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Keiler Bier

Zeit für Freundschaften nehmen

Zeit für Freundschaften nehmen

Schon die Comedian Harmonists haben sie besungen, ich meine die Freundschaft. „Ein Freund, ein guter Freund das ist das Beste, was es gibt auf der Welt. Ein Freund bleibt immer Freund und wenn die ganze Welt zusammenfällt. Drum sei auch nie betrübt, wenn dein Schatz dich nicht mehr liebt. Ein Freund, ein guter Freund das ist der größte Schatz, den's gibt.“

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Ja, und Recht hatten sie, dem ist heute immer noch so. Freundschaft bezeichnet ein auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander, dass sich durch Sympathie und Vertrauen auszeichnet. Eine in einer freundschaftlichen Beziehung stehende Person heißt Freund oder Freundin. So ist das! Eine Freundschaft ist etwas besonders Kostbares. Freundschaft gibt es nicht zum Nulltarif und Freundschaft ist auch keine Einbahnstraße. Sie zu pflegen ist eine alltägliche Angelegenheit.

Und hier kommt Zeit ins Spiel. Zeit aus unserem Alltag, die wir eben in diese Freundschaften einbringen. Wir müssen von dem, was wir an Zeit zur Verfügung haben, welche für unsere Freunde abzwacken. Und da scheitern etliche daran. Prioritäten setzen. Fremdbestimmung abwälzen. Zeit ist keine Erfindung der Menschen, sie war schon immer da. Der Mensch gab ihr die Namen, Stunde, Tag, Wochen und Jahr, und hat sie in ein Korsett gezwängt. Wir alle befinden uns in diesem Schnürleibchen. In jeder Gesellschaftsform in dem Menschen zusammenleben gibt es Faktoren, die unsere Zeit beeinflussen. Schlafen, Essen, Arbeiten und so weiter, alles braucht seine Zeit. Der Tag hat nur 24 Stunden und die können schnell rum sein und nur einmal verbracht werden. Zeit ist für viele aber auch Geld, und davon will man nichts verschwenden. Vielleicht hetzen wir deshalb so rastlos durch unser begrenztes Leben und merken kaum, wie uns die Zeit durch die Hände rinnt.

Was wäre das Leben ohne Freunde? Für mich wäre es langweilig und häufig trostlos. Freundschaften helfen uns in allen Lebenslagen bei der Bewältigung von Problemen, über Durststrecken hinweg, sind immer für uns da, wenn wir sie brauchen. Bei Kummer. Bei einem Umzug. In Lebenskrisen. Freunde inspirieren uns, unterstützen uns, teilen Erfahrungen, stehen uns zur Seite. Oder sie machen uns einfach nur glücklich und unglaublich viel Spaß. Manche Freundschaft hält ein Leben lang. Andere lösen sich schon nach kurzer Zeit wieder auf, weil das, was uns verbindet, nicht viel war. Oder weil sich beide in unterschiedliche Richtungen weiterentwickelt haben. Und manchmal scheitert eine Freundschaft auch, weil es schwierig geworden ist, den Kontakt zu halten und die Beziehung zu pflegen, sei es aus Zeitgründen, aus mangelnder Kraft oder über Distanzen hinweg. Aber war das dann überhaupt eine gute Freundschaft? Pflegen Sie Ihre! Ei Gude, wie!

Zum Autor

Er sei ein waschechter Neuenhaßlauer, sagt er von sich selbst. Helmut Müller (73) ist in Neuenhaßlau als 4. von 7 Kindern geboren und ein typisches Nachkriegskind dazu. Seine Mutter Hessin und evangelisch, sein Vater Sudetendeutscher und katholisch, aber kein Flüchtling, sondern Kriegsgefangener, der nicht in seine angestammte Heimat zurückkonnte. Er wächst in einem 4 Generationen Haus mit den Eltern, sechs Geschwistern, Oma und Opa sowie Onkel und der Ur-Großmutter auf. Der Spielplatz war die Straße. In der Volksschule, die er mit dem Hauptschulabschluss beendete, war deutsch seine erste Fremdsprache, die er lernen musste. In späteren Jahren hat er seine mittlere Reife und das Fachabitur für Wirtschaft und Verwaltung nachgeholt und das Ganze als Diplom Verwaltungswirt (FH) abgeschlossen. Er war in etlichen Vereinen aktiv. Man könnte ihn getrost als „Vereinsmeier“ bezeichnen. Er hat dabei fast alle Positionen, die ein Vorstand hat, begleitet. Kontakt: helmut.mueller@vorsprung-online.de

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