlen für das ganze Bundesland bekannt gegeben. Demnach befinden sich derzeit (Stand: 26.03.2020) 527 Covid-19 Patientinnen und Patienten in stationärer Behandlung, davon 405 Patientinnen und Patienten in Normalpflegebetten, 88 Patientinnen und Patienten in Intensivbetten und beatmet sowie 34 Patientinnen und Patienten in Intensivbetten und nicht beatmet.

COVID-19 Fallzahlen:
Bestätigte Fälle weltweit: 537.808 (Vergleich zum 26.3.2020 ein Plus von 63.604 Fällen)
Todesfälle weltweit: 24.127 (Vergleich zum 26.3.2020 ein Plus von 2.774 Fällen)
Bestätigte Fälle in Deutschland: 42.288 (Vergleich zum 26.3.2020 ein Plus von 5.780 Fällen)
Todesfälle in Deutschland: 253 (Vergleich zum 26.3.2020 ein Plus von 55 Fällen)
Bestätigte Fälle in Hessen: 2.392 (Vergleich zum 26.3.2020 ein Plus von 222 Fällen)
Todesfälle in Hessen: 7 (Vergleich zum 26.3.2020 ein Plus von 1 Fällen)

Bei den vom Sozialministerium übermittelten Fallzahlen für Hessen (siehe Tabelle) stimmt die übermittelte Zahl aus dem Main-Kinzig-Kreis weiterhin nicht, laut Kreisgesundheitsamt sind es 127 Infektionen.

"Finanzhilfen müssen jetzt direkt bei Unternehmen ankommen"

am 27 März 2020 20:19
"Finanzhilfen müssen jetzt direkt bei Unternehmen ankommen"

"Die versprochenen Rettungsschirme und Finanzhilfen von Bund und Land sind gut und wichtig. Damit sie auch bei unseren heimischen Wirtschaftsteilnehmern ankommen, helfen wir jetzt hier direkt. Dass ein Hanauer im Bürokratie-Dschungel verlorengeht, lassen wir nicht zu. Es gibt viele Fragen – wir geben Antworten", sagt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD). Ab sofort können sich Unternehmerinnen und Unternehmer, Einzelhändler, Gastronomen, Selbstständige und Klein-Unternehmer aus Hanau an die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden. Dort schreiben sie kurz ihr Anliegen und ihre Telefonnummer auf und werden innerhalb eines Tages von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter der Stadt Hanau zurückgerufen, der sie individuell, persönlich, konkret und kostenfrei berät. Falls erforderlich wird in diesem Erstgespräch ein weiterer, fester Telefontermin mit einem Experten vermittelt. Die Stadt Hanau arbeitet mit der NH-ProjektStadt, der Industrie und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, der Kreishandwerkerschaft Hanau und Juristen zusammen. Die Themenpalette reicht von Kurzarbeitergeld bis Fördermöglichkeiten, Zusammenspiel von KfW zu Hausbank, Sparkasse oder Volksbank, und andersherum, Bürgschaften, Kapital für Kleinunternehmen, Fragen bei der Insolvenzveranlagung.

Die Corona-Krise trifft die lokalen Unternehmen besonders hart. Am 19. Februar hatte der rassistische Anschlag Hanau getroffen, direkt nach der zentralen Trauerfeier am 4. März verschärfte sich die Corona-Epidemie. Waren nach dem Anschlag Faschingsveranstaltungen und viele weitere Feiern abgesagt worden, schloss die Stadt zum Schutz ihrer Bürgerinnen und Bürger frühzeitig öffentliche Einrichtungen. Oberbürgermeister Claus Kaminsky: "Hanau ist nun in der fünften Woche in Folge im Ausnahmezustand. Unsere Unternehmen und Selbstständigen sowie die vielen Inhaber-geführten Geschäfte trifft es gerade besonders hart: Dicke Finanzpolster sind bei den Buchhändlern, Optikern, Restaurant- und Kneipenbesitzern sowie Mode-Händlern und Selbstständigen nicht vorhanden – aber die beispielhaft genannten und viele weitere mehr machen unsere Brüder-Grimm-Stadt doch so lebens- und liebenswert. Die Betroffenen bieten nicht nur Waren und Dienstleistungen an, sondern sind uns auch wertvolle Arbeitgeber. Damit es auch nach Corona heißt: Ich lebe gerne in Hanau, ich kann hier gut arbeiten und einkaufen."

Netzwerkangebot in Hasselroth

am 27 März 2020 19:57

Das Netzwerkangebot in Hasselroth, bei dem sich Bürger registrieren lassen können, die Hilfe brauchen oder geben möchten, findet guten Anklang.

Folgende Unterstützungen können in Anspruch genommen werden:
- Einkaufsdienst
- Ausführen von Hunden.
- Botendienste
- Zwischenmenschliche Telefongespräche
- Gartenarbeiten

Aktuell gibt es ein Besuchsverbot in den Krankenhäusern. Deshalb hat den Krisenstab das Angebot einer Mitarbeiterin des Klinikums Hanau erreicht, Gepäck oder sonstiges mit ins Klinikum zu nehmen. Darüber hinaus haben sich Hasselrother am neuen Netzwerk „Wir für Ressourcen im MKK“ beteiligt – Unter dem Motto: „Wir machen Mut, stärken unsere Wohlbefinden und hören auch einfach nur zu & vieles mehr“. Detailinformationen auf Facebook: Wir-für-Ressourcen oder am Bürgertelefon.

"Die helfenden Personen sind bei uns persönlich bekannt, weshalb wir Ihnen diese mit gutem Gewissen „vermitteln“ können. Möchten Sie eine der freiwilligen Leistungen in Anspruch nehmen, so wenden Sie sich bitte an das Bürgertelefon unter 06055/ 880662", so der Krisenstab.

Hilfenetzwerk für Linsengericht

am 27 März 2020 19:28

Für alle Linsengerichter Bürger, die aufgrund der Corona-Krise Hilfe im Alltag benötigen haben sich die örtlichen Kirchengemeinden und die politische Gemeinde zusammen geschlossen um ein gemeinsames Hilfenetzwerk für Linsengericht aufzubauen. Ehrenamtliche Helfer erledigen hier für bedürftige Bürger, welche aufgrund von Alter, Vorerkrankungen oder sonstigen gesundheitlichen Einschränkungen zum Risikopersonenkreis für Corona-Infektionen zählen, wichtige Einkaufs- oder Erledigungsfahrten in und um Linsengericht. Durch diese Maßnahme soll die Gefährdung einer Infektion für den Risikopersonenkreis weiter eingedämmt werden. Die Helfer können sich ausweisen und die Übergabe der Waren erfolgt möglichst kontaktlos. Die Helfer werden vorab über die Infektionsrisiken und die erforderlichen persönlichen Schutzmaßnahmen informiert und können somit ihre Hilfeleistung ohne unnötige Eigengefährdung ausüben. Durch die Organisationsstruktur sind die Helfer auch durch die Unfallkasse Hessen abgesichert. Hilfesuchende sowie freiwillige Helfer können sich unter der zentralen Telefon-Nummer 06051 709 -171 oder der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden. Bürgermeister Albert Ungermann freut sich, dass die gegenseitige Unterstützung so unkompliziert möglich ist und dankt allen Helfern, die sich schon gemeldet haben und die sich noch melden werden.

