Coronavirus: 48 Todesfälle in Hessen

am 04 April 2020 22:43
Coronavirus: 48 Todesfälle in Hessen

In Hessen sind die Fallzahlen von COVID-19 am Samstag auf 4.325 angestiegen (Vergl. 03.04.2020: + 228). Die Todesfälle in Hessen stiegen auf 48 (Vergl. 03.04.2020: + 11). Im Main-Kinzig-Kreis gab es anders als in der Tabelle des Hessischen Sozialministeriums dargestellt am Samstag 255 laborbestätigte Infektionen.

16 neue Coronavirus-Fälle

am 04 April 2020 13:24
16 neue Coronavirus-Fälle

Das Gesundheitsamt hat am Samstag 16 neue laborbestätigte Coronavirus-Fälle gemeldet. Die Betroffenen wohnen in Hanau (5), Maintal (3), Jossgrund (2), Bad Soden-Salmünster, Birstein, Brachttal, Bruchköbel, Erlensee und Wächtersbach. Die Gesamtzahl der an Covid-19 Erkrankten aus dem Kreisgebiet liegt nach der offiziellen Statistik nun bei 255*. Stellt man die mittlerweile 57 genesenen Personen gegenüber und zieht drei Todesfälle ab, so ergibt sich die Zahl von 195 Menschen, die aktuell noch an Covid-19 erkrankt sind. Die meisten davon kommen aus Hanau (52), Maintal (19) und Bad Soden-Salmünster (11). Von den 57 mittlerweile wieder genesenen Bürgerinnen und Bürger wohnen die meisten in Rodenbach (16) und Freigericht (4).

*Hinweis: Die Gesamtzahl der Coronavirus-Erkrankungen umfasst alle laborbestätigten Fälle von Menschen aus dem Main-Kinzig-Kreis seit Beginn der Verbreitung. Gelegentlich muss die Statistik angepasst werden, etwa bei zunächst nicht eindeutigen Adressmeldungen aus den Laboren oder einer erst nachträglichen Aufklärung über den Erstwohnsitz durch die Patienten. Die Fälle werden somit bundesweit einheitlich nur einmal gezählt. In vereinzelten Fällen wie beispielsweise am 3.4. wird durch das Labor irrtümlich ein Negativ- als Positiv-Ergebnis übermittelt. Auch diese Meldung ist aus der Statistik wieder herausgenommen worden.

Pflegeheim-Bewohnerin positiv auf Corona getestet

am 04 April 2020 13:16

Im Main-Kinzig-Kreis ist eine Pflegeheim-Bewohnerin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Weitere positive Labortestergebnisse aus der Einrichtung im Ostkreis liegen im Moment nicht vor. Die Seniorin befindet sich derzeit in einem Krankenhaus in stationärer Behandlung. Die Kontaktpersonen der Infizierten sind isoliert, ihr Gesundheitszustand wird engmaschig durch das Gesundheitsamt überwacht. Das gilt auch für zehn Angestellte des Hauses, für die der Main-Kinzig-Kreis häusliche Isolierung angeordnet hat. Die Pflege und Versorgung aller Bewohnerinnen und Bewohner ist unter strengen Auflagen des Gesundheitsamts in der Einrichtung sichergestellt. Das Gesundheitsamt steht in permanentem Austausch zur Einrichtungsleitung. Die Einrichtung selbst wird die Angehörigen der zu pflegenden Seniorinnen und Senioren informieren.

37 Corona-Todesfälle in Hessen

am 03 April 2020 22:18
37 Corona-Todesfälle in Hessen

Übersicht der bestätigten COVID-19-Fälle in Hessen inklusive 7-Tage-Inzidenz. Im Main-Kinzig-Kreis sind es inzwischen bereits 240 Fälle.

COVID-19 Fallzahlen

am 03 April 2020 22:14
COVID-19 Fallzahlen

Bestätigte Fälle weltweit: 1.017.693 (Vergleich zum 2.4.2020 ein Plus von 79.320 Fällen)
Todesfälle weltweit: 53.179 (Vergleich zum 2.4.2020 ein Plus von 5.892 Fällen)
Bestätigte Fälle in Deutschland: 79.696 (Vergleich zum 2.4.2020 ein Plus von 6.174 Fällen)
Todesfälle in Deutschland: 1.017 (Vergleich zum 2.4.2020 ein Plus von 145 Fällen)
Bestätigte Fälle in Hessen: 4.097 (Vergleich zum 2.4.2020 ein Plus von 215 Fällen)
Todesfälle in Hessen: 37 (Vergleich zum 2.4.2020 ein Plus von 6 Fällen)

Freitag: 17 neue Coronavirus-Fälle

am 03 April 2020 16:42
Freitag: 17 neue Coronavirus-Fälle

Das Gesundheitsamt hat am Freitag 17 neue laborbestätigte Coronavirus-Fälle gemeldet. Die Betroffenen wohnen in Hanau (8), Bad Soden-Salmünster, Bruchköbel (je 2), Brachttal, Erlensee, Großkrotzenburg, Steinau und Wächtersbach. Die Gesamtzahl der an Covid-19 Erkrankten aus dem Kreisgebiet liegt nach der offiziellen Statistik nun bei 240*. Stellt man die mittlerweile 54 genesenen Personen gegenüber und zieht drei Todesfälle ab, so ergibt sich die Zahl von 183 Menschen, die aktuell noch an Covid-19 erkrankt sind. Die meisten davon kommen aus Hanau (47), Maintal (16), Bad Soden-Salmünster, Schlüchtern und Steinau (je 10). Insgesamt 31 Patienten aus dem Kreisgebiet mit einer bestätigten Infektion werden in den Kliniken innerhalb des Main-Kinzig-Kreises stationär betreut.

*Hinweis: Die Gesamtzahl der Coronavirus-Erkrankungen umfasst alle laborbestätigten Fälle von Menschen aus dem Main-Kinzig-Kreis seit Beginn der Verbreitung. Gelegentlich muss die Statistik angepasst werden, etwa bei zunächst nicht eindeutigen Adressmeldungen aus den Laboren oder einer erst nachträglichen Aufklärung über den Erstwohnsitz durch die Patienten. Die Fälle werden somit bundesweit einheitlich nur einmal gezählt.

Covid-19: Keine neuen Fälle in Offenbach

am 03 April 2020 15:10

Insgesamt 32 Menschen in Offenbach wurden bislang positiv auf Covid-19 getestet. Seit gestern gibt es allerdings keinen neuen bestätigten Fall. Aktuell werden acht Personen im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich drei Personen im Alter zwischen 54 und 78 Jahren mit Vorerkrankungen in einem kritischen Zustand. Mittlerweile sind 15 weitere Personen in häuslicher Quarantäne. Acht Menschen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher einen Todesfall.

Evonik spendet Hanau 3.000 Liter Desinfektionsmittel

am 03 April 2020 11:05
Evonik spendet Hanau 3.000 Liter Desinfektionsmittel

"In der Krise zusammenhalten – das schweißt zusammen, das zeichnet eine Stadtgesellschaft aus", zeigt sich Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky froh über die Spende des Spezialchemie-Unternehmens Evonik, das seit vielen Jahrzehnten im Industriepark Wolfgang ansässig ist und den Park betreibt. Kerstin Oberhaus, Standortleiterin des Industriepark Wolfgang, freut sich sehr, dass Evonik 3.000 Liter Desinfektionsmittel für die Stadt Hanau kostenfrei zur Verfügung stellen konnte. "Die Chemie hilft – das ist unsere Devise, der wir natürlich auch in Hanau sehr gerne folgen. Wir stellen diese Desinfektionsmittel normalerweise nicht selbst her und haben im Konzern kurzfristig auf den sprunghaft gestiegenen Bedarf reagiert", so Oberhaus. "Wir tun, was wir können, um zu helfen, wo es nötig ist."

