Vor allem die Kurstädte, allen voran Bad Orb, aber auch die ländlichen Regionen, wie die Gemeinde Flörsbachtal, konnten nennenswerte Steigerungen in den Übernachtungszahlen verbuchen.

"Diese Zahlen bestätigen: Erholung in intakter Natur wird immer attraktiver. Vor allem Städter suchen Entschleunigung“, fasst Michaela Münch, Chefin des Ausflugslokals Bayrische Schanz und gleichzeitig Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative Windkraft im Spessart, diese erfreuliche Entwicklung zusammen. Dass dies vom Main-Kinzig-Kreis und der IHK erkannt und auch gefördert werde, sei sehr erfreulich. Man hatte sich mit der Gründung der Marketing GmbH auf den SPESSART als gemeinsame Marke verständigt, auch die städtischen Tourismusvertreter stimmten diesem Entschluss zu. Und auch länderübergreifend werde die Zusammenarbeit intensiviert. Touristisch betrachtet, wachse der Spessart zusammen, was für diese großartige Region von entscheidender Bedeutung sei. Zu hoffen bleibe, dass es mittelfristig gelinge, diese Wertigkeit zu fördern. Seit vielen Jahrzehnten würden Natur, Wald und Heimat in den Spessart-Gemeinden groß geschrieben. Städter zögen hier her, um der Hektik der Stadt zu entfliehen. Wenn es gelinge, den Spessart in seiner Einmaligkeit zu bewahren, werde diese Region mittelfristig eine enorme Wertsteigerung erfahren.

"Denn wo gibt es rund um die Ballungsgebiete noch attraktiven, bezahlbaren Wohnraum? Wo findet man noch natürliche Erholung für jeden Geldbeutel? Bedauerlich aber wäre es, wenn die Region jetzt auf irrtümlich schnelle Geschäfte, wie diese derzeit die Windkraftindustrie verspricht, setzen würde. In diesem Zusammenhang wirkt es geradezu absurd, dass der Kreis auf der einen Seite über die Spessart Tourismus und Marketing GmbH mit beträchtlichen Steuermitteln den Tourismus im Spessart fördert, auf der anderen Seite aber über kreiseigene Beteiligungen wie der Naturenergie Main-Kinzig mit umfangreichen Planungen für Windkraftanlagen den Tourismus im ländlichen Bereich wieder zunichtemacht. Genauso widersprüchlich wirkt das Werben von Bürgermeister Soer aus Flörsbachtal vergangene Woche für Windkraftanlagen am Roßkopf und am Bergfeld auf dem Gemeindegebiet  von Flörsbachtal. Soer wünschte sich wörtlich  'je schneller sich bei uns die Windräder drehen, desto besser', gerade jetzt, wo die Übernachtungszahlen auch in Flörsbachtal deutlich steigen", heißt es in einer Pressemitteilung der Bürgerinitiative Windkraft im Spessart – In Einklang mit Mensch und Natur e.V.

BI Vorstand Berthold Andres fragt sich deshalb, wen Bürgermeister Soer mit seiner Aussage im Auge gehabt haben könnte: „Besser ist das sicherlich für Projektierer wie juwi oder ABO Wind, die durch die Planung und Bau von Windkraftanlagen ordentlich Profit machen. Ein flächiger Ausbau von Windkraftanlagen fördert aber sicherlich nicht den jetzt offensichtlich aufkeimenden Tourismus mit seiner breiten Wertschöpfung im Naturpark Spessart, viele kleine Betriebe, die mit Tourismus ihr Geld verdienen, werden die großen Verlierer des Ausbaus sein. Diese Industriezonen mit 230 m hohen Windrädern sind massive Eingriffe in ein derzeit noch intaktes Ökosystem. So entstehen beispielsweise große Freiflächen im Wald, die für Windbruch höchst anfällig sind. Der Wasserhaushalt wird gestört, was zu bisher nicht übersehbaren Folgen für den ‚Wasserspeicher Spessart‘ führen kann. Ganz zu schweigen von dem massiven Eingriff in das typische Landschaftsbild Spessart und der jetzt noch vorhandenen Ruhe. In der Rhön ist man hier schon etwas weiter, dort vermarktet man z.B. längst die natürliche Nachtlandschaft ohne Lichtverschmutzung als Sternenpark Rhön."

Foto: Typische Spessartlandschaft. (Quelle: BI Windkraft im Spessart – In Einklang mit Mensch und Natur e.V.)


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