Freitag gesamt: 21 neue Coronavirus-Fälle

am 27 März 2020 19:23
Freitag gesamt: 21 neue Coronavirus-Fälle

Das Gesundheitsamt hat am Freitag 21 neue Fälle von Covid-19 gemeldet. Die betroffenen Personen leben in Rodenbach (4), Linsengericht (3), Gelnhausen, Hanau, Hasselroth, Nidderau, Schlüchtern (je 2), Bad Soden-Salmünster, Großkrotzenburg, Jossgrund und Maintal. Damit stieg die Gesamtzahl der laborbestätigten Coronavirus-Erkrankungen auf 127. Derzeit müssen zwölf Covid-19-Patientinnen und -Patienten aus dem Kreisgebiet stationär behandelt werden. Derweil hat das Gesundheitsamt nun insgesamt zehn dieser 127 Erkrankten wieder aus der häuslichen Isolierung entlassen. Der Main-Kinzig-Kreis lässt seine niedergelassenen Ärzte nicht im Stich: Nachdem die dringenden Appelle des Kreises in Richtung des Bundesgesundheitsministers, in Richtung der Landesregierung und auch bei der Kassenärztlichen Vereinigung folgenlos geblieben sind, hat die Kreisspitze nun einen eigenen Reservebestand an Schutzausrüstung für die heimischen Praxen mobilisiert und stellt ihn übers Wochenende jenen 180 niedergelassenen Ärzten zur Verfügung, die ansonsten in den kommenden Tagen ihren Betrieb eingestellt hätten.

„Es kann nicht sein, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr zu ihrem Arzt gehen können, nur weil der Mediziner keinen Materialnachschub für seine Arbeit erhält, nicht in diesen Zeiten, nicht im Main-Kinzig-Kreis. Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, Reservebestände des Main-Kinzig-Kreises in Teilen an die Arztpraxen weiterzugeben, die einen größeren Bedarf gemeldet hatten“, begründen Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann die pragmatische Lösung: Über das Gefahrenabwehrzentrum des Main-Kinzig-Kreises wurden in den vergangenen Tagen verschiedene Lager und Quellen angezapft, um nun einen größeren Vorrat an Mundschutz, Handschuhe und Kittel für die weitere Funktionsfähigkeit des medizinischen Betriebs vorhalten zu können.

Durch den regelmäßigen Austausch mit den heimischen Arztpraxen wisse man, dass das Thema Schutzausrüstung schon seit Tagen immer drängender werde, erklärte Landrat Thorsten Stolz. „Einige Ärztinnen und Ärzte standen nun unmittelbar davor, ihre Praxen dichtzumachen bis sie neues Schutzmaterial für sich und ihre Angestellten bekommen hätten. Es war Zeit, schnell und unkonventionell zu helfen, um die Einsatzfähigkeit sicherzustellen“, so der Landrat. „Unsere Aktion dient jetzt auch nicht dazu, dass sich die eigentlich verantwortlichen Stellen zurücklehnen. Im Gegenteil, wir überbrücken jetzt mit unserer Lieferung für eine kurze Zeit dort, wo die Bedarfe am dringendsten sind. Kurzfristig muss das Bundesgesundheitsministerium endlich seinen Ankündigungen Taten folgen lassen, die niedergelassenen Ärzte mit ausreichend Nachschub zu versorgen.“ Die Verteilung vor Ort koordinieren die Städte und Gemeinden übers Wochenende. Der Main-Kinzig-Kreis hat am Freitagmittag damit begonnen, die Pakete für rund 180 niedergelassene Ärzte im gesamten Kreisgebiet auszuliefern, versehen mit den entsprechenden Adressen der Arztpraxen zur unverzüglichen Weitergabe über die Kommunen. 

Eisdielen bleiben geschlossen: Am Donnerstagabend sorgte eine Mitteilung des Landes Hessen für Verunsicherung, wonach Eisdielen doch wieder hätten öffnen können. Hintergrund war eine aus Sicht von Landrat Thorsten Stolz „recht eigenwillige Interpretation von klassischem Eisdielen-Betrieb“: Analog zu Speisegaststätten sollte der Verkauf der kalten Süßspeise über die Theke als Verkauf von Essen zum Mitnehmen ausgelegt werden – und wäre damit erlaubt. „Das hätte bei diesem Wetter zu einem riesigen Andrang und zu den erwartbaren Warteschlangen geführt. Nicht, dass ich jemandem das leckere Eis nicht gönne. Aber wenn das Land Hessen das zum jetzigen Zeitpunkt erlaubt hätte, hätten wir uns alle unsere Empfehlungen zum Abstandhalten und zur Vermeidung sozialer Kontakte schenken können“, so Thorsten Stolz. Der Main-Kinzig-Kreis hatte bereits am Freitag klargestellt, dass der klassische Eisverkauf der Eisdielen, auch über die Theke, weiterhin untersagt bleibt. Kurz darauf revidierte auch das Land Hessen seine Einschätzung dazu.

Zehn Coronavirus-Fälle haben Erkrankung überstanden

am 27 März 2020 16:16

"Von den mittlerweile über 120 Coronavirus-Erkrankungen bei Menschen aus dem Main-Kinzig-Kreis können die nächsten zehn abgezogen werden", heißt es in einer Pressemitteilung der Kreispressestelle. Das Gesundheitsamt habe für sie die häusliche Isolierung aufgehoben. Nach der Hanauerin, dem ersten laborbestätigten Fall von Anfang März, sind nun zehn weitere aus Rodenbach (6), Freigericht (2), Bad Soden-Salmünster und Nidderau wieder in den Alltag entlassen worden. Allen am Coronavirus Erkrankten habe der Main-Kinzig-Kreis vorsorglich häusliche Isolierung angeordnet, sofern sie nicht aufgrund ihres Gesundheitszustandes in ein Krankenhaus eingewiesen werden mussten. Auch für die Kontaktpersonen hätten die entsprechenden strengen Vorkehrungen gegelten.

"Für die tatsächlich Infizierten müssen die Erkältungssymptome über einen längeren Zeitraum komplett abgeklungen sein und das Gesundheitsamt muss eine fachliche Einschätzung abgegeben haben, bevor sie wieder all ihren normalen Tätigkeiten uneingeschränkt nachgehen können. Wer von den Kontaktpersonen keinerlei Erkältungssymptome entwickelt hatte, durfte nach Ablauf der 14 Tage nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt die Absonderung ebenfalls beenden. Dieses Verfahren basiert auf den bundesweit angewandten „Kriterien zur Entlassung aus der häuslichen Isolierung“, wie sie vom Robert-Koch-Institut und der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden für die Corona-Pandemie festgelegt wurden. Eine Ansteckungsgefahr geht von den weiteren zehn Genesenen nicht mehr aus", so die Kreispressestelle.

Offenbach: Zwei neue bestätigte Infektionen

am 27 März 2020 15:56

In Offenbach wurden inzwischen insgesamt 19 Menschen positiv auf Covid-19 getestet. Seit Donnerstag sind zwei neue bestätigte Fälle hinzugekommen. Vier Personen werden derzeit im Krankenhaus behandelt, ihr Zustand ist stabil. Elf weitere Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Drei Personen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher einen Todesfall.

Freitag: Sieben neue Coronavirus-Fälle

am 27 März 2020 13:02
Freitag: Sieben neue Coronavirus-Fälle

Im Main-Kinzig-Kreis waren am Freitag 112 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Im Vergleich zum Vortrag ist laut der Bundesbehörde für Infektionskrankheiten ein Anstieg um sieben Personen zu verzeichnen. Somit kommen im Main-Kinzig-Kreis aktuell 26,73 Infektionen auf 100.000 Einwohner. Aus ganz Hessen wurde am Freitag (27. März 2020) ein Anstieg um 166 Fälle auf 2.323 Covid-Infektionen vermeldet. Sieben Menschen sind verstorben (+1), darunter eine Frau aus Hanau. Im Vogelsbergkreis waren am Freitag 39 Menschen infiziert, das entspricht 36,83 Fällen pro 100.000 Einwohner. Aus dem Wetteraukreis wurden 74 Fälle gemeldet (24,15 pro 100.000 Einwohner), aus dem Landkreis Aschaffenburg 90 Fälle (1 Todesfall/51,66 pro 100.000 Einwohner) und aus dem Landkreis Fulda 118 (53,01 pro 100.000 Einwohner). Im Landkreis Offenbach wurden bis Freitag 121 Fälle (2 Todesfälle/34,17 pro 100.000 Einwohner) und aus der Stadt Frankfurt 241 Fälle (32 pro 100.000 Einwohner) vom Robert-Koch-Institut veröffentlicht.