In der Corona-Krise sind medizinische Produkte weltweit begehrt –Handschuhe, Schutzkittel, Mundschütze sowie Flächen- und Hand-Desinfektionsmittel sind vor allem für ärztliches und pflegerisches Personal dringendes Gut und bereits oft Mangelware. Für Bürgerinnen und Bürger reicht handelsübliche Seife zur Reinigung aus. Um die 3.000 Liter Desinfektionsmittel Hausärzten, Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie mobilen Pflegediensten in passenden Behältnissen zukommen zu lassen, hat die Kelterei Heil (Laubuseschbach) 2,5- und 5-Liter-Kanister zur Verfügung gestellt. Bei Evonik sind aufgrund des deutlich gestiegenen Bedarfs an Desinfektionsmitteln an mehreren Standorten die entsprechenden Produktionsaktivitäten zur kurzfristigen Hilfe ausgeweitet worden. Das Unternehmen erreichen vermehrt Anfragen von Kassenärztlicher Vereinigung, Apotheken, Feuerwehren und Krankenhäusern. Institutionen des Gesundheitswesens wurde bisher nach bestehenden Liefer- und Produktionsmöglichkeiten geholfen. Inzwischen beteiligt sich das Spezialchemieunternehmen darüber hinaus an einer breit angelegten Initiative des Chemie-Verbandes VCI. Evonik liefert dafür – koordiniert über Mitarbeiter in Hanau - in größeren Mengen aktive Inhaltsstoffe für Desinfektionsmittel. Die deutschlandweite Verteilung der gebrauchsfertigen Mittel übernimmt eine neue Online-Plattform des VCI, die in den kommenden Tagen für klar definierte Zielgruppen wie Krankenhäuser freigeschaltet wird.

Oberbürgermeister Kaminsky: "Wir arbeiten im Krisenstab daran, die Hanauerinnen und Hanauer bestmöglich zu informieren und punktgenau zu helfen. Wir haben überlegt, welche Firmen wir in Hanau haben, die helfen können. Evonik hat uns sofort Unterstützung zugesagt und umgesetzt. Diese wichtige Desinfektionsmittel-Spende ist großartig." Kaminsky weiter: "Beim Thema Mundschutz haben wir in Hanau rasch und früh einen Weg gefunden, wie wir unseren Hausärzten, Alten- und Pflegeheimen sowie mobilen Pflegediensten im Rahmen unserer Möglichkeiten mit professionellen Masken helfen können. Bürgerinnen und Bürgern stellen wir auf unserer Internetseite www.corona.hanau.de eine eigene Nähanleitung für Masken zur Verfügung." Wer keinen Zugang zu einer selbstgenähten Schutzmaske hat, kann sich beim Bürgertelefon der Stadt Hanau, Telefon 06181/ 67660-2001, melden. Kaminsky mahnt, weiterhin soziale Kontakte zu meiden sowie Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen einzuhalten.

Fotos: Evonik hat der Stadt Hanau 3.000 Liter Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. Quelle: Evonik

Politische Jugendorganisationen übernehmen Fahrdienst für Tafel

am 03 April 2020 10:56
Politische Jugendorganisationen übernehmen Fahrdienst für Tafel

Kurz nachdem vor drei Wochen erste Aufenthaltsbeschränkungen beschlossen wurden, gründete sich im Main-Kinzig-Kreis ein Bündnis aus engagierten Jugendlichen, um im gesamten Main-Kinzig-Kreis Hilfe für Betroffene der Risikogruppe zu koordinieren. Ursprünglich von Jusos, Grüner Jugend, Junger Union, Junger Liberale und der Partei „Die Partei“ initiiert, wuchs die Gruppe schnell auf 70 Personen an. Oft koordiniert die Gruppe Anfragen von einzelnen Haushalten, die Unterstützung beim Einkauf von Lebensmitteln oder beim Besorgen von Medikamenten benötigen. Mittlerweile übernimmt die Gruppe auch im größeren Stil regelmäßige Ausfahrten für die Tafel Gelnhausen, dessen ehrenamtliche Mitarbeiter/innen größtenteils selbst der Risikogruppe angehören und somit keinen Dienst mehr leisten könne.

„Auch diesen Dienstag haben wir wieder über 50 Haushalte beliefern können. In diesen Zeiten Hilfe zu leisten und zu sehen wie Generationen füreinander da sind, ist ein tolles Gefühl“, so Lennard Oehl, der für das Bündnis die Hilfsaktion bei der Tafel organisierte. Auch für die kommenden Wochen kündigten die Jugendlichen ihre Unterstützung an. „Die Jugendlichen helfen uns, in dieser schweren Zeit die Not unserer Kunden zu lindern“, bedankte sich Harald Geib, Geschäftsführer der Gelnhäuser Tafel. „Vielen Kunden wurde Ende des Monats das Geld knapp und so haben wir ihnen gemeinsam geholfen, die "Ebbe" im Geldbeutel zu entlasten.“ Auch andere Gruppen helfen der Tafel an anderen Wochentage beim Ausfahren, sodass der Betrieb zumindest teilweise gewährleistet werden kann.

Foto (von links): Harald Geib mit einer Mitarbeiterin der Tafel sowie Raphael Spindler und Alexander Heger vom Jugendbündnis.

Hanauer Seniorenbüro sagt alle Veranstaltungen ab

am 03 April 2020 09:47

Auf Grund der aktuellen Corona-Krise sagt das Seniorenbüro der Stadt Hanau alle geplanten Veranstaltungen bis zur Sommerpause ab. "Sollten schon Teilnehmerbeiträge gezahlt worden sein, werden wir diese natürlich zurückerstatten", verspricht Bürgermeister Weiss-Thiel. Die Absage der Veranstaltungen, Schulungen und Reisen sei nötig, um die Seniorinnen und Senioren, die ja zur Risikogruppe zählen, zu schützen. "Selbst wenn es mit den derzeitigen Maßnahmen gelingt, die Ausbreitung des Virus auf ein für unsere Krankenhäuser beherrschbares Maß zu verringern, ist es deshalb nach Aussage der Experten noch nicht ungefährlich. Der Schutz der älteren Bevölkerung geht im Moment vor", so Weiss-Thiel. Ganz davon abgesehen sei eine Vorbereitung der Reisen aktuell nicht möglich, da Busse und Unterkünfte auf Verdacht gebucht werden müssten und somit die Gefahr von hohen Stornokosten entstehe.

Videobotschaft: OB Kaminsky erklärt den Mundschutz

am 02 April 2020 21:46

Das Robert-Koch-Institut hat am Donnerstagnachmittag seine Einschätzung zum Tragen von Mundschutz geändert: Wenn Menschen - auch ohne Symptome - vorsorglich eine Maske tragen, könnte das das Risiko einer Übertragung von Viren auf andere mindern, meldet das RKI. Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky aktuell dazu: "Dass sich das Robert-Koch-Institut in dieser wichtigen Frage nun neu aufstellt, freut mich sehr. Seit Montag gilt in Hanau die Formel ‚Wenn jeder eine Maske trägt, ist allen geholfen‘. Unsere Position war bisher durch den Präsidenten der Bundesärztekammer und den renommierten Virologen Dr. Alexander Kekulé prominent gestützt. Jetzt auch durch das RKI, das bestärkt uns."

COVID-19 Fallzahlen in Hessen

am 02 April 2020 21:16
COVID-19 Fallzahlen in Hessen

Eine Übersicht bestätigter COVID-19-Fälle in Hessen inklusive 7-Tage-Inzidenz. Im Main-Kinzig-Kreis sind es inzwischen bereits 224 Fälle.

