Pfarrer Togar Pasaribu nahm die Mitfeiernden in seiner Predigt gedanklich mit auf den „Pilgerweg des Lebens“, angeregt durch seine interessanten Erfahrungen bei eine mehrtägigen Fußwallfahrt nach Walldürn übertrug er dies auf das Pilgern und Wallen bei der Hanauer Fronleichnamsprozession: „Wer glaubt ist nie allein. Gemeinschaft erleben wir mit den anderen, aber auch mit Gott. Er begleitet uns in Jesus Christus auf unserem Weg!“. Beeindruckend war auch die Erneuerung der Ordensgelübde durch drei Anbetungsschwestern aus dem Hanauer St. Vinzenz-Krankenhaus.
Die Gemeinde zeigte sich wetterfest und zog nach der Heiligen Messe mit dem Allerheiligsten in der Monstranz - dem Leib Christi im gewandelten Brot – begleitet von den Priestern, den Ordensschwestern, vielen Messdienern und den Kommunionkindern mit Familien im Festgewand aus allen Kirchorten mit Fahnen, Weihrauch und Schellen in großer Prozession zu den Stationen in der Innenstadt. Ein besonderer Dank ging an de Hanauer Stadtpolizei für die Sicherung des Weges.
Der kurz einsetzende Regen hielt die Wallfahrtsgruppe nicht auf. „Unser Glaube ist wasserdicht!“, formulierte es einer der Teilnehmer humorvoll. Die liebevoll mit Blumen und Symbolen geschmückten Altäre für die Stationen der Prozession waren n diesem Jahr am Forum Hanau, am Freiheitsplatz vor dem Finanzgebäude und als Abschluss in der Kirche. Auf der Hofplatte des Dechant-Diel-Hauses hatten Gläubige gemeinsam mit jugendlichen Firmbewerbern einen wunderbaren Blumenteppich entworfen und gelegt, ein großes Herz mit Kreuz und Christus-Symbolen für die Freundschaft Jesu.
Im Mittelpunkt standen an den einzelnen Stationen neben den Lesungen aus den vier Evangelien und dem Segen in alle vier Himmelsrichtungen, die Gemeinschaft in der großen Pfarrei mit Menschen aus vielen Ländern der Weltkirche, der Frieden, die Bewahrung der Schöpfung und die Zukunft für die Stadt Hanau, vorgetragen von Erwachsenen, aber auch von Kindern und Jugendlichen in vielen Sprachen.
Die musikalische Leitung hatte Regionalkantor Vittorio Vanini mit einem bunten Chor aus allen Kirchorten und einem Bläserensemble, das auch den Prozessionsweg begleitete. Die Prozession hatte mit einem Impuls der Steinheimer Pfarrerin Christina Schultheis auch einen starken ökumenischen Akzent. „Der Glaube baut Brücken, nicht nur über den Main, sondern auch von Mensch zu Mensch in den verschiedenen Konfessionen!“
„Große Ausstrahlung und Freude, ein Glaubensfest in vielen Sprachen - mitten in unserer Stadt. So ist Hanau. Wir sind froh und dankbar!“, brachte es einer der Teilnehmer auf den Punkt.