Covid-19-Fälle in Deutschland
Gesamt: 42.288
Veränderung zum Vortag: +5.780
Todesfälle: 253
Veränderung zum Vortag: +55

5-14 Jahre
Männlich: 441
Weiblich: 339

15-34 Jahre
Männlich: 5.600
Weiblich: 5.400

35-59 Jahre
Männlich: 11.500
Weiblich: 9.500

60-79 Jahre
Männlich: 4.100
Weiblich: 3.100

80+ Jahre
Männlich: 841
Weiblich: 828

Covid-19-Fälle in Hessen
Gesamt: 2.323
Veränderung zum Vortag: +166
Todesfälle: 7
Veränderung zum Vortag: +1

15-34 Jahre
Männlich: 312
Weiblich: 242

35-59 Jahre
Männlich: 742
Weiblich: 564

60-79 Jahre
Männlich: 229
Weiblich: 143

Fallzahlen aus den hessischen Landkreisen:

Gießen: 98
Landkreis Offenbach: 121 / 2 Todesfälle
Offenbach: 18 / 1 Todesfall
Lahn-Dill-Kreis: 116
Darmstadt: 48
Hochtaunuskreis: 110
Darmstadt-Dieburg: 130 / 1 Todesfall
Main-Kinzig-Kreis: 112 / 1 Todesfall
Darmstadt: 48
Odenwaldkreis: 46
Marburg-Biedenkopf: 91
Bergstraße: 112
Groß-Gerau: 136
Hersfeld-Rotenburg: 28
Landkreis Kassel: 73
Stadt Kassel: 65
Waldeck-Frankenberg: 45
Schwalm-Eder-Kreis: 93
Limburg-Weilburg: 119
Main-Taunus-Kreis: 88 / 1 Todesfall
Rheingau-Taunus-Kreis: 64
Werra-Meißner-Kreis: 14
Wiesbaden: 124 / 1 Todesfall

Hanau: Kita-Gebühren und Essensgebühren werden erstattet

am 26 März 2020 22:36
Hanau: Kita-Gebühren und Essensgebühren werden erstattet

In der Corona-Krise mit Ausgehbeschränkungen im täglichen Leben sind die städtischen Parkhäuser und Tiefgaragen weniger stark ausgelastet als sonst. Das nutzt die Hanauer Parkhaus GmbH (HPG) für eine Sonderaktion, von der vor allem Anwohnerinnen und Anwohner innerhalb des City-Rings oder in der Nähe profitieren können: Für 50 Euro pro Kalendermonat können sie bis auf weiteres einen Stellplatz mieten. Dieser Preis liegt deutlich unter den ansonsten üblichen Stellplatzmieten. Weiterer Vorteil der HPG-Sonderaktion ist auch, dass Autos gerade bei längeren Standzeiten wie jetzt in Parkhäusern besser geschützt sind. Zudem wird dadurch der Parkraum im öffentlichen Straßenraum entlastet.

Bis zu 400 Stellplätze bietet die HPG an: in den Parkhäusern Kinopolis und Kinopolis 2 jeweils 50, im Parkhaus Am Forum 200 und im Parkhaus Congress Park/Schwimmbad 100. Falls die Nachfrage diese Stückzahlen überschreitet, können auch mehr vermietet werden, sofern die Restkapazitäten ausreichen, um Kurzparkende aufzunehmen. Die abzuschließenden Verträgen, die per Mail geordert werden können unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder auf dem Postweg (Am Frankfurter Tor 10, 63450 Hanau), haben eine beidseitige Kündigungsfrist von 14 Tagen zum Monatsende. Das macht beide Vertragspartner flexibel für die Zeit nach der Corona-Krise, wenn die Kurzparkenden wieder zunehmen und Anwohnende ihr Auto tagsüber wieder brauchen.

Ein Anwohner-Parkausweis ist bei dieser Aktion nicht erforderlich. Nötig ist allein, dass Mieter ihre Adresse im bzw. am City-Ring nennen. Für die Transpondertickets ist einmalig eine Gebühr von acht Euro zu zahlen.

Kita-Gebühren: Abbuchungen ausgesetzt

Bereits mit der Ankündigung der vorläufigen Schließung der Kindertagesstätten und der Familientagesbetreuung hatte die Stadt erklärt, dass selbstverständlich die bezahlten Gebühren und das Essensgeld für die Zeit erstattet werden. Wie der Eigenbetrieb Kindertagesbetreuung jetzt mitgeteilt hat, werden bestehende Abbuchungsaufträge ab April ausgesetzt. Eltern, die ihre Gebühren mit einem Dauerauftrag bezahlen, werden gebeten, diesen ebenfalls vorläufig einzustellen. Zur Verrechnung von zu viel gezahlten Gebühren im März lässt sich jedoch erst nach der Wiederaufnahme der Kinderbetreuung Genaueres sagen.

Lieferservice jetzt mit Kühlwagen

Bereits gut angelaufen ist der kommunale Lieferservice, mit dem die Stadt Hanau während der Corona-Krise die Versorgung von Bürgern sicherstellen will, die sich in einer Notlage befinden, in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und keine Hilfe haben oder wegen Quarantänemaßnahmen die Wohnung nicht verlassen können. Mit einer flächendeckenden Flugblatt-Aktion, die alle Hanauer Haushalte erreicht hat, wurde am Donnerstag noch einmal auf dieses Angebot aufmerksam gemacht, das die notwendigsten Waren des täglichen Lebens ins Haus liefert. Auf der Corona-Internetseite der Stadt ist unter www.corona.hanau.de sowohl ein Bestellformular herunterzuladen als auch eine Liste der Waren zu finden, die in den Lieferservice fallen. Bestellungen werden auch unter der Telefonnummer 06181/2958130 angenommen. Seit kurzem verfügt der Lieferservice, der von der Stadt in Kooperation mit dem Rewe-Markt Cifci organisiert und koordiniert wird, auch über ein Kühlfahrzeug, das sicherstellt, dass die vorgeschriebene Kühlkette sichergestellt ist.

Auch bei der Auslieferung wird streng auf die Hygiene-Empfehlungen geachtet. Ein direkter Kontakt zwischen dem Empfänger der Waren und dem städtischen Lieferanten ist nicht vorgesehen. Der Helfer stellt die Ware vor die Tür, klingelt und wartet dann in entsprechendem Abstand, bis Sie die Lieferung angenommen haben. Es wird aus diesem Grund auch nicht an der Haustür abgerechnet, sondern die Rechnung kommt später per Post.

Foto: Jonas Schäfer vom kommunalen Hanauer Lieferservice, der die Versorgung von Bürgern sicherstellt, die sich in einer Notlage befinden, in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und keine Hilfe haben oder wegen Quarantänemaßnahmen die Wohnung nicht verlassen können. Foto: Stadt Hanau

Fallzahlen COVID-19 in Hessen

am 26 März 2020 22:21
Fallzahlen COVID-19 in Hessen

Das Hessische Sozialministerium gab am Donnerstag an, dass 93 Menschen im Main-Kinzig-Kreis mit dem Conora-Virus infiziert seien. Laut Robert-Koch-Institut waren es 105 Fälle, die Kreispressestelle berichtete von 106 Fällen.

Donnerstag: Sechs neue Coronavirus-Fälle im MKK

am 26 März 2020 17:31

Nachdem am Mittwoch 19 neue laborbestätigte Coronavirus-Fälle gemeldet wurden, sind es am Donnerstag sechs weitere Infektionen. Damit liegt die Gesamtzahl der registrierten Erkrankungen im Main-Kinzig-Kreis insgesamt bei 106. Davon befinden sich 98 Personen derzeit noch in häuslicher Isolierung, acht Personen werden inzwischen stationär behandelt, davon zwei auf der Intensivstation. In welchen Kommunen die neuen Fälle aufgetreten sind, veröffentlicht der Main-Kinzig-Kreis nicht mehr. "Aus Respekt vor der Privatsphäre der betroffenen Personen und ihren Familien werden wir keine weitere Angaben zu den einzelnen Fällen veröffentlichen", erklärte die Kreispressestelle. Eine Person (Jahrgang 1927), die am Mittwoch als positiv gemeldet wurde, ist kurz darauf im familären Umfeld an den Folgen der Lungenkrankheit gestorben (wir berichteten). Laut Auskunft des Gesundheitsamtes könnten in den kommenden Tagen einige Personen als gesund wieder in das Alltagsleben zurückkehren. Voraussetzung ist eine fachliche Bestätigung durch die Behörde, dass keine Gefahr der Übertragung mehr besteht. Das kann durch einen abschließenden negativen Test oder nach einer entsprechend langen Zeit ohne Symptome erfolgen.