COVID-19 Fallzahlen in Hessen

am 02 April 2020 21:13
COVID-19 Fallzahlen in Hessen

Bestätigte Fälle weltweit: 938.373 (Vergleich zum 1.4.2020 ein Plus von 77.068 Fällen)
Todesfälle weltweit: 47.287 (Vergleich zum 1.4.2020 ein Plus von 4.922 Fällen)
Bestätigte Fälle in Deutschland: 73.522 (Vergleich zum 1.4.2020 ein Plus von 6.156 Fällen)
Todesfälle in Deutschland: 872 (Vergleich zum 1.4.2020 ein Plus von 140 Fällen)
Bestätigte Fälle in Hessen: 3.882 (Vergleich zum 1.4.2020 ein Plus von 300 Fällen)
Todesfälle in Hessen: 31 (Vergleich zum 1.4.2020 ein Plus von 6 Fällen)

Gründauer Kitas: Gebühren werden ausgesetzt

am 02 April 2020 20:31

In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Gründauer Gemeindevorstand mit den Folgen der Corona-Krise in der Kommune beschäftigt. So wurden gleich mehrere Entscheidungen getroffen, um Eltern und Unternehmen in der momentanen Situation zu entlasten. So hat der Gemeindevorstand beschlossen, den Einzug der Gebühren für das Mittagessen und die Gebühren für die Betreuung der unter 3-Jährigen (U-3) bis auf weiteres auszusetzen. Wie Bürgermeister Gerald Helfrich mitteilt, geschieht dies in der Form, dass der monatliche Bankeinzug der Gebühren am 5. April ausgesetzt wird. Nach Mitteilung des Bürgermeisters war die Frage der Weiterzahlung der Gebühren schon kurz nach der angeordneten Schließung unserer Kitas seitens des Gesamtelternbeirates aufgeworfen worden. Die Verwaltung habe daraufhin zur nächsten Sitzung eine entsprechende Vorlage unterbreitet, die nun beschlossen sei. Eine abschließende Entscheidung über einen möglichen Erlass der Gebühren muss nach den Statuten der Gebührensatzung noch die Gemeindevertretung treffen. Da von der Corona-Krise auch viele Unternehmen betroffen sind, hat auch hier der Gemeindevortand unmittelbar reagiert. Ab sofort wird auf Antrag allen Betrieben bis zum Jahresende 2020 eine zinslose Stundung ihrer Gewerbesteuer gewährt. Hierzu zählen Gewerbesteuernachzahlung sowie die Vorauszahlungen für das Jahr 2020. Betroffene Betriebe sollten in jedem Fall mit der Gemeindekasse, Tel. 06051/820317, Verbindung aufnehmen. Gerade in den letzten März-Tagen, so berichtet Rathauschef Gerald Helfrich, hatten einige Betriebe bereits entsprechende Stundungsanträge eingereicht. Mit der nun getroffenen Regelung durch den Gemeindevorstand können wir in diesen schwierigen Zeiten den Betroffenen eine Entlastung gewähren.

20 neue Coronavirus-Fälle: Frau aus Niederdorfelden verstorben

am 02 April 2020 17:58
20 neue Coronavirus-Fälle: Frau aus Niederdorfelden verstorben

Das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises hat am Donnerstag weitere 20 laborbestätigte Coronavirus-Fälle gemeldet. Die Betroffenen wohnen in Hanau (7), Maintal (3), Schlüchtern (3),  Steinau (2), Langenselbold, Rodenbach, Schöneck, Bruchköbel und Biebergemünd. Derweil hat das Klinikum Hanau am Donnerstagvormittag nähere Angaben zu einem weiteren Todesfall an das Gesundheitsamt übermittelt. Zudem ist eine weitere Person (Jhg 1922) am Donnerstag im St. Vinzenz-Krankenhaus in Hanau an der COVID-19-Erkrankung gestorben. Sie war wohnhaft in der Gemeinde Niederdorfelden. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der neuartigen Lungenkrankheit im Main-Kinzig-Kreis auf drei. Die Gesamtzahl der an Covid-19 Erkrankten aus dem Kreisgebiet liegt nach der offiziellen Statistik nun bei 227. Stellt man die mittlerweile 39 genesenen Personen gegenüber und zieht drei Todesfälle ab, so ergibt sich die Zahl von 185 Menschen, die aktuell noch an Covid-19 erkrankt sind. Die meisten davon kommen aus Hanau (41), Maintal (16) und Rodenbach (12). In allen 29 Kommunen des Main-Kinzig-Kreises außer in Flörsbachtal, Hammersbach und Neuberg sind bereits Infektionen durch Labore bestätigt worden. Insgesamt 30 Patienten mit einer bestätigten Infektion werden im Main-Kinzig-Kreis stationär betreut.

Kaminsky zu Anwalts-Ärger in Corona-Krise: " Pfui Teufel!"

am 02 April 2020 17:40

In der Krise Gutes tun, in der Krise Ausbeuter sein. So gegensätzlich sind die Positionen bei ein und derselben Sache: den Masken, die dabei helfen sollen, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger nähen einfache Masken. Sie verschenken, spenden oder verkaufen sie. Der Krisenstab der Stadt Hanau warnt alle, die damit Gutes tun, davor, diese Masken mit dem Zusatz "Schutz" zu versehen, denn zurzeit häufen sich die Nachrichten, dass sogenannte Abmahn-Anwälte juristisch gegen Masken-Produzenten vorgehen, die sie etwa im Internet oder auf Social-Media-Plattformen als "Atemschutz" oder "Schutzmasken" anbieten. Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky: "Wenn solche Menschen, deren Ausbildung staatlich mitfanziert worden ist, sich dafür Zeit nehmen, Menschen, die helfen, juristisch zu belangen, dann sage ich: Pfui Teufel! Das sind genau die Verhaltensweisen, die wir jetzt nicht brauchen. Was wir jetzt brauchen, sind Nächstenliebe und Solidarität in unserer Stadt."

Einfache, selbstgenähte Masken helfen, das Risiko einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu verringern, da sind sich immer mehr Experten einig: "Jede Maske hat mehr Schutzwirkung für Träger und Gegenüber als keine Maske", so die Formel der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene. Seit Montag empfiehlt der Krisenstab der Stadt Hanau allen Bürgerinnen und Bürgern, in der Öffentlichkeit freiwillig eine Maske zu tragen. Dies beherzigen bereits viele Hanauerinnen und Hanauer. An vielen Stellen in der Stadt entstehen zurzeit in verschiedenen Haushalten und Schneidereien wiederverwendbare Masken, auch in der Schneiderei der Brüder Grimm Festspiele. Auf der zentralen Informationsseite www.corona.hanau.de finden Interessierte eine eigene Nähanleitung und weitere Tipps. Wer keinen Zugang zu einer selbstgenähten Maske hat, kann sich beim Bürgertelefon der Stadt Hanau unter 06181 / 67660-2001 melden. Ausdrücklich weist der Krisenstab darauf hin, dass die Bürgerinnen und Bürger keine professionellen Schutzmasken kaufen sollten, da diese für Beschäftigte im Gesundheits- und Pflege-Bereich sowie Menschen mit Vorerkrankungen gebraucht würden.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky bedankt sich bei allen Hanauerinnen und Hanauern, die Masken nähen und bei allen, die eine Maske tragen: "Das kann ein kleiner Beitrag sein. Bitte verzichten Sie aber weiterhin nicht darauf, Abstand zu halten und Hände zu waschen, diese Hygienemaßnahmen müssen weiterhin sein. Das Ziel bleibt, den Anstieg der Corona-Virus-Verbreitung zu vermeiden."

Bahá’í-Gruppe Gelnhausen stellt Andachten online

am 02 April 2020 17:07

Die Bahá’í-Gruppe Gelnhausen sagt Ihre Andachten wegen der Coronavirus-Lage ab. Die Texte werden stattdessen online zur Verfügung gestellt, unter www.gelnhausen.bahai.de. Das Thema lautet diesmal „Einheit“. Da das Bahá’í-Neujahr am 20. März nicht gefeiert werden konnte, werden außerdem Fotos zur Einstimmung auf das neue Jahr online gestellt.

Solo-Selbstständige haben von Soforthilfe nichts

am 02 April 2020 17:05

Die zur Verfügung gestellten Soforthilfen des Landes Hessen schließen den Kreis von Solo-Selbstständigen im Haupterwerb, also freiberufliche Künstler*innen, Journalist*innen und solche Freiberufler*innen, die z.B. an Musikschulen auf Honorarbasis Musikunterricht oder Seminare an Volkshochschulen geben, aus der Förderung aus. "Damit stehen viele Solo-Selbstständige vor dem finanziellen Ruin und können ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten“, so Volker Koehnen von ver.di Hessen, „weil ihre solo-selbstständige Tätigkeit einzige Einkommensquelle ist.“ Die Coronakrise treffe diesen Personenkreis daher mit am härtesten, weil durch die Schließung der genannten Institutionen jegliche Einnahmen wegbrechen. „Viele haben seit Ausbruch der Coronakrise schlicht keinerlei Einkommen mehr“, so Koehnen weiter, „und auf Rücklagen können auf diese Weise prekär Beschäftigte auch nicht zurückgreifen. Wie aus den Richtlinien zur Soforthilfe hervorgeht, werden lediglich Zuschüsse nachgewiesener „Liquiditätsengpässe“ gezahlt, die durch die Coronakrise entstanden sind, also Ausgleiche für „Forderungen“ für deren Begleichung absehbar keine ausreichenden liquiden Mittel zur Verfügung stehen, wie z.B. Miete, Leasingraten usw. Explizit ausgeschlossen sind Zuschüsse zum Lebensunterhalt oder Entschädigungen für Verdienstausfall – gerade aber dies sei nun notwendig, so Koehnen: „Eine freiberuflich tätige Künstlerin oder ein freier Journalist hat in aller Regel weder ein Ladengeschäft oder Büroräume angemietet, noch ein Firmenfahrzeug geleast.“ Diese Soforthilfen, die eigentlich für solche Betroffenheitssituationen geschaffen worden seien, würden in der Realität ins Leere laufen. ver.di Hessen fordert daher eine Nachbesserung der Soforthilfe-Richtlinien durch die Aufnahme des betroffenen Solo-Selbstständigenkreis in die Förderung, der im Haupterwerb sein regelmäßiges Einkommen inmitten der Coronakrise nicht mehr erwirtschaften kann. Hier muss die Soforthilfe auch dazu dienen, den eigenen Lebensunterhalt finanzieren zu können, ohne auf Hartz-IV angewiesen zu sein.

