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Wächtersbach, Sinntal und Schlüchtern: Dreharbeiten für neuen Tatort mit Ulrich Tukur

Wächtersbach, Sinntal und Schlüchtern: Dreharbeiten für neuen Tatort mit Ulrich Tukur

In der jüngeren Vergangenheit machte Schlüchtern mit umfangreichen Baumaßnahmen überregional von sich reden. Jetzt schauen viele Menschen aus anderen Gründen mit Spannung auf den Bergwinkel. Hier in der Region wird ein neuer Krimi der bekannten Sonntagabend-Serie Tatort gedreht. Der Hessische Rundfunk hält sich zu dem Thema bislang noch bedeckt. Der Sender kündigte auf mehrfache Nachfrage lediglich an, voraussichtlich nächste Woche eine Presseerklärung zu dem Thema herauszugeben.

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Doch nach der Redaktion vorliegenden Informationen ist in den nächsten Tagen schon Drehstart für den neuen Krimi, der den Arbeitstitel „Murot und die Mittsommernacht“ tragen soll. Der Name Murot nimmt Bezug auf den Kriminalhauptkommissar Felix Murot, der in den vom Hessischen Rundfunk produzierten Tatorten von dem bekannten Schauspieler Ulrich Tukur verkörpert wird. Er klärt in den Filmen regelmäßig Fälle für das Hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden und ermittelt an verschiedenen Orten in Hessen.

Nun also wird der neueste Murot-Tatort in den kommenden Wochen an verschiedenen Orten im Bergwinkel und angrenzenden Regionen produziert. Nach unserer Zeitung vorliegenden Informationen wird erneut beispielsweise bei Schloss Ramholz gedreht. Andere Locations sollen im Stadtteil Elm und bei Hohenzell sein. Doch auch mitten in der Schlüchterner Innenstadt – genauer bei der Klosterrenterei – sollen die Kameras aufgebaut werden.

Insgesamt wird aber nicht alles direkt in Schlüchtern auf Film gebannt. Andere Drehorte sind beispielsweise in Büdingen, Wächtersbach sowie bei einem Badesee im fränkischen Gemünden. Ein weiterer Tagdreh ist in Sinntal-Sterbfritz vorgesehen. Schließlich soll bei einer Kirche in einem Ortsteil der benachbarten Gemeinde Flieden eine Aufnahme gemacht werden.

Der Tatort mit Felix Murot und seiner Kollegin Magda Wächter in den Hauptrollen soll unter der Regie von Sebastian Marka entstehen. Das Drehbuch schrieben Erol Yesilkaya und Michael Proehl. Der Hessische Rundfunk setzt damit auf ein Trio, das bei den Tatort-Fans schon für Begeisterung sorgte: Marka inszenierte bereits Folgen wie den Wiesbadener Fall „Es lebe der Tod“, den Münchner Hochkaräter „Die Wahrheit“, den Berliner Meilenstein „Meta“ oder den Dresdner Schocker „Parasomnia“.

Yesilkaya schrieb zu diesen und einigen weiteren hochklassigen Folgen die Drehbücher. Proehl wiederum zeichnet unter anderem für zwei hessische Krimis verantwortlich, die beim Publikum gut ankamen, so „Im Schmerz geboren“ und „Weil sie böse sind“. Zuletzt schrieb er auch das Drehbuch zu „Murot und das 1000-jährige Reich“.

Zur Handlung und Besetzung von „Murot und die Mittsommernacht“ gibt der Hessische Rundfunk wie geschrieben bislang keine Details bekannt. Nur so viel klang bisher durch: In dem Stück spielt offenbar eine Gruppe mit Namen „Freie Erde“ eine wichtige Rolle. Dahinter verbirgt sich eine „völkische Vereinigung“. Ausgestrahlt werden dürfte der Film erst im Jahr 2027.

Die Dreharbeiten in der Region sollen bis Anfang Juli gehen. Für Schauspieler und Mitarbeiter des Teams sollen schon an zahlreichen verschiedenen Stellen in der Region Unterkünfte gebucht worden sein, war zu erfahren.

Schon einmal vor vielen Jahren war Schlüchtern Drehort für einen Tatort-Krimi. In den 1970er Jahren spielte Klaus Höhne als erster Ermittler des Hessischen Rundfunks (HR). Er verkörperte von 1971 bis 1979 den Hauptkommissar Konrad in acht Fällen des Frankfurter Tatorts. Damals wurden ebenfalls Teile einer Episode in Schloss Ramholz gedreht. Das Fernsehteam kam damals in der Gaststätte „Zum Löwen“ in der Schlüchterner Innenstadt unter. / hd

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