Gelnhausen setzt Kita-Betreuungsgebühren aus

am 26 März 2020 16:58

Um die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise für die Eltern etwas abzumildern, hat der Gelnhäuser Magistrat beschlossen, die Beiträge für die Kinderbetreuungsgebühren und die Essenspauschale für den Monat April 2020 auszusetzen, um die betreuungsfreie Zeit zwischen dem 16. März und dem 17. April 2020 auszugleichen. 

Aufgrund der Corona-Pandemie sind die städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen  - Krippenhaus, Kitas und Betreuungsschule - nur für eine Notbetreuung für Kinder von Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, geöffnet. “Für viele Eltern geht die Corona-Krise mit starken finanziellen Einbußen beispielsweise durch den Bezug von Kurzarbeitergeld oder den kompletten Wegfall von Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit einher. Der Magistrat und ich sehen die Beitragsaussetzung dabei als Mittel der gesamtgesellschaftlichen Unterstützung, die die Barbarossastadt Gelnhausen leisten kann”, so Bürgermeister Daniel Christian Glöckner zum Beschluss, den der Magistrat am Donnerstag getroffen hat. Die Regelung gelte auch für die Eltern, deren Kinder in der Notbetreuung seien. Der Einzug der Betreuungsgebühren und das Essensgeld wird für den Monat April 2020 ausgesetzt. “Wir werden sehen, wie sich die Lage entwickelt und der Magistrat wird zu gegebener Zeit entscheiden, ob die Aussetzungsfrist verlängert wird”, so Glöckner.

Erster Corona-Todesfall in Hanau

am 26 März 2020 16:58

Am Donnerstag gab es in Hanau den ersten Corona-Todesfall. Es handelt sich um eine mehr als 90 Jahre alte Bürgerin, die sich in häuslicher Quarantäne befand. "Unser Mitgefühl gilt allen, die der Verstorbenen nahegestanden haben", sagt Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Zurzeit befinden sich 13 Corona-Patienten in Hanau in stationärer Behandlung, die auch aus der Region stammen. Kaminsky mahnt: "Wir dürfen unsere Ziele, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und uns medizinisch besser aufzustellen, nicht aus den Augen verlieren." Im Klinikum Hanau befinden sich aktuell drei positiv getestete Patienten sowie drei Patienten mit fraglicher Infektion auf der COVID-Station. Zwei weitere Patienten mit nachgewiesener COVID-19-Infektion liegen auf der Intensivstation. Im Sankt Vinzenz Krankenhaus sind zwei positiv getestete Patienten sowie zwei Patienten mit fraglicher Infektion auf der COVID-Station. Ein weiterer Patient mit fraglicher Infektion liegt auf der Intensivstation. Insgesamt befinden sich 13 Menschen in Hanau in stationärer Behandlung.

"Optimale Ausstattung unserer Krankenhäuser und ihres Personals hat allerhöchste Priorität", so Hanaus Oberbürgermeister Kaminsky. Sehr deutlich äußerte sich Kaminsky in dieser Frage gegenüber Prof. Dr. Jürgen Graf. Der von Hessens Sozialminister Kai Klose vor einer Woche mit der Führung des Planungsstabes "Stationäre Versorgung von COVID-19-Patienten" beauftragte Ärztliche Direktor des Frankfurter Uni-Klinikums Graf hat bisher keine Aufgabenstellungen und keine Informationen kommuniziert. Ebenso wartet Hanau auf Schutzausrüstungen und Atemschutzmasken für Kliniken, Alten- und Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Jugendamt, Feuerwehr, Arztpraxen und deren Mitarbeiter, die von Bundesgesundheitsminister Spahn zugesagt worden war. Kaminsky: "Ich bleibe dabei: Alles, was wir hier in Hanau für unsere Bürgerinnen und Bürger selbst in die Hand nehmen können, tun wir – und lassen auch nicht nach. Unsere Krankenhäuser bereiten sich so gut wie möglich und vorausschauend vor und ergreifen notwendigen Maßnahmen. Jetzt sind Bund und Land an der Reihe, ihren Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten gerecht zu werden, "

Der OB wies auf die ständig aktualisierte, zentrale Informations-Internetseite der Stadt Hanau, www.corona.hanau.de hin. Dort sind zum Beispiel auch viele, über das ganze Stadtgebiet verteilte Apotheken aufgelistet, die einen Bringdienst anbieten.

Corona-Schutzschirm sichert Krankenhäuser, Ärzte und Pflege

am 26 März 2020 10:35

Der Bundestag hat am Mittwoch den Schutzschirm für Krankenhäuser, Ärzte und die Pflege beschlossen. "Mit einem breiten Bündel an Maßnahmen werden die Einrichtungen des Gesundheitswesens gestützt, die die Hauptlast der Krise tragen", erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Müller, die als Mitglied des Gesundheitsausschusses an den Entscheidungen beteiligt war. Bundesregierung und Bundestag hätten im Kampf gegen das Coronavirus schnell und entschlossen Handlungsfähigkeit demonstriert. Noch nie sei ein so umfassendes Hilfspaket in so schneller Zeit beraten und verabschiedet worden, so die Abgeordnete. Bettina Müller: "Am Gesetzentwurf ist in zahlreichen Telekonferenzen und per E-Mail über das gesamte Wochenende gefeilt worden, damit er unter Verkürzung aller sonst üblichen Fristen bereits am Mittwoch im Bundestag verabschiedet werden konnte."

Die Eile sei notwendig gewesen, um den Krankenhäusern schnellst möglich zusätzliche Mittel für die Beschaffung von Schutzausrüstung zur Verfügung stellen zu können. Außerdem galt es, die Krankenhäuser - viele davon in kommunaler Trägerschaft - finanziell handlungsfähig zu halten. "Die Kliniken erhalten jetzt für jedes zusätzliche Intensivbett mit Beatmungsgerät 50.000 Euro", erläutert Müller, die selbst gelernte Krankenschwester ist. Die Bundestagsabgeordnete sieht hier aber auch das Land Hessen in der Pflicht, das die erforderliche Investitionskosten nach eigen Konzepten noch zusätzlich ergänzen kann. Die zusätzlichen Intensivbetten müssten ohnehin durch die zuständigen Landesbehörden genehmigt werden. Weiter e Maßnahme: Krankenhäuser, die Operationen verschieben, um die Betten für Corona-Fälle frei zu machen, erhalten einen finanziellen Ausgleich aus dem Bundeshaushalt. Zur Unterstützung und Entlastung der Pflegekräfte bei der Behandlung von Infektionsfällen seien ebenfalls zusätzliche Mittel vorgesehen. Auch Reha-Kliniken können in der Krise bei der Versorgung von Coronafällen mithelfen und erhielten dafür die notwendige Unterstützung sowie einen Ausgleich für leerstehende Betten. "Insgesamt rechnen wir mit rund 10 Mrd. Euro an zusätzlichen Mitteln und Entlastungen für die Krankenhäuser", betont die Gesundheitspolitikerin.