Pflegeheim-Mitarbeiterin positiv auf Corona getestet

am 02 April 2020 17:01

Im Main-Kinzig-Kreis ist eine Pflegeheim-Mitarbeiterin aus der sozialen Betreuung positiv auf das Coronavirus getestet worden. Weitere positive Labortestergebnisse aus der Einrichtung im Westkreis liegen derzeit nicht vor. Die vom Gesundheitsamt für eine solche Situation anzuordnenden Schutzvorkehrungen hatte die Einrichtung von sich aus schon frühzeitig umgesetzt, wie der Main-Kinzig-Kreis mitteilt. Unter anderem seien die weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nur noch unter voller Schutzausrüstung im Einsatz tätig gewesen. Die Pflege und Versorgung aller Bewohnerinnen und Bewohner ist unter strengen Auflagen des Gesundheitsamts in dem Pflegeheim sichergestellt. Die Kontaktpersonen der Infizierten werden derzeit isoliert und getestet, darunter auch alle Beschäftigten aus der sozialen Betreuung. Das Gesundheitsamt steht in permanentem Austausch zur Einrichtungsleitung und überwacht engmaschig den gesundheitlichen Zustand sowohl der Bewohnerinnen und Bewohner als auch des Personals. Die Einrichtung selbst wird die Angehörigen der zu pflegenden Seniorinnen und Senioren informieren.

Covid-19: 32 Menschen in Offenbach positiv getestet

am 02 April 2020 16:46

Insgesamt 32 Menschen in Offenbach wurden bislang positiv auf Covid-19 getestet. Seit gestern gibt es drei neue bestätigte Fälle. Weiterhin werden neun Personen im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich drei Personen im Alter zwischen 54 und 78 Jahren mit Vorerkrankungen in einem kritischen Zustand. Mittlerweile sind 14 weitere Personen in häuslicher Quarantäne. Acht Menschen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher einen Todesfall.

Zwei Hanauer Parkhäuser schließen bis auf Weiteres

am 02 April 2020 11:17

Bedingt durch die Corona-Krise gehen die Belegungszahlen in Parkhäusern und Tiefgaragen der Hanauer Parkhaus Gesellschaft (HPG) stark zurück auf zurzeit nur noch rund 25 Prozent. Daher schließt die HPG von Freitag, 3. April, an bis auf Weiteres das Parkhaus Kinopolis 2 und das Parkhaus Am Forum. Dauerparker können alle anderen zur Verfügung stehenden und freigeschalteten Abstellanlagen nutzen: Parkhaus Kinopolis, Tiefgarage Am Markt, Tiefgarage Forum, Tiefgarage Klinikum Süd, Parkhaus Congress Park/Schwimmbad und Parkdeck Main-Kinzig-Halle. Von dieser Regel ausgenommen sind das Parkhaus Klinikum und der Parkplatz der Vereinten Martin-Luther-und-Althanauer-Hospital-Stiftung. In einem Schreiben an ihre Dauerparker weist die HPG darauf hin, dass weitere Parkhaus-Schließungen in den kommenden Tagen nicht auszuschließen sind. Das vor wenigen Tagen eingeführte Anwohnerparken gilt weiterhin für die Parkhäuser Kinopolis und Congress Park/Schwimmbad. Bei dieser Sonderaktion vor allem für Anwohnerinnen und Anwohner innerhalb des City-Rings oder in der Nähe sind für den Einstellplatz 50 Euro pro Kalendermonat zu zahlen. Bei Fragen gibt die HPG Auskunft unter der Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und über die Telefonnummer 06181/9261-80. Die Verwaltung ist für Besucherverkehr geschlossen. Sprechtasten an den Einfahrten und Zugängen der Parkhäuser und Tiefgaragen bleiben in Betrieb, so dass über diesen Weg der Bereitschaftsdienst rund um die Uhr erreichbar ist. Der Notdienst ist auch unter der Rufnummer 06181/28800 zu kontaktieren.

Mittwoch: 21 neue Coronavirus-Fälle

am 01 April 2020 17:20
Mittwoch: 21 neue Coronavirus-Fälle

Für den Mittwoch, 1. April, meldet das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises zusätzliche 21 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Die Personen kommen aus Hanau (4) Maintal (3), Langenselbold, Bruchköbel, Erlensee (2), Hasselroth, Gründau, Steinau (4), Brachttal,  Linsengericht und Schöneck (2). Parallel wurden sechs Fälle als gesund gemeldet, so dass die Zahl der laborbestätigten Erkrankungen unter dem Strich jetzt bei 164 liegt. Die Situation der stationär versorgten Patienten ist unverändert. Zu dem aus Hanau in diesem Zusammenhang gemeldeten Todesfall lagen dem Kreisgesundheitsamt am Nachmittag noch keine belastbaren Informationen vor.

Indessen ist die Verunsicherung rund um die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus weiterhin hoch. Immer wieder wird zu Beispiel gefordert, Einkaufswagen, Kartenterminals oder auch Kassenbänder im Lebensmitteleinzelhandel zu desinfizieren. Nach Einschätzung der Fachleute und auf Grundlage wissenschaftlicher Untersuchungen sind diese Maßnahmen jedoch nicht erforderlich. Auch die Behörden des Main-Kinzig-Kreises sowie der Städte und Gemeinden sehen keine Notwendigkeit, eine derartige Vorgabe verpflichtend durchzusetzen.

„Es gibt aktuell keine sachliche Grundlage für eine flächenhafte Desinfektion oder das Tragen von Einmalhandschuhen“, sagt Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler. Das Material werde derzeit vorrangig für das medizinische oder pflegerische Personal benötigt, um besonders gefährdete Bereich zu schützen. Darüber hinaus sei der Nutzen nicht geben, der Effekt nur von kurzer Dauer und es würde unverhältnismäßig viel Desinfektionsmittel verbraucht. Stattdessen sei konsequentes Händewaschen das wesentlich wirksamere Mittel, um sich vor einer Infektion zu schützen.

Die Gesundheitsdezernentin spricht sich für gezielte und sinnhafte Maßnahmen aus, die mehr sind als bloßer Aktionismus. „Wir brauchen gerade im Umgang mit dem Cornavirus die nötigte Sorgfalt und das richtige Augenmaß, um in der vorbeugenden Strategie glaubhaft und erfolgreich zu sein“, sagt Susanne Simmler.

Zwar könne das neue Coronavirus Sars-CoV-2 grundsätzlich durch Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Oberflächen gelangen und eine Zeit lang dort überleben. Bis dato sind keine Fälle nachgewiesen, bei denen sich Menschen durch den Kontakt zu Gegenständen, an denen das Virus haftet, angesteckt haben.

Nach starker Kontamination kann das Sars-CoV-2-Virus nach Aussage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) bis zu drei Stunden als Aerosol (Flüssigkeitsnebel in der Luft), bis zu vier Stunden auf Kupferoberflächen, bis zu 24 Stunden auf Karton und bis zu zwei bis drei Tage auf Edelstahl und Plastik überleben. Allerdings beruhen diese Angaben auf Untersuchungen unter Laborbedingungen. Dem BfR sind bisher keine Corona-Infektionen über diesen Übertragungsweg bekannt geworden.

