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Bürger werden nicht gehört

Bürger werden nicht gehört

Von vergeblichen Anfragen berichtet VORSPRUNG-Leser Thomas Seifert in seinem Leserbrief. 

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"Dass die Politikverdrossenheit immer weiter ums sich greift, hat viele Gründe. Einer ist sicher, dass sich Bürger nicht ernst genommen fühlen und auf taube Ohren stoßen, wenn sie Vorschläge oder Anregungen machen. Drei Beispiele, die der Verfasser selbst erlebt hat.

Ein Brief an alle Fraktionen im Hanauer Stadtparlament mit Anregungen, wie man die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt verbessern könnte, wurde weder von einer der Gruppierungen beantwortet, geschweige denn wenigstens mit einer Eingangsbestätigung zur Kenntnis genommen. Genauso erging es einem Schreiben an den Ortsbeirat Kesselstadt mit der Bitte, sich für eine bessere Busverbindung zum Hauptbahnhof in den Abendstunden einzusetzen. Und schließlich blieb auch eine Mail an die Hanauer Straßenbahn (HSB) unbeantwortet, in der eine moderatere Fahrweise zur Steigerung der Beförderungsqualität besonders für behinderte und ältere Busbenutzer angemahnt worden ist, In diesen beiden Fällen ebenfalls keinerlei Reaktion, keine Eingangsbestätigung, Schweigen im Walde.

Mit solcher Ignoranz gegenüber BürgerInnen wird selbst engagierten Menschen die Lust genommen, sich für die Gemeinschaft einzusetzen. Ein fatales Signal in Zeiten von Politikfrust."

Thomas Seifert
Hanau

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Kommentare

1
Dr. Gerhard Stehlik
4 stunden vor
Das beschreibt die Lage der individuellen Würdenträger nach GG Art 1! Das Machtkollektiv ignoriert sie, nachdem sie zum Kreuz (Wahlzettel) gekrochen sind.

Das ist schlimm und menschenunwürdig. Aber es ist noch nicht das Schlimmste.

Schlimmer ist, dass das auch für Vereinigungen (wie z.B. Kirchengemeinden), Ortsbeiräten, Gemeinden, Städten, ja, auch Landkreisen und -an die EU denkend - auch für ganze Nationen gilt.

Nein, es sind nicht die "Bill Gates" und die "Monopoly Spieler", es sind einfach nur die Bürokraten, die Karl Marx verstanden haben; "Wenn dein starker Arm es will, stehen alle Räder still!"

Nicht ganz, die Räder drehen sich noch, aber nur in die Richtung, in die die Bürokratie es will.
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Prof. ad. Wilfried W
10 stunden vor
Warum werden wohl die Bürger von den "Verantwortlichen" nicht mehr "ernst genommen"?

Wenn Sie in eben verantwortlicher Position erleben, was sie mit "dem Volk" so alles anstellen können,
nehmen sie es auch nicht mehr Ernst.

Nicht umsonst wurde aus einer Repräsentativen Demokratie eine Parteien-Demokratie.
Der Bürger wird nur noch für "ein Kreuz" gebraucht, um dann gut versorgt sich Fraktionszwang und
Parteilinie unterzuordnen.
Und die wird von Kreisen gesteuert, die nicht gewählt werden müssen.

Wenn der Souverän das so mitspielt ...
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Wolfram
3 stunden vor
Einfach Lösung:
Treten Sie einer Partei bei und engagieren Sie sich
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W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
3 stunden vor
zitiere Wolfram:
Einfach Lösung:
Treten Sie einer Partei bei und engagieren Sie sich


Machen ja zum Glück immer mehr Menschen, bis irgendwann die Partei der sie beigetreten sind, so Stark ist und kein weg mehr an ihr vorbei ist.
Wird einigen halt nicht gefallen, aber so funktioniert echte Demokratie!
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