Auch Ärzte und Psychotherapeuten erhalten mögliche Einnahmeausfälle durch rückläufige Patientenzahlen erstatte, um die ärztliche Versorgung aufrecht zu erhalten. Weitere Regelungen, so Müller weiter, sorgten für Entlastung der Pflegekräfte durch die Verringerung bei Begutachtungen, Qualitätsprüfungen und Beratungseinsätzen. Einrichtungen der Altenpflege bekommen Mehrausgaben oder Mindereinnahmen über die Pflegeversicherung erstattet. Bettina Müller: "Wir werden sorgfältig analysieren, wie sich die Gesetze auswirken und werden bei Bedarf mit weiteren Maßnahmen nachsteuern." Die SPD-Politikerin will sich vor allem dafür einsetzen, dass in einen weiteren Schritt auch die Physiotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten unterstützt werden. Deren Praxen hätten durch Ausgangsbeschränkungen mit stark rückläufigen Patientenzahlen zu kämpfen und seien durch den Mangel an Schutzkleidung und Desinfektionsmittel in ihrer Arbeitsfähigkeit bedroht. Die Corona-Pandemie dürfe nicht dazu führen, dass dieser wichtige Versorgungsbereich in existenzielle Nöte gerate.

Internationales Blasmusikfestival auf 2021 verschoben

am 26 März 2020 10:33
Internationales Blasmusikfestival auf 2021 verschoben

In einer Sitzung hat das Organisationsteam des Blasmusikfestivals beschlossen, das für September 2020 geplante Blasmusikfestival aufgrund der aktuellen Lage und der Verbreitung des Corona-Virus auf das kommende Jahr zu verschieben. „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht“, so Dr. Dirk Thom, der Geschäftsführer der Bad Orb Kur GmbH. „Unter den derzeitigen Bestimmungen zum internationalen Reiseverkehr ist die weitere Planung für uns als Veranstalter, aber auch für die teilnehmenden europäischen Orchester nicht mehr möglich“. Für das diesjährige Festival standen die Teilnehmer bereits fest: 34 Orchester aus 13 Nationen haben eine Zusage für das dreitägige Blasmusik-Event in der Kurstadt erhalten. Alte Bekannte, aber auch 6 neue Orchester wären mit dabei gewesen.

Um die Orchester als auch den Veranstalter vor den Ausgaben ohne Gegenwert zu bewahren, hat sich das Organisationsteam für eine frühzeitige Verlegung des Festivals entschieden. Nun gilt es, alle Orchester zu informieren, alle Übernachtungsbetriebe und Sponsoren zu unterrichten sowie alle Beteiligten über den neuen Termin in Kenntnis zu setzen. Denn ohne diesen wollten die Organisatoren nicht an den Start gehen und lassen das Blasmusikfestival nun vom 10. bis 12. September 2021 in Bad Orb stattfinden.

„Wir sind ein internationales Festival und dementsprechend tragen wir als Organisatoren eine große Verantwortung für die Gesundheit aller Musikerinnen und Musiker, für alle Betreuerinnen und Betreuer, für die Besucherinnen und Besucher und natürlich auch für unsere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer“, sagt Organisationsleiter Ulrich Prähler. Das Blasmusikfestival ist ein Gemeinschaftsprojekt der Bad Orb Kur GmbH und den beiden größten Vereinen, dem Turnverein 1868 e. V. Bad Orb und dem Geselligkeitsverein Viktoria Bad Orb 1892 e. V.

Ab Montag: Anträge für Corona-Soforthilfe stellen

am 26 März 2020 09:58

Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzufedern, hat das Land Hessen gemeinsam mit dem Bund auch ein milliardenschweres Soforthilfeprogramm für Solo-Selbständige, Freiberufler, Künstlerinnen und Künstler sowie Kleinstunternehmen geschnürt. Insgesamt stehen dafür 2 Milliarden Euro zur Verfügung. Ab Montag, 30. März, können entsprechende Anträge online auf der Homepage des Regierungspräsidiums Kassel unter https://rp-kassel.hessen.de gestellt werden. Darauf weisen die CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert, ihr Bundestagskollege Dr. Peter Tauber, die Landtagsabgeordneten Heiko Kasseckert, Michael Reul und Max Schad sowie der hauptamtliche Kreisbeigeordnete Winfried Ottmann in einer Pressemitteilung hin.

Die Corona-Soforthilfe wird als einmaliger nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Sie beträgt inklusive der Bundesförderung bei bis zu fünf Beschäftigten 10.000 Euro, bei bis zu zehn Beschäftigten 20.000 Euro und bei bis zu 50 Beschäftigten 30.000 Euro für jeweils drei Monate. Teilzeitbeschäftigte sind in Vollzeitäquivalente umzurechnen. Die Höhe des Zuschusses ist abhängig von der Höhe des Liquiditätsengpasses, der durch die Folgen der Corona-Pandemie entstanden ist. Zuschussberechtigt sind Unternehmen, die steuerpflichtige Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbstständiger Arbeit erwirtschaften, Angehörige freier Berufe, nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz versicherte Künstler sowie am Markt tätige Sozialunternehmen in der Rechtsform einer gGmbH. In Hessen wird nur die Stellung eines Antrages notwendig sein, um sowohl die Bundes- als auch die Landesförderung zu erhalten.

„Viele Unternehmen kämpfen in Folge der Corona-Pandemie um ihr wirtschaftliches Überleben. Gerade Selbstständige, Freiberufler, Künstler oder kleinere Unternehmen erhalten oft aufgrund fehlender Sicherheiten keine Kredite oder können diese nur schwer zurückzahlen. Ihnen allen wollen wir mit den Soforthilfen gezielt und unbürokratisch unter die Arme greifen. Hier kommt es auf jeden Tag an, denn es geht darum, dass die Miete bezahlt und Rechnungen beglichen werden können. Sowohl das Land, als auch der Bund haben hier schnell und entschlossen reagiert und in einem gemeinsamen Kraftakt innerhalb weniger Tage ein entsprechendes Soforthilfeprogramm auf den Weg gebracht. Ein Dank gilt auch der Industrie- und Handelskammer sowie den Handwerkskammern, die die Betroffenen bei der Antragsstellung unterstützen werden“, so die CDU-Vertreter aus dem Main-Kinzig-Kreis.

Hasselroth: Ute Glück näht Atemschutzmasken

am 25 März 2020 21:42
Hasselroth: Ute Glück näht Atemschutzmasken

Aufgrund der knappen Ressourcen sollen professionellen Atemschutzmasken den medizischen Kräften überlasen werden, die sie wirklich brauchen, um sich gegen Infektionen zu schützen. Selbst genähten Masken, die von der Bevölkerung getragen werden könnten, wurde zumindest bislang hingegen eine geringe Wirkung nachgesagt. "Schon das klingt doch in den Ohren wie ein merkwürdiger Widerspruch. Ich muss irgendetwas tun, sonst werde ich verrückt", dachte sich Ute Glück aus Neuenhaßlau. Der Anfang waren einige misslungene Modelle, bis zum richtigen Schnitt dauerte es jedoch nicht lang - nun werden Masken genäht. Die dreilagige Version schützt mindestens vor einer Schmierinfektion im Gesicht, noch dazu sind Filterpapiere (alles waschbar) eingelegt, um das Risiko weiter zu minimieren. Sie können mit Desinfektionsspray eingesprüht und gewaschen werden und auch mit Wasserdampf keimarm gemacht werden. "Auch wenn wir mancherorts vielleicht belächelt werden und uns komisch vorkommen, noch viele Wochen werden wir wohl auf einen solchen Schutz nicht verzichten können. Ein Appel - wo auch immer Masken genäht und abgeben werden - nutzen Sie diese! Wütend macht das Lesen von Masken-Diebstählen und überteuerten Angeboten. Das ist nicht nur kriminell, es ist schäbig", gibt sie Ute Glück gerne kostenlos ab, erbittet höchstens eine kleine Spende: "Eine Notsituation möchte ich nicht zum eigenen Profit ausnutzen." Für den Erlös werde neues Material besorgt, übriges Geld später gespendet.

Fallzahlen COVID-19 in Hessen

am 25 März 2020 21:16
Fallzahlen COVID-19 in Hessen

Im Gegensatz zu den vom Hessischen Sozialministerium übermittelten Zahlen sind es im Main-Kinzig-Kreis aktuell bereits über 100 Fälle.