Zweites Corona-Todesopfer: 70 Klinik-Mitarbeiter in Quarantäne

am 01 April 2020 17:08

In der Nacht zum Mittwoch ist im Klinikum Hanau ein 82-Jähriger Mann an den Folgen einer COVID-19-Erkrankung gestorben. Er ist das zweite Corona-Todesopfer in Hanau. Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD): "Mein Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahegestanden haben." Der Verstorbene war, wie zwei weitere Patienten, bereits vor einer Woche im Klinikum wegen einer anderen Erkrankung aufgenommen worden. Da während ihrer Aufenthalte Corona-Infektionen nachgewiesen wurden, hat das Klinikum Hanau in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt vorsorglich 70 Klinik-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Ärztinnen und Ärzte, Pflege-Personal und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus weiteren patientennahen Berufsgruppen, in häusliche Quarantäne geschickt. Klinikum-Geschäftsführer Volkmar Bölke: "Die drei Patienten hatten bei ihrer stationären Aufnahme keinen Kontakt zu einem Corona-Fall und waren auch nicht in einem bis dahin benannten Risiko-Gebiet."

"Alle Patientinnen und Patienten werden bei Aufnahme streng nach den Richtlinien des Robert-Koch-Institutes (RKI) befragt und untersucht. Seit dem Wochenende wenden wir verschärfte Regeln an, die sogar noch über den RKI-Empfehlungen liegen", so Bölke. Seit Samstag werden grundsätzlich alle Patienten mit Husten, Schnupfen, Halsschmerzen oder Fieber isoliert. Ist ein stationärer Aufenthalt notwendig, so erfolgt dieser auf der COVID-19-Aufnahme-Station in einem Einzelzimmer. Zurzeit befinden sich 24 Patientinnen und Patienten im Klinikum, darunter neun auf der Intensivstation. Bölke: "Leider waren diese drei Infektionen nicht mehr aufzuhalten, weil die Patienten schon eine Woche wegen anderer Erkrankungen im Haus waren und sich die Hinweise erst nach Entwicklung der Symptome einstellten. Unsere Schritte wurden und werden von uns in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt sowie nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts umgesetzt."

Oberbürgermeister Claus Kaminsky mahnt: "Diese Fälle zeigen, wie ernst die Corona-Epidemie ist." Er lobt ausdrücklich, dass im Klinikum frühzeitig die Mitarbeiter geschult wurden und ein Krisenstab gebildet worden war. Kaminsky: "Am Sonntag vor zwei Wochen habe ich veranlasst, dass vor das Klinikum ein Schleusenzelt gebaut wird." Mit Chefärzten, Pflegedienst und Hygienefachkräften sowie in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt hat die Klinik-Geschäftsführung die notwendigen Maßnahmen ergriffen.

Als wichtiges und kritisches Thema wird bundesweit nicht nur von Fachleuten die Schutzausrüstung diskutiert. Klinik-Geschäftsführer Bölke: "Unser Personal arbeitet in den kritischen Bereichen mit der nach RKI-Vorgaben erforderlichen persönlichen Schutzausrüstung. In allen anderen Bereichen tragen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Mund-Nasen-Schutz zur Sicherheit. Die tatkräftige Unterstützung der Stadt Hanau hilft uns dabei – vor allem auch die Appelle von Oberbürgermeister Kaminsky, dass die Bürger sich schützen sollen und keine professionellen Schutzmasken kaufen sollen, da diese für unser Personal im Gesundheits- und Pflegebereich sowie für Menschen mit Vorerkrankungen gebraucht werden." OB Kaminsky weist nochmals auf seine Bitte hin, dass alle Hanauerinnen und Hanauer Masken tragen sollen, die sie am besten aber selbst herstellen. Um bestehende Maßnahmen, die Ausbreitung zu vermindern, zu ergänzen, so Kaminsky: "Halten Sie auch bitte weiterhin die Abstandsregeln und weitere Hygienemaßnahmen ein, wie etwa Händewaschen."

Klinikum-Geschäftsführer Volkmar Bölke betont: "Das Klinikum Hanau ist, Stand jetzt, voll einsatzfähig und für die Behandlung von Patienten gut vorbereitet. Richtig ist auch, dass wir bereits jetzt im Vergleich zu anderen Krankenhäusern in Hessen besonders viele Corona-Fälle aufnehmen mussten. Wir bewerten die Situation mehrfach täglich neu." Zur Entspannung der Lage am und im Klinikum Hanau trägt bei, dass am Donnerstag der Ärztliche Bereitschaftsdienst (ÄBD) vorübergehend ins fußläufig erreichbare Jugendbildungszentrum Hans-Böckler (Sandeldamm 19), besser als Hans-Böckler-Haus bekannt, zieht. Klinikum-Geschäftsführer Volkmar Bölke: "In der aktuellen Situation ist der temporäre Umzug des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes dringend notwendig, um zum Schutz aller das Patientenaufkommen in unserem Schleusenzelt und auf dem Klinikgelände weiter zu minimieren. Mein Dank geht an alle, die zu dieser schnellen Umsetzung beigetragen haben. Sobald sich die Lage normalisiert, steht einer Rückkehr des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes nichts im Wege. Wir haben in unserem Haus mit der vorgelagerten räumlichen Position vor der Zentralen Notaufnahme die idealen Strukturen für das Team geschaffen."

Die Patientinnen und Patienten können sich auf einen regulären Betrieb des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes und eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit dem Klinikum einstellen. Der Ärztliche Bereitschaftsdienst ist telefonisch unter 116 117 erreichbar. Er ist neben den niedergelassenen Ärzten und dem Gesundheitsamt die Anlaufstelle für alle, die Symptome verspüren und den Umgang damit abklären wollen. Geöffnet ist der Ärztlicher Bereitschaftsdienst am Sandeldamm 19 ab Donnerstag (19 Uhr) montags, dienstags und donnerstags von 19 bis 2 Uhr, mittwochs und freitags von 14 bis 2 Uhr sowie am Wochenende von Samstag 7 Uhr bis Montag 7 Uhr. Für Hanauerinnen und Hanauer, die glauben, sich mit dem Corona-Virus angesteckt zu haben, gilt weiterhin, dass sie zunächst beim Bürgertelefon des Kreis-Gesundheitsamtes (06051- 8510000) oder der Hotline des Landes Hessen (0800-5554666) oder beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky begrüßt den Umzug: "Die Stadt stellt in der Krise weiterhin sicher, dass die Hanauer Bürgerinnen und Bürger eine wohnortnahe und gut erreichbare Adresse haben, an die sie sich wenden können." Infokasten Ärztlicher Bereitschaftsdienst.

Neue, vorübergehende Adresse ab Donnerstag, 2. April 2020, 19:00 Uhr:

Jugendbildungs- und Kulturzentrum Hans Böckler Sandeldamm 19 in 63450 Hanau

Öffnungszeiten: Mo, Di, Do von 19:00 – 02:00 Uhr Mi + Fr 14:00 – 02:00 Uhr Sa von 07:00 Uhr durchgehend bis Mo 07:00 Uhr Start der Sprechstunde: Donnerstag, 02. April, ab 19:00 Uhr

Evonik und Dreiturm stellen Händedesinfektionsmittel her

am 01 April 2020 16:03
Evonik und Dreiturm stellen Händedesinfektionsmittel her

Dringend benötigtes Desinfektionsmittel für Hände wird derzeit auf Hochtouren in den beiden Steinauer Unternehmen Evonik und Dreiturm hergestellt und abgefüllt. Um das zu ermöglichen, haben sich die beiden Traditionsunternehmen im  Steinauer Industriegebiet kurzfristig zu einer Kooperation entschlossen. Im Zuge dessen werden auch 6500 Ein-Liter-Flaschen an den Main-Kinzig-Kreis geliefert, um Versorgungsengpässe speziell in Krankenhäusern, in der stationären und ambulanten Pflege, Arztpraxen und Rettungsdiensten zu beseitigen. Diese Reaktion auf die Herausforderung, die Corona-Krise zu bewältigen, wird von Landrat Thorsten Stolz (SPD) sehr begrüßt. „Wir haben im Main-Kinzig-Kreis zahlreiche Unternehmen, die jetzt alles tun, um durch kreative und innovative Lösungen die Lage zu entschärfen. In Steinau gibt es gleich zwei Unternehmen, die in der Lage sind, Desinfektionslösungen für die Hände herzustellen und abzufüllen und uns nun dabei helfen, die Versorgungslage im gesamten Main-Kinzig-Kreis zu verbessern. Das ist Made im MKK im wahrsten Sinne des Wortes und konkrete Hilfe, die vor Ort ankommt“, erklärt der Landrat. Er dankt den Unternehmensleitungen von Evonik und Dreiturm für diese wichtige Zusammenarbeit. „Sie leisten einen wichtigen Beitrag in einer für uns alle schwierigen Zeit“, erklärt der Landrat.