Brustgesundheitstag im Krankenhaus fällt aus

am 25 März 2020 21:03

Gemäß aller Expertenempfehlungen wurden alle Patienten- und Informationsveranstaltungen in den Main-Kinzig-Kliniken bis auf weiteres abgesagt. Daher kann auch der ursprünglich für Samstag, den 18. April vorgesehene Brustgesundheitstag Gelnhausen nicht stattfinden.

Gelnhausen: So tagte die Stadtverordnetenversammlung

am 25 März 2020 20:27
Gelnhausen: So tagte die Stadtverordnetenversammlung

Die 850-jährige Geschichte von Gelnhausen ist um ein weiteres Kapitel reicher: Aufgrund der Corona-Krise tagte die Stadtverordnetenversammlung am Mittwochabend vor dem Rathaus auf dem Obermarkt, im Halbkreis stellten sich die wenigen erschienenen Stadtverordneten auf. Der Grund für die außergewöhnliche Sitzung war die Einbringung des Haushaltsentwurfs für die Jahre 2020/2021. Nicht einmal fünf Minuten dauerte das Zusammentreffen, das ordnungsgemäß von der Stadtverordnetenvorsteherin Pia Horst eröffnet wurde. Dann übergab sie das Wort an Bürgermeister Daniel Christian Glöckner (FDP): „Der Ihnen heute hier vorgelegte Doppelhaushalt ist ein Resultat vieler interner Beratungsrunden. Mehr einsparen geht nicht, wir kratzen schon an der Substanz – es ist wie essen ohne Zähneputzen. Irgendwann fallen sie aus, wenn sie nicht gepflegt werden“, so seine mahnenden Worte. Er hofft, dass der Doppelhaushalt in den Gremien auf Zustimmung stößt, damit die Stadtverwaltung während der Corona-Krise und in der Zeit danach arbeiten kann.

Ein großes Minus klafft weiterhin bei der Kinderbetreuung: Den Erträgen Höhe von 3,78 Millionen Euro stehen Aufwendungen in Höhe von 9,55 Millionen Euro gegenüber - also ein Zuschussbedarf in Höhe von 5,77 Millionen Euro. „Dieses Verhältnis wird in den nächsten Jahren noch weiter auseinander gehen, wenn die geplanten Kitas dann eröffnet sind. Die Unterhaltungs- und Personalkosten im Aufwandsbereich werden dann noch höher sein. Derzeit liegen die Kosten für einen ‚normalen‘ Kindergartenplatz im Schnitt bei um die 750 Euro“, erklärte Glöckner.

Die Gewerbe- sowie die Grundsteuern bleiben auf den alten Werten der Hebesätze mit 450 Punkten bei der Grund- und 380 Punkten bei der Gewerbesteuer. Für Investitionen sind im Haushaltsentwurf neun Millionen Euro in diesem und 4,4 Millionen Euro im nächsten Jahr vorgesehen sowie über 4 Millionen Euro im Bereich Abwasser, Friedhof und Stadtbus. Die größten Investitionen sind die Baukosten für die Kinderbetreuungseinrichtungen, so die Kita in Meerholz und die Kita in Haitz. Für die freien Träger von Kindergärten sind zweimal Positionen in Höhe von 150.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Für den städtischen Brandschutz im Rahmen des Feuerwehrwesens sind 1.720.000 Euro für Fahrzeuge, Geräte und das Feuerwehrhaus in Gelnhausen-Ost eingestellt. Für die Straßenbaumaßnahmen sind 970.000 Euro eingeplant. Glöckner: „Ich appelliere an alle politisch verantwortlichen Personen, den Doppelhaushaltsentwurf zu genehmigen, um für dieses und nächstes Jahr handlungsfähig zu bleiben. Erst in einem halben bis Dreivierteljahr werden wir in der Lage sein, zu beurteilen, was uns diese Krise hinterlassen hat.“ Teilgenommen an der außergewöhnlichen Stadtverordnetenversammlung haben neben der Vorsitzenden Pia Horst und Bürgermeister Glöckner noch Markus Kolb (SPD), Heinz Klausner (Bürger für Gelnhausen), Uwe Leinhaas (Grüne), Kolja Saß, Hendrik Silken und Sabri Gözel (alle FDP) sowie Magistratsmitglied Arndt Lometsch (SPD) und Dagmar Petersein vom parlamentarischen Büro. Die CDU-Fraktion hatte sich komplett entschuldigt. Ein Zuschauer wohnte der Versammlung bei.

15 Personen in Offenbach mit Covid-19 infiziert

am 25 März 2020 19:30

Die Zahl der positiv auf Covid-19 getesteten Menschen in Offenbach ist seit Dienstag um zwei gestiegen. Insgesamt gibt es 15 Menschen, die in Offenbach nachweislich infiziert sind. Zwei Personen befinden sich im Krankenhaus, bei beiden ist der Zustand stabil. Elf weitere Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Das städtische Gesundheitsamt teilt zudem mit, dass bereits eine Person genesen ist. Das Stadtgesundheitsamt plädiert an alle Offenbacherinnen und Offenbacher, soziale Kontakte zu vermeiden und das eigene Zuhause nur für dringende Besorgungen zu verlassen. Dabei sollte immer ein Abstand zu anderen Menschen gehalten werden. Verboten sind zudem Zusammenkünfte von mehr als zwei Menschen. Alle Informationen zur Lage und aktuell getroffenen Maßnahmen in Offenbach stehen unter www.offenbach.de/corona im Internet. Sie werden fortlaufend aktualisiert.

Stadt Gelnhausen stundet Gewerbesteuer

am 25 März 2020 19:23

Um Unternehmen in der Barbarossastadt Gelnhausen während der Corona-Krise zu entlasten, ermöglicht Bürgermeister Daniel Christian Glöckner (FDP) bei der Erbringung eines entsprechenden Nachweises ab sofort die zinslose Stundung der Gewerbesteuer vorerst bis zum 30. Juni 2020. Im Rahmen seiner Befugnisse nach der Hessischen Gemeindeordnung (§70 Absatz 3 HGO) hat Gelnhausens Bürgermeister Daniel Christian Glöckner entschieden, die zinslose Stundung von städtischen Steuerforderungen zunächst bis zum 30. Juni 2020 zu ermöglichen, wenn die Einziehung der Gewerbesteuer eine erhebliche Härte darstellen würde. Diese Regelung betrifft vorwiegend die Gewerbesteuer, in begründeten Fällen auch die Grundsteuer. Antragsteller müssen mindestens einen Sachverhalt darlegen, aus dem sich plausibel ergibt, dass sie die Steuerstundung tatsächlich aufgrund der Corona-Krise benötigen. Geeignete Unterlagen wie beispielsweise eine betriebswirtschaftliche Auswertung, Kontoauszüge etc. sind mit dem Antrag einzureichen. 

„Bei Gewerbesteuerforderungen, die auf Grund von Veranlagungen für Vorjahre entstanden sind, kann eine zinslose Stundung bis zum 30. Juni 2020 beantragt werden. Je nachdem wie sich die Krise entwickelt, werde ich über eine Verlängerung entscheiden“, so der Rathauschef. Bei Fragen zu Stundungen von städtischen Steuerforderungen können sich Unternehmen mit der entsprechenden Fachabteilung der Stadt Gelnhausen unter der Telefonnummer 06051 830-144 oder 830-148 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  in Verbindung setzen.

„Wir befinden uns in einer außergewöhnlichen Lage, die außergewöhnliche Maßnahmen nach sich zieht. Der Gesetzgeber gibt uns Instrumente an die Hand, mit denen wir die Auswirkungen der Corona-Krise für Beschäftigte und Unternehmen abfedern können“, so Glöckner. „Mit Blick auf die enormen Auswirkungen der Pandemie auf die Volkswirtschaft, die jetzt schon deutlich sichtbar werden, ist die zinslose Steuerstundung zwar nur ein kleiner Mosaikstein, aber wir wollen im Rahmen der geltenden Gesetze helfen, wo wir das als Kommune können.“ Darüber hinaus wird auch auf Vollstreckungsmaßnahmen wie Kontopfändungen und gesetzlich anfallende Säumniszuschläge vorerst bis zum 30. Juni 2020 verzichtet, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist.

Unternehmen können darüber hinaus beim Finanzamt einen Herabsetzungsantrag für die Körperschaftssteuer und folglich auch die Gewerbesteuervorauszahlung stellen. Die entsprechenden Ansprechpartner des Finanzamts finden Unternehmen auf ihrer Messbetragsmitteilung oder unter www.finanzamt.hessen.de Durch einen Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlungen kann die Steuerbelastung an die in kürzester Zeit gesunkene Ertragserwartung für das Jahr 2020 angepasst werden. Hierfür müssen die Unternehmen darlegen, dass aufgrund der bereits eingetretenen und noch zu erwartenden Umsatzausfälle das voraussichtliche zu versteuernde Einkommen 2020 deutlich gemindert ist oder sogar ein Verlust zu erwarten ist.

Außerdem bieten auch Bund und Land verschiedene Hilfsangebote für Unternehmerinnen und Unternehmer an, wie zum Beispiel den Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen oder Förderprogramme der KfW. Nützliche Links zum Thema gibt es unter www.gelnhausen.de oder im CoroNetz des Main-Kinzig-Kreises unter www.mkk.de

Brüder Grimm Festspiele: Tickets werden erstattet

am 25 März 2020 19:22

Bereits gekaufte Tickets für die wegen der Corona-Pandemie abgesagten Brüder Grimm Festspiele 2020 werden zurückgenommen und erstattet. Die Frage ist aber, ob die Kunden auf einer Rückzahlung bestehen sollten. In einer gemeinsam Pressemitteilung haben Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Intendant Frank-Lorenz Engel darum gebeten, die Festspiele und vor allem die in Not geratenen Schauspieler zu unterstützen. Dazu wird die Stadt einen Fonds bilden, der aus Spenden und auch aus dem Verzicht auf die Rückerstattung von Tickets gebildet werden soll. "Natürlich erstatten wir alle bereits gekauften Tickets", so Oberbürgermeister Claus Kaminsky, "unabhängig vom rechtlichen Anspruch". Die Regelung ist dabei unbürokratisch: Die Eintrittskarten können einfach an der Stelle zurückgegeben werden, wo sie gekauft wurden. Es sei klar, so heißt es in der Pressemitteilung, dass dies aktuell natürlich etwas schwierig sei wegen der Einschränkungen im normalen Geschäftsbetrieb. Die Kunden werden deshalb um etwas Geduld gebeten, bis die Vorverkaufsstellen wieder ihren regulären Betrieb aufgenommen haben. Außerdem gibt es die Möglichkeit auf dem Postweg die Tickets zurückzugeben. Dazu gibt es bei Frankfurt Ticket ein Rückerstattungsformular unter https://bit.ly/BGF-Erstattung im Internet. Infos gibt es zudem telefonisch über die Ticket-Hotline 069-13 40 400, unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! per Mail sowie auf den Webseiten www.frankfurtticket.de und www.festspiele.hanau.de.

Gleichwohl bitten Kaminsky und Engel aber auch alle Fans der Festspiele darum, über eine Rückerstattung gründlich nachzudenken. "Wer die Eintrittskarten nicht oder nur teilweise zurückgibt, leistet damit einen finanziellen Beitrag zur Milderung der Problemlage, in der sich die Festspiele nunmehr befinden" so der OB. Dabei können die Festspielfans über ihren Beitrag individuell entscheiden. Bei mehreren gekauften Tickets kann zum Beispiel auch nur ein Teil der Tickets auf dem Formular beantragt und der Rest gespendet werden. "Besonders hart von der Absage betroffen sind die Schauspieler", erinnert Intendant Frank-Lorenz Engel, "von denen praktisch alle freiberuflich arbeiten". Die Gagen seien ohnehin nicht üppig, umso mehr schmerze jetzt der Ausfall. Im Gegensatz zu anderen vergleichbaren Festspielen kommen die Brüder Grimm Festspiele mit einem relativ schmalen Budget aus. Ohne Spenden und Sponsoren wäre das kulturelle Aushängeschild der Stadt, das jährlich rund 80.000 Besucher ins Amphitheater lockt, kaum zu stemmen. Neben den bereits entstandenen und vertraglich gebundenen Kosten, die vor allem aus dem städtischen Zuschuss finanziert werden müssen, bleibt der Verlust durch die Absage, der vor allem die Künstler und freiberuflichen Mitarbeiter trifft.

Die emotionale Bindung der Hanauer und vieler Menschen der Region zu "ihren" Brüder Grimm Festspielen sei einzigartig, so Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Das gelte auch in Bezug auf die Schauspieler, die keine unnahbaren Stars seien, sondern mit großem Engagement und großer Spielfreude jedes Jahr die Besucher begeistern und dabei auch ganz persönliche Bindungen aufbauen. "Einige stehen bereits seit Jahren auf der Festspielbühne und haben uns viele berührende und freudige Momente geschenkt", so Kaminsky, "deshalb wollen ihnen zeigen, das Hanau keinen allein lässt". Und Intendant Frank-Lorenz Engel ergänzt: "Wir hoffen jetzt auf die Solidarität der Märchenfans mit den betroffenen Künstlern". Diese Solidarität mit den Festspielen und den Akteuren kann man aber nicht nur durch Verzicht auf die Ticket-Rückerstattung beweisen. Auch wer noch keine Karten gekauft hat, kann ganz konkret helfen. Frankfurt-Ticket als Organisator des Kartenverkaufs wird dazu online "virtuelle Tickets" unter https://bit.ly/BGF-Spenden anbieten. Auf diesem Weg kann man in unterschiedlichen Kategorien von fünf bis 100 Euro unkompliziert einen Beitrag zum Unterstützungsfond leisten. Hier genügt übrigens das erworbene Spendenticket als Nachweis beim Finanzamt. Zudem besteht natürlich auch weiterhin die Möglichkeit, die Festspiele regulär mit einer Spende zu unterstützen. Dazu ist ein besonderes Spendenkonto bei der Sparkasse Hanau unter der Nummer IBAN DE92 5065 0023 0000 0500 05 eingerichtet. Bitte als Verwendungszweck "BGF" angeben und, falls eine Spendenquittung gewünscht wird, zusätzlich Namen und vollständige Adresse.

Besonders erfreut zeigten sich in diesem Zusammenhang Oberbürgermeister und Intendant über eine Entscheidung der Umicore-Geschäftsleitung. Das in Hanau mit einem großen Standort vertretene Unternehmen gehört zu den wichtigen Sponsoren der Festspiele. Der für 2020 gezahlte Sponsorbeitrag soll einen Beitrag dazu leisten, die schwierige Lage der Festspiele und der Schauspieler zu bewältigen. "Wir haben uns riesig über diese beispielhafte Entscheidung gefreut," so Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Intendant Frank-Lorenz Engel. Das sei ein Zeichen gelebter Solidarität und beweise, wie stark Umicore mit der Brüder-Grimm-Stadt und ihren Festspielen verbunden sei. "Wir hoffen, dass wir auch den Brüder Grimm Festspielen über die Krise helfen können, wenn möglichst viele – sei es mit einer noch so kleinen Spende – dieses kulturelle Wahrzeichen der Stadt zu ihrer Herzenssache machen", so Kaminsky und Engel. Auch bei den Festspielen gelte also "Hanau steht zusammen", heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

Mittwoch: 19 neue Coronavirus-Fälle

am 25 März 2020 19:21
Mittwoch: 19 neue Coronavirus-Fälle

Nach 19 neuen laborbestätigten Coronavirus-Fällen am Mittwoch ist die Gesamtzahl der gemeldeten Fälle auf über 100 gestiegen, wie das Gesundheitsamt mitteilt. Die betroffenen Personen kommen sowohl aus dem West- wie auch aus dem Ostkreis (siehe Tabelle). Es ist der bisher höchste Anstieg an einem einzigen Tag im Main-Kinzig-Kreis.