Da Dreiturm und der Produktbereich Cleaning Solutions von Evonik ohnehin seit längerer Zeit immer wieder zusammenarbeiten, reifte die  Idee sehr schnell, dies auch bei der Produktion von Händedesinfektionsmittel in die Wege zu leiten. Denn das Evonik-Unternehmen produziert in Großgebinden Spezialchemie und Hochleistungsmaterialien für die Industrie, verfügt aber nicht über Abfüllanlagen, die für Kleingebinde geeignet sind. Hier kommt Dreiturm ins Spiel. Dort gehören Desinfektionsmittel für Hände und Flächen, die an Großhändler geliefert werden, bereits seit langem zur Produktpalette. Evonik darf solche Formulierungen zur Desinfektion von Händen nun ebenfalls herstellen, da die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin der chemischen Industrie seit wenigen Wochen erlaubt, ebenfalls alkoholische Händedesinfektion herzustellen. Dies ist im Normalfall den Pharmafirmen vorbehalten. Diese Regelung wurde als Folge der Versorgungsengpässe durch den erhöhten Bedarf in den medizinischen Bereichen gelockert.

„So gelingt es uns, im Auge des Orkans die Ruhe zu bewahren“, fasst Dreiturm-Geschäftsführer und Mitgesellschafter Lars Börgel die derzeitige Situation zusammen. Dreiturm verfüge seit vielen Jahren dank seiner erfahrenen Chemiker, Apotheker und Fachleute für das Ansetzen und Abfüllen der unterschiedlichsten Formulierungen über die nötige Expertise im Bereich Hygiene und Gebäudereinigung. Nun können mit Hilfe der Evonik größere Extra-Mengen an Händedesinfektionsmittel abgefüllt werden, die auch im Main-Kinzig-Kreis eingesetzt werden. „Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, jetzt zu helfen. Die Umstellung unserer Kesselanlagen auf die Produktion alkoholbasierter Formulierungen lässt sich innerhalb kurzer Zeit vornehmen“, erläutert Ingo Sander, Leiter des Evonik-Werks in Steinau.

Bei den hergestellten Formulierungen handelt es sich um Mischungen, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Sars-CoV-2-Virus als geeignet empfohlen werden. Die Desinfektionslösungen werden in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen zur schnellen Desinfektion von Händen benötigt. Für den Privatgebrauch ist handelsübliche Seife völlig ausreichend, um die Hände zuverlässig zu reinigen, sofern die Hände damit 20 bis 30 Sekunden lang gut eingeseift werden. „Da Unterstützung durch Bund und Land weiterhin auf sich warten lässt, haben wir die Sache im Main-Kinzig-Kreis selbst in die Hand genommen, um im medizinischen und pflegerischen Bereich zu helfen und 6500 Liter in Auftrag gegeben, die nun vom Bergwinkel aus nach und nach durch unser Gefahrenabwehrzentrum an die medizinischen und pflegerischen Einrichtungen in den 29 Städten und Gemeinden abgegeben werden“, so Landrat Thorsten Stolz abschließend.

Foto: Präsentieren das Gemeinschaftsprodukt von Evonik und Dreiturm (von links): Goswin Iller, Betriebsleiter Evonik Steinau, Hans-Jürgen Schuder, Dreiturm-Geschäftsführer, David Hartmann, Dreiturm, Leiter der Fertigung sowie Matthias Schöppner, Evonik-Leitung Cleaning Solutions EMEA. 6500 Ein-Liter-Flaschen sind für Krankenhäuser, Arztpraxen sowie Pflegeeinrichtungen im Main-Kinzig-Kreis bestimmt.

772 COVID-19 Patienten in hessischen Krankenhäusern

am 01 April 2020 16:02

Die Zahl der positiv auf eine Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 getesteten Menschen steigt in Hessen weiterhin moderat an. Ebenso steigt die Zahl der an COVID-19 erkrankten und stationär Aufgenommenen. „In den kommenden Wochen wird die medizinische Versorgung in Hessen absehbar stark in Anspruch genommen. Deshalb sind die bereits ergriffenen Maßnahmen, um der weiteren Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken, so wichtig. Wir wissen, wie schwierig die derzeitige Situation aufgrund der nötigen persönlichen Einschränkungen ist. Dennoch bitten wir alle Bürgerinnen und Bürger, weiter dabei mitzuhelfen und die Maßnahmen konsequent fortzusetzen. Unser wichtigstes gemeinsames Ziel ist, die Zahl der Menschen, die schwer erkranken und stationär versorgt werden müssen, so niedrig wie möglich zu halten, damit unser Gesundheitssystem sie alle bestmöglich versorgen kann“, betont der Hessische Minister für Soziales und Integration, Kai Klose.

Überblick Belegungsanzahl COVID-19 in Krankenhäusern

„Wir bauen gemeinsam mit den hessischen Krankenhäusern und ihren Trägern die Kapazitäten der Intensivversorgung, besonders der Beatmung, aus“, erklärt Klose. Mit Stand vom 31. März 2020, 11:00 Uhr, sind in den hessischen Krankenhäusern 12.192 Betten frei (stationäre Betten inklusive der Beatmungs- und IntensivÜberwachungsbetten). Dies sind 2.475 Betten mehr als noch am 22.3.2020. Dieser Zuwachs an Kapazität zeigt deutlich, dass der Ausbau der Krankenhäuser und das Verbot nicht medizinisch dringlicher Eingriffe wirken. Die Gesamtanzahl der COVID-19 Patienten in den hessischen Krankenhäusern liegt mit Stand 31. März 2020 bei 772, davon sind 175 beatmungs- und intensivüberwachungspflichtig. Weitere 35 Personen sind intensivüberwachungspflichtig, müssen jedoch nicht beatmet werden. Die Beatmungsbetten werden sich in den nächsten Tagen zusätzlich erhöhen. Die Möglichkeiten zur Beatmung haben wir in den letzten Tagen massiv ausgeweitet. Statt rund 1200 Betten mit Beatmung stehen jetzt fast 1900 Betten mit Beatmung zur Verfügung. Weitere Betten mit Beatmung kommen hinzu, wenn unser 10 Millionen Euro Beschaffungsprogramm für Beatmungsgeräte greift und die Geräte in den Krankenhäusern ankommen. Dieses Programm ermöglicht den Krankenhäusern den Einkauf von weiteren 380 Beatmungsgeräten. Auch die Zahl der überwachten Betten ist erheblich angestiegen. Statt 860 stehen jetzt fast 1.100 überwachte Intensivbetten zur Verfügung.

Systematische Erfassung von Beatmungsgeräten

Bei einem möglichen weiteren Anstieg von COVID-19 Erkrankten steigt die Wahrscheinlichkeit erheblich, dass mehr infizierte Menschen einer künstlichen Beatmung bedürfen. Die Hessische Landesregierung hat daher eine Meldepflicht für Beatmungsgeräte in Hessen zu erlassen. Ab heute sind alle Einrichtungen verpflichtet, ihren Bestand an Beatmungsgeräten den Gesundheitsbehörden zu melden. Diese Meldepflicht besteht für Einrichtungen, nicht für Privathaushalte. Eine Übersicht der meldepflichtigen Einrichtungen ist samt Meldeformular unter www.soziales.hessen.de abrufbar.

Generelles Besuchsverbot in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Altenheime

Das seit dem 13. März 2020 durch die 2. Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus bestehende eingeschränkte Besuchsrecht (eine Stunde und ein Besucher pro Tag) in Krankenhäusern, Entbindungseinrichtungen, Pflegeeinrichtungen, Altenheimen und ambulanten Wohnformen wird aufgehoben. Es gilt ein generelles Besuchsverbot. Ausnahmen sind in Härtefällen und für besondere Berufsgruppen weiterhin möglich. Härtefälle sind beispielsweise die medizinisch gebotene Anwesenheit des Vaters bei Geburt eines Kindes oder der letzte Besuch bei sterbenden Familienangehörigen. Zum Schutz der anderen Patientinnen und Patienten müssen die Ausnahmen aber eng begrenzt bleiben. Weitere Informationen sind unter www.soziales.hessen.de verfügbar.

Erweiterung der Laborkapazitäten

Durch die Kooperation mit dem Blutspendedienst ist es in Frankfurt gelungen, die Testkapazitäten deutlich zu erhöhen. Zudem erbringt die Einführung sogenannter Pooltests eine deutliche Kapazitätssteigerung. „Mein Dank gilt hier dem Institut Frankfurt des DRK-Blutspendediensts Baden-Württemberg-Hessen und dem Institut für Virologie der Universitätsklinik Frankfurt am Main für die sehr gute Kooperation“, sagt Klose. „Mit der Herstellung von Impfstoffen gegen das neue Corona-Virus verbindet sich eine große Hoffnung auf Eindämmung der Pandemie. Besonders Menschen mit dem Risiko, einen schweren Verlauf von COVID-19 zu durchlaufen, sind im Fokus dieser Anstrengungen. Es gibt weltweit sehr viele Ansätze für neue Impfstoffe und angesichts der begrenzten Herstellungskapazitäten sind auch viele Ansätze nötig. Die Zeitschiene bis zur Verfügbarkeit von Impfstoffen ist immer noch nicht genau abzuschätzen. Durch die Anstrengung aller bei dem Prozess Beteiligten wird es wahrscheinlich möglich sein, dass die ersten Testungen am Menschen im zweiten Halbjahr 2020 erfolgen können", so Stefan Becker, deutscher Virologe, Professor für Virologie und Leiter des Instituts für Virologie an der Philipps-Universität Marburg.

Offenbach: 29 Menschen positiv, drei in kritischem Zustand

am 01 April 2020 13:13

Insgesamt 29 Menschen in Offenbach wurden bislang positiv auf Covid-19 getestet. Seit gestern gibt es drei neue bestätigte Fälle. Neun Personen werden derzeit im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich drei Personen im Alter zwischen 54 und 78 Jahren mit Vorerkrankungen in einem kritischen Zustand. Elf weitere Personen sind in häuslicher Quarantäne. Acht Menschen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher einen Todesfall.

Langenselbolder Hausärzte organisieren separate Infekt-Sprechstunde

am 01 April 2020 12:21

Die Hausärzte in der Stadt Langenselbold haben innerhalb weniger Tage in Abstimmung mit dem Main-Kinzig-Kreis und der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen gesonderte Räume für eine Infekt-Sprechstunde eingerichtet für Patienten mit Infekten aller Art, wie z. B. grippale Infekte, Influenza und möglicherweise Infektion mit dem neunen Coronavirus. Für Personen mit entsprechenden erkältungsähnlichen Symptomen finden ab sofort am Steinweg 13 diese Sprechstunden der Langenselbolder Hausärzte statt, in denen unter Umständen auch ein Abstrich vorgenommen werden kann. „Damit haben die örtlichen Ärzte für sich eine geeignete Anlaufstelle geschaffen, die allen Beteiligten hilft und die Praxen in dieser schwierigen Zeit entlastet“, erläutert Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler (SPD). Der Main-Kinzig-Kreis hat sich mit einem Kontingent an Schutzausrüstung und Teströhrchen an dieser sinnvollen Idee beteiligt. Außerdem unterstützt dieses neue Angebot auch die Abstrichstelle der Kassenärztlichen Vereinigung in Gelnhausen. Im Rathaus war man von der Idee der niedergelassenen Ärzte gleich überzeugt und hat die notwendigen Räume zu Verfügung gestellt, wie Erster Stadtrat Timo Greuel (SPD) berichtet. Im Parterre des Gebäudes Steinweg 13 wurden die Räume von der Stadt Langenselbold leer geräumt, grundgereinigt und hergerichtet. Auch der Telefonanschluss sowie eine Internetverbindung wurden organisiert. Die Koordination liegt in den Händen von Katrin Fitzler, Fachärztin für Allgemeinmedizin sowie Notfall- und Palliativmedizin.

Wie sie erläutert, werden die entsprechenden Patienten über die jeweiligen Hausärzte in diese gesonderten Räume verwiesen. Ein direkter Besuch ohne entsprechende Anmeldung ist nicht möglich. „Wir wollen die betroffenen Personen möglichst in geordneten Strukturen und definierten Zeitabständen betreuen, um auch hier das Übertragungsrisiko klein zu halten. Zudem verhindert die Trennung der Besucherströme eine Infektion unserer chronisch kranken Patientinnen und Patienten in den eigentlichen Praxen.“, erläutert Katrin Fitzler. Am Dienstag sind auch bereits die ersten Termine in dieser Weise abgewickelt worden. Diese konstruktive Zusammenarbeit ist für die Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler „ein mögliches Beispiel, dass auch an anderer Stelle funktionieren könnte“. In mindestens zwei Städten gibt es auch bereits Überlegungen, eine ähnliche Einrichtung auf den Weg zu bringen. Für diesen Fall verspricht die Erste Kreisbeigeordnete ebenfalls die Unterstützung durch den Main-Kinzig-Kreis.

Coronarchiv dokumentiert die Erfahrungen der Pandemie

am 01 April 2020 08:51
Coronarchiv dokumentiert die Erfahrungen der Pandemie

Das Coronavirus hält derzeit die Welt in Atem – auch die Bürgerinnen und Bürger in Hanau. Auch die Kultureinrichtungen im Forum mussten für den Publikumsverkehr schließen. Das bedeutet aber nicht, dass hinter verschlossenen Türen nicht trotzdem gearbeitet wird. So ist beispielsweise das Stadtarchiv in diesen Tagen schwer beschäftigt: Denn viele haben im Moment die Zeit, sich mit der eigenen Familiengeschichte zu beschäftigen und stellen Anfragen nach Urkunden oder Nachlässen. Aber auch bundesweit tut sich etwas Außergewöhnliches in der Archivwelt. Corona beeinflusst alle Aspekte des Lebens – auch die Forschung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Hamburg, Bochum und Gießen starten in Zeiten von Kontaktsperre und Homeoffice das Projekt "coronarchiv". Das Portal soll die Pandemie aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger dokumentieren – und jede bzw. jeder ist aufgerufen, sich daran zu beteiligen. Darum bittet das Stadtarchiv Hanau jede interessierte Bürgerin und jeden interessierten Bürger, selbst Zeitdokumente herzustellen und sie an das Stadtarchiv zu senden. Aus Hanau kann dann ein Gesamtüberblick an das sich im Aufbau befindende "coronarchiv" gesendet werden. Benjamin Roers, Mitarbeiter des International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) an der Universität Gießen, sagt zu der Idee eines Corona-Archivs: "So schnell heutzutage Zeitzeugnisse entstehen, so schnell können sie auch wieder verschwinden. Unsere Hoffnung ist, dass wir mit dem Projekt die diversen Stimmen in dieser ‚Krisenzeit‘ langfristig dokumentieren können. Eine vielfältige Gesellschaft braucht vielfältige Erinnerung." Das Onlineportal wird allen zugänglich gemacht werden, so dass jede und jeder ganz persönliche Erinnerungen und Fundstücke zur "Corona-Krise" beitragen kann. Die Dokumente werden im Hanauer Stadtarchiv mit archiviert. Wer Kontakt mit dem Stadtarchiv aufnehmen will, entweder für einen Blick in die eigene Familiengeschichte oder um als Zeitzeuge Bilder, Dokumente oder Videos zur Corona-Situation zusenden zu können, kann per E-Mail Anfragen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden. Telefonisch erreichbar ist das Stadtarchiv unter  06181 / 98 252 52.

Zahl der Todesfälle in Hessen steigt auf 18

am 31 März 2020 22:37
Zahl der Todesfälle in Hessen steigt auf 18

Die Zahl des Todesfälle in Hessen ist am Dienstag um vier auf 18 gestiegen. Im Main-Kinzig-Kreis waren am Dienstag 183 laborbestätigte Infektionen gemeldet, die in der Tabelle angeführte Zahl vom Hessischen Sozialministerium ist nicht aktuell.

COVID-19 Fallzahlen

am 31 März 2020 22:34
COVID-19 Fallzahlen

Bestätigte Fälle weltweit: 787.010 (Vergleich zum 30.3.2020 ein Plus von 62.809 Fällen)
Todesfälle weltweit: 37.829 (Vergleich zum 30.3.2020 ein Plus von 3.803 Fällen)
Bestätigte Fälle in Deutschland: 61.913 (Vergleich zum 30.3.2020 ein Plus von 4.615 Fällen)
Todesfälle in Deutschland:583 (Vergleich zum 30.3.2020 ein Plus von 128 Fällen)
Bestätigte Fälle in Hessen: 3.301 (Vergleich zum 30.3.2020 ein Plus von 201 Fällen)
Todesfälle in Hessen: 18 (Vergleich zum 30.3.2020 ein Plus von 4 Fällen)

Covid-19: Kein neuer Fall in Offenbach

am 31 März 2020 22:13

In Offenbach wurden inzwischen insgesamt 26 Menschen positiv auf Covid-19 getestet. Seit gestern gibt es keinen neuen bestätigten Fall. Sieben Personen werden derzeit im Krankenhaus behandelt, zwei von ihnen befinden sich in einem kritischen Zustand. Elf weitere Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Sieben Personen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher einen Todesfall.

Corona-Soforthilfen: Cyberkriminelle spionieren Daten aus

am 31 März 2020 21:30

Die Wirtschaftsförderung des Main-Kinzig-Kreis warnt aus aktuellem Anlass vor einer kriminellen Masche rund um die Corona-Soforthilfen der Bundes- und Landesregierung. „Die Anträge mit allen Daten der hiesigen Unternehmen sind einzig und alleine beim Regierungspräsidium Kassel einzureichen, nirgendwo sonst“, stellt Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann (CDU) klar und weist auf Cyberkriminelle hin, die derzeit mit gefälschten Unterlagen im Internet versuchten, „aus der äußerst extremen Notlage der Unternehmer und Privatpersonen Profit zu schlagen“. Die Masche sei, mit gefälschten Onlineformularen an Daten der Unternehmen zu kommen. Mit diesen sensiblen Angaben könnten spätere Betrugsstraftaten vorbereitet werden. „Festzuhalten ist: Alle offiziellen, seriösen und wesentlichen Informationen stehen auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Kassel, und beim Regierungspräsidium gehen auch die Anträge ein. Wer weitergehende Fragen hat, kann sich gerne auch an den Main-Kinzig-Kreis wenden, über unser CoroNetz auf der Kreis-Homepage oder mit einem direkten Kontakt zur Wirtschaftsförderung. Die Unternehmen sollten jedenfalls gerade in diesen Zeiten wachsam bleiben“, so Ottmann.

Glockengeläut jetzt bereits um 19.30 Uhr

am 31 März 2020 20:47

Jeden Abend läuten die Glocken der Bad Orber Gotteshäuser St. Martin und Martin-Luther-Kirche und regen damit an, in schwerer Zeit als Zeichen der Verbundenheit Lichter sichtbar am Fenster aufzustellen und gemeinsam ein Vaterunser zu beten. Das ökumenische Glockengeläut beginnt nun bereits um 19.30 Uhr.

Dienstag: 21 neue Coronavirus-Fälle

am 31 März 2020 17:00
Dienstag: 21 neue Coronavirus-Fälle

Das Gesundheitsamt meldete am Dienstag 21 neue laborbestätigte Coronavirus-Fälle im Main-Kinzig-Kreis, wohnhaft in Hanau (6), Freigericht (3), Gelnhausen, Schlüchtern (je 2), Bad Soden-Salmünster, Gründau, Hasselroth, Jossgrund, Maintal, Ronneburg, Schöneck und Sinntal. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen liegt kreisweit nun bei 183. Davon gelten inzwischen 32 Personen als wieder genesen. Die Zahl der aktuell noch als infiziert getesteten Personen liegt damit aktuell bei 151, davon gibt es die meisten in Hanau (30), Rodenbach (14) und Gelnhausen (11). Insgesamt 28 Infizierte werden aktuell stationär behandelt.

Für Wohnungslose: Hanau bekommt einen Gabenzaun

am 31 März 2020 10:17

Die Wohnungsnotfallhilfe der Stiftung Lichtblick (Stiftung der evangelischen Marienkirchengemeinde zu Hanau) wird mit Unterstützung der Baugesellschaft Hanau, der Agentur Einzigkartig, der Druckerei MC Druck und der Stadt Hanau ein besonderes Angebot für wohnungslose Menschen, die die offiziellen Hilfsangebote nicht annehmen können, schaffen. Ab Mittwoch, 1. April, soll ein sogenannter "Gabenzaun" am Johanneskirchplatz hinter der Alten Johanneskirche stehen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Lichtblick, des betreuten Wohnens für wohnungslose und obdachlose Menschen, werden den Gabenzaun einmal mit Gabentüten bestücken. Die Tüten mit Gaben sollen helfen, obdachlosen und bedürftigen Menschen in der schwierigen Zeit von Corona zu unterstützen. Hilfsbereite Bürgerinnen und Bürger sollen sich beteiligen und das Projekt "Gabenzaun" unterstützen, um so Solidarität mit denen zeigen, die es im Moment besonders schwer haben.

Jutta Knisatschek, Geschäftsführerin Lichtblick, weist darauf hin, dass sich diese Aktion an obdachlose und bedürftige Menschen in Hanau richtet. Wer helfen möchte, sollte die Gaben (Obst, Süßwaren, Lebensmittel, Hygieneartikel, Bekleidung entsprechend der Jahreszeit) in Plastik verpacken und das Obst vorher waschen. "Denken Sie daran, dass gerade in Zeiten der Corona-Pandemie besonders auf Hygiene geachtet werden muss. Daher müssen die Tüten beschriftet sein, damit man sofort sieht, was darin ist und nicht alle Tüten aufgerissen und durchwühlt werden", ermahnt Knisatschek. Auch bittet sie Spendenwillige darum, den Gabenzaun nicht als "Abfallstelle" zu missbrauchen, also nicht einfach Dinge zu "entsorgen", sondern zu überlegen, was bedürftige Menschen brauchen könnten. Die Mitarbeitenden von Lichtblick hätten ein Auge darauf, dass die Umgebung nicht vermüllt und gegebenenfalls verdorbene Sachen entsorgt würden, erläutert Knisatschek.

Im Krisenstab der Stadt Hanau zeigte man sich von der Idee der Stiftung für den Gabenzaun sofort angetan: "Das ist eine schöne Idee, die wir von Seiten der Stadt natürlich gerne unterstützen wollen", so Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Die Baugesellschaft stellte in Folge den gewünschten Zaun auf, und das Ordnungsamt der Stadt verzichtete auf eine Sondergenehmigung. Die Agentur Einzigkartig lieferte unentgeltlich den Entwurf und MC Druck kostenlos das Banner.

Drei weitere Todesfälle in Hessen

am 30 März 2020 21:04
Drei weitere Todesfälle in Hessen

In Hessen wurden am Montag drei weitere Todesfälle gemeldet, die Gesamtzahl stieg damit auf 14. Bestätigte Fälle wurden in Hessen 3.100 (plus 157) verzeichnet. Im Main-Kinzig-Kreis waren es laut Kreisgesundheitsamt, die Daten in der Tabelle des Hessischen Sozialministeriums hinken weiterhin hinterher.

COVID-19 Fallzahlen

am 30 März 2020 21:00
COVID-19 Fallzahlen

Bestätigte Fälle weltweit: 724.201 (Vergleich zum 29.3.2020 ein Plus von 57.990 Fällen)
Todesfälle weltweit: 34.026 (Vergleich zum 29.3.2020 ein Plus von 3.162 Fällen)
Bestätigte Fälle in Deutschland: 57.298 (Vergleich zum 29.3.2020 ein Plus von 4.751 Fällen)
Todesfälle in Deutschland:455 (Vergleich zum 29.3.2020 ein Plus von 66 Fällen)
Bestätigte Fälle in Hessen: 3.100 (Vergleich zum 29.3.2020 ein Plus von 157 Fällen)
Todesfälle in Hessen: 14 (Vergleich zum 29.3.2020 ein Plus von 3 Fällen)



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