„Die Verbreitung des Coronavirus ist noch lange nicht gestoppt, wenngleich wir große Hoffnungen haben, dass sich die Verbreitungsdynamik durch die Kontaktbeschränkungen in einigen Tagen abschwächt. In jedem Fall braucht das medizinische Personal im Kreisgebiet ausreichend Schutzausrüstung, um den hohen Anforderungen in dieser Zeit weiter verlässlich gerecht zu werden“, erklärt Landrat Thorsten Stolz. Thorsten Stolz mahnt in dem Zusammenhang die Umsetzung der Zusage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an, wonach zehn Millionen dringend benötigter Atemschutzmasken auf dem Weg seien. Der Bundesgesundheitsminister habe vor über einer Woche die Zusage gegeben, dass kurzfristig diese große Zahl an Schutzmasken für Arztpraxen, Kassenärztliche Vereinigungen und Krankenhäuser zur Verfügung gestellt würden. „Wir merken davon nichts und bei uns kommt nichts an. Was bei uns aber ankommt sind die zunehmenden Hilferufe aus Praxen, den Krankenhäusern und dem Pflegebereich, dass Atemschutzmasken und Schutzausrüstungen zur Neige gehen“, berichtet der Landrat. Das Thema Atemschutzmasken und Schutzausrüstung nehme in jeder Besprechung des Verwaltungsstabes des Main-Kinzig-Kreises breiten Raum ein. Hier müsse „dringend eine Lösung herbeigeführt werden“.

Losgelöst von den Aufforderungen in Richtung der Bundesregierung, endlich die gemachten Zusagen auch umzusetzen, setzt der Main-Kinzig-Kreis nach den Worten von Landrat Thorsten Stolz derzeit „alle Hebel in Bewegung, um selbst zusätzliche Atemschutzmasken, Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel zu beschaffen“: „Wir brauchen das zusätzliche Material für den Main-Kinzig-Kreis, und wir lassen nichts unversucht, es für unseren medizinischen Bereich bereitstellen zu können“, so Thorsten Stolz. Zusätzlich hat der Landrat noch einmal einen Hilferuf in Richtung Bund und Land gestartet und in einem persönlichen Schreiben an den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Ministerpräsident Volker Bouffier, Innenminister Peter Beuth und Sozialminister Kai Klose die Situation zwischen Maintal und Sinntal geschildert und „dringende Unterstützung“ für Arztpraxen, Krankenhäuser und den Bereich der Pflege eingefordert. 

Terminanfragen bei der Zulassungsstelle über Webformular: Die Terminvergabe für Anliegen an den Zulassungsstellen in Linsengericht und Hanau erfolgt ab sofort schneller und zielgerichteter. Auf der Internetseite des Main-Kinzig-Kreises, www.mkk.de, steht dazu ein Kontaktformular zur Verfügung, unter anderem im CoroNetzunter „Alltag in Zeiten von Corona“. Der Kreis bittet, für Terminanfragen ausschließlich auf dieses Formular zurückzugreifen, da sich das bisherige Verfahren per Mail nicht bewährt hat. Hintergrund ist, dass viele Mail-Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern unvollständige oder nicht nachvollziehbare Angaben enthalten haben, was die Terminvergabe erheblich erschwert hat. Anfragen auf diesem Wege werden ab sofort nicht mehr bearbeitet. Auch Wunschtermine können aufgrund des eingeschränkten Zulassungsservices derzeit nicht berücksichtigt werden. Alternativ können zum Beispiel Adressänderungen oder Abmeldungen auch über das Online-Portal der Zulassungsstellen des Main-Kinzig-Kreises online durchgeführt werden, entsprechende Informationen zur Vorgehensweise im Online-Verfahren sind ebenfalls auf der Homepage des Kreises zu finden. In diesem Zusammenhang weist der Kreis erneut auf das Dienstleistungsangebot der verschiedenen Zulassungsdienste und auch der Kfz-Händler hin. Diese übernehmen gegen ein Entgelt die Abwicklung eines Zulassungsvorgangs.

IG Metall fordert Nachbesserungen beim Kurzarbeitergeld

am 25 März 2020 16:00

Bei der Bewältigung der Corona-Pandemie sind soziale Schieflagen zu verhindern, daher muss das Kurzarbeitergeld dringend aufgestockt werden. Dabei sollen die Arbeitgeber insbesondere die neu geregelte Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge zur Aufstockung des Kurzarbeitergelds nutzen. Der Gesetzgeber ist gefordert, den rechtlichen Rahmen hierfür zu schaffen.

Hierzu erklärt Robert Weißenbrunner, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Hanau-Fulda: „Die auf den Weg gebrachten Änderungen zum Bezug des Kurzarbeitergeldes sind absolut nicht ausreichend. Kurzarbeit bedeutet für viele Beschäftigte erhebliche Einkommenseinbußen. Die gesetzliche Regelung mindert das Nettoeinkommen betroffener Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer um bis zu 40 Prozent. Millionen von Arbeitnehmerhaushalten geraten bei laufenden Mieten und anderen finanziellen Verpflichtungen in existentielle Nöte, die es abzufedern gilt. Besonders Niedrigverdiener treffen die massiven Einkommensverluste hart. Das bedeutet für viele Beschäftigte, dass sie mit dem Kurzarbeitergeld nicht über die Runden kommen und gezwungen werden, Arbeitslosengeld II zu beantragen. Einige Branchen und Unternehmen werden in dieser Situation ihrer Verantwortung gerecht, indem Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen zur Aufstockung bei Kurzarbeit abgeschlossen wurden. Im Main-Kinzig-Kreis konnten nach unserem bisherigen Informationsstand im Zuständigkeitsbereich der IG Metall Hanau-Fulda dort wo notwendig in folgenden Unternehmen bisher Aufstockungsregelungen vereinbart werden: NORMA Germany und NORMA Holding in Maintal, Vacuumschmelze in Hanau, Birkenstock (Alsa) in Steinau. In Osthessen konnte nach unserem bisherigen Informationsstand nur bei der Fa. Thyssen Krupp System Engineering in Burghaun eine Aufstockungsregelung vereinbart werden.

Darüber hinaus konnten Aufstockungsregelungen unter anderem für die tarifgebundene Metall- und Elektroindustrie in Hessen vereinbart werden. Es ist weiterhin unser Ziel, so viele betriebliche und tarifliche Lösungen zu schaffen. Wir müssen aber feststellen, dass trotzdem in der deutlichen Mehrheit der Betriebe bislang keine tariflichen oder betrieblichen Aufstockungsregelungen gibt oder sich Verhandlungen schwierig gestalten. Deshalb fordert die IG Metall die Arbeitgeber auf, dort wo bislang noch nicht geschehen, auf das Angebot zu Verhandlungen von Betriebsräten und der Gewerkschaften einzugehen und eine Aufzahlungsregelung zur Kurzarbeit abzuschließen.

Bei der aktuellen gesetzlichen Neuregelung des Kurzarbeitergeldes wurden die Arbeitgeber von der Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge entlastet, die sie nach der alten Regelung noch zahlen mussten. Den Arbeitnehmern wird aber gleichzeitig eine notwendige Anhebung des Kurzarbeitergelds verweigert. Diese Ungerechtigkeit gilt es aufzuheben. Den Gesetzgeber fordern wir daher auf, die rechtlichen Rahmenbedingungen so zu verändern, dass die Arbeitgeber im Falle der Kurzarbeit im Betrieb zur Weitergabe des Arbeitnehmeranteils an den erstatteten Sozialversicherungsbeiträgen an die Beschäftigten verpflichtet werden.

Wir fordern die regionalen Bundes- und Landtagsabgeordneten auf, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten dafür einzusetzen, damit das Kurzarbeitergeld entsprechend aufgestockt werden kann